Flüchtlingskrise: Schleuserfestnahmen und Rekordzahlen am Ärmelkanal
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Am Ärmelkanal vermeldeten britische Behörden am Wochenende eine bisher unerreichte Zahl an Migranten, die den Seeweg zwischen Frankreich und dem Großbritannien überquerten. Wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, erreichten am Samstag 872 Menschen auf kleinen Booten die britischen Küsten – ein neuer Tagesrekord für dieses Jahr. Die bisher höchste Tagesanzahl war mit 756 Migranten am 10. August registriert worden.
Gleichzeitig kamen im August mit 5.369 Migranten so viele Migranten an wie nie in einem Monat seit Beginn der Aufzeichnungen 2018. Insgesamt sind in diesem Jahr knapp 21.000 Menschen auf diesem gefährlichen Weg nach Großbritannien gelangt. Das sind weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Andererseits betonen Experten, dass ungünstige Wetterbedingungen am Ärmelkanal in diesem Jahr eine Rolle gespielt haben könnten, die die Menschen davon abhielten, die gefährliche Überfahrt aus Frankreich zu wagen.

Die Polizei versucht immer wieder, illegale Migration einzudämmen.

Auch am Wochenende nahmen Beamte Schleuser fest, die Migranten zur illegalen Überfahrt animieren.
Ein zentrales Argument für den Brexit war die Wiedererlangung der Kontrolle über die Einwanderung. Seit dem Brexit hat jedoch die Zahl der irregulären Einwanderer zugenommen. In Reaktion darauf hat die konservative britische Regierung versucht, potenzielle Migranten abzuschrecken. Sunak kündigte Maßnahmen an, um die Ankunft von Booten zu stoppen.
Des Weiteren sagte Sunak, dass Menschen, die „illegal" ins Land kommen, ohne Rücksicht auf die Umstände inhaftiert und abgeschoben werden sollten, ohne jemals die Möglichkeit zu haben, in Großbritannien Asyl zu beantragen.
Der „Dschungel von Calais“, wie das von Migranten aufgesuchte Küstengebiet in Nordwestfrankreich auch genannt wird, ist immer wieder Schauplatz von Versuchen, der illegalen Einreise nach Großbritannien auf dem Seeweg. Vergangenen Monat starben 6 Menschen beim dem Versuch der Überfahrt nach England. Im Juni beschlagte die Polizei in einem Lager illegaler Einwanderer im französischen Loon-Plage Gewehre, Pistolen, über 340 Schuss Munition, 3 Kalaschnikow-Magazine und 5 Granaten. 13 mutmaßliche Schleuser, allesamt Iraker, wurden festgenommen.

Die Polizei führt Personenkontrollen durch.
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