Gegen verdreckte Toiletten und Junkies im Görlitzer Park: Berlin investiert 1,6 Millionen Euro in mobiles Toilettenteam
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Die öffentlichen Toiletten rund um den Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg sind seit Jahren verwahrlost. Vandalismus, Drogenkonsum und unhygienische Zustände haben dazu geführt, dass die öffentlichen Toilettenanlagen von der Allgemeinheit nicht mehr genutzt werden. Jetzt hat die Stadt Berlin eine neue Idee: Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, die Senatsverwaltung und der Dienstleister Wall AG wollen zukünftig mobile Toilettenteams einsetzen, um die Nutzbarkeit der Toiletten wieder zu gewährleisten.

Seit jeher ein Problem: der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg.
Das Pilot-Projekt sieht vor, künftig bis zu 13 Toilettenanlagen im Bereich Görlitzer Park, Kottbusser Tor bis hin zur Warschauer Brücke zu betreuen. Kostenpunkt: Satte 1,6 Millionen Euro! Pro Toilette sind das mehr als 120.000 Euro, die das Bezirksamt investiert. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Sicherheitsgipfels von 2023, die für Ordnung im öffentlichen Raum und zur Verhinderung von Sucht und Obdachlosigkeit bereitgestellt wurden.
Toilettenteams sorgen ab Frühsommer für Ordnung
Geplant ist, dass Mitarbeiterteams, ausgestattet mit Fahrrädern und Anhängern für Ordnung sorgen. Zum einen sollen die Toilettenteams die Sauberkeit vor Ort sicherstellen. Zwar werden die Toilettenanlagen derzeit mehrmals täglich gereinigt, was allerdings wegen der starken Beanspruchung oftmals nicht ausreicht. Die Toiletten-Teams sollen deshalb zusätzlich Verunreinigungen entfernen und dafür sorgen, dass die Anlagen instand gehalten werden. Zum anderen achten die Toilettenteams auf sogenannte „Fehlnutzer“, wie es in der Mitteilung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg heißt. Mit „Fehlnutzern“ sind Junkies und Obdachlose gemeint, die in den Toiletten schlafen und Drogen konsumieren. Sollten Junkies und Obdachlose die Toiletten zweckentfremdet nutzen, werden die Toilettenteams dafür sorgen, dass diese umgehend geräumt werden.
Zudem werden die Toilettenteams vernetzt mit anderen Sozialmaßnahmen arbeiten, wie Parkläufern, Sozialarbeitern und der Kiezhausmeisterei. Von den zusätzlichen Präventivmaßnahmen erhoffen sich die Verantwortlichen für mehr Sicherheit und Sauberkeit im Kiez.
Das Projekt startet im Frühsommer und ist mit einer Laufzeit von 2 Jahren geplant.
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