Freund von Solingen-Opfer Stefan S.: „Er war ein lieber, sehr ruhiger Mensch, mit dem ich sehr gerne ein Bier im ‚Mumms‘ getrunken habe“
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Solingen steht unter Schock. Stückweise wird das Ausmaß der Bluttat bekannt, die ein 26-jähriger Syrer am vergangenen Freitag angerichtet hat. Neben drei Todesopfern wurden acht weitere Menschen schwer verletzt.
Wir wollen bei NIUS den Opfern eine Stimme geben. Vor Ort sprach Reporterin Leonie Ipati mit einem Ersthelfer, der seinen langjährigen Freund Stefan S. in den Armen hielt, als dieser verblutete. „Er stand direkt neben mir, als der Täter auf ihn einstach. Plötzlich fielen mehrere Personen um uns einfach zu Boden“.

„Geben Sie Stefan ein Gesicht“
Der Freund von Stefan S. versuchte noch, die Blutung zu stoppen. „Selbst meine Schuhe waren voll mit Blut gelaufen“, berichtet er. Doch jede Hilfe kam zu spät.
Gegenüber NIUS erzählt ein weiterer Freund des Opfers, der aus Angst vor der Antifa unerkannt bleiben möchte: „Geben Sie Stefan ein Gesicht. Er war ein lieber, sehr ruhiger, sehr liberaler und Vielfalt verteidigender Mensch. St-Pauli-Fan, irgendwie auch Alt-Hippie, war nach langer Arbeit in Rente. Ein sympathischer und empathischer Mensch, mit dem ich sehr gerne ein Bier im ‚Mumms‘ getrunken habe.“

Trauer in Solingen.
Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, sind vier weitere Opfer Mitglieder des Ohligser Turnvereins (OTV), der seit 1888 in Solingen existiert. Drei von ihnen wurden schwer verletzt, eine 56-jährige Frau starb. Sie war Kanutin und besuchte das Stadtfest mit ihrem Mann. Auch dieser wurde vom IS-Terroristen angegriffen, sei nun aber aus dem Koma erwacht.
Die beiden weiteren Verletzen aus dem Ohligser Turnverein sollen eine Mutter und ihre Tochter sein, die aktuell noch in einem Krankenhaus in Wuppertal behandelt werden, so der Kölner Stadtanzeiger.
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