In Garmisch-Partenkirchen gibt’s Verkehrsschilder jetzt auch auf Arabisch
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Das idyllische Ammergau erfreut sich eines boomenden Tourismus. Allein im Jahr 2024 hat die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen 1,2 Millionen Übernachtungen gezählt (ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Auch internationale Touristen lieben die Berge und besuchen den Urlaubsort, der eine direkte Bahnverbindung zum Zugspitzplatt anbietet. Um Touristen-Rowdys aus dem arabischen Raum besser zu informieren, stellt die Gemeinde sogar Schilder in arabischer Sprache auf. Das belegen Bilder, die NIUS exklusiv vorliegen.

So blockiert ein Betonpoller unweit des Skistadions im Süden von Partenkirchen die Zufahrt zur Graseck-Bahn. Diese Straße soll eigentlich nur von Anliegern genutzt werden. Das Einfahr-Verbot ist klar gekennzeichnet mit den üblichen Verkehrsschildern. Zusätzlich wurde ein Schild auf Arabisch montiert. Es zeigt ein Abschleppsymbol und folgenden Hinweis in arabischer Schrift:
„Achtung: Die Straße ist gesperrt. Bitte benutzen Sie den Parkplatz der Eislaufhalle. Abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt.“
Partnachklamm als Touristenmagnet
Bereits seit 1912 ist die 700 Meter lange Partnachklamm unweit des bayerischen Urlaubsorts Garmisch-Partenkirchen ein Naturdenkmal. Besucher haben auf 700 Meter Länge die Möglichkeit, in einer Felsschlucht entlang des Wildbachs Partnach zu wandern. Der Ort ist nicht ohne Grund mit dem Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ ausgezeichnet.

Damit Touristen nicht die enge Bergstraße zum Eingang blockieren oder sie überhaupt befahren, wurde das Schild mutmaßlich von der Gemeinde aufgestellt – zum besseren Verständnis von Touristen aus Nahost sogar in entsprechender Sprache. Sogar nahe des Eingangs der Klamm sahen die Behörden sich offenbar gezwungen, zusätzliche Schilder auf arabisch aufzuhängen. Dort heißt es: „Bitte halten Sie diesen Bereich sauber – nehmen Sie Ihre Verpackungen/Flaschen bitte wieder mit nach Hause oder entsorgen Sie Ihren Müll in den dafür bereits bereitgestellten Müllbehältern.“
Gab es konkrete Anlässe für die Platzierung dieser Schilder in arabischer Sprache? Wie viele Schilder wurden wo platziert und warum? Auf Nachfrage von NIUS antworteten die beiden Bürgermeisterinnen Elisabeth Koch und Claudia Zolk (beide CSU) nicht.
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Philippe Fischer
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