„Hass und Hetze haben bei uns keinen Platz“: Wie die DKB einen Kulturkampf gegen die eigenen Mitarbeiter führt
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Die Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft (DKB) gilt als zweitgrößte Online-Bank in Deutschland. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank – diese erfüllt die Funktion der Landesbank des Freistaates. Angesichts dieser Verbindung könnte man annehmen, dass die Kreditbank politisch neutral ihren Aufgaben nachginge – doch die Annahme ist falsch.
Stattdessen setzt die DKB auf linke Ideologie und nimmt am sogenannten Zusammenland-Projekt teil, einem Bündnis von Unternehmen gegen „Rechtsextremismus“, für Vielfalt und Willkommenskultur. Zusätzlich bietet die DKB queer-feministischen und explizit linken Rednern eine Bühne und fordert die Mitarbeiter zur Nutzung einer „inklusiven“ Sprache auf.
Zusammenland
Initiiert von den Zeitungen Zeit, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel und Wirtschaftswoche soll Zusammenland eine neue Bewegung gegen Rechtsextremismus sein.
„Die Zeit, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, WirtschaftsWoche und Ströer setzen mit ihrer Kampagne ‚#Zusammenland – Vielfalt macht uns stark‘ gemeinsam mit rund 500 Unternehmen, Stiftungen und Verbänden ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und bekennen sich zu Freiheit, Vielfalt und einer Willkommenskultur“, heißt es in einer Mitteilung der Zeit.
DKB-Vorstandsmitglied Tilo Hacke sagt in einem nicht-gelisteten YouTube-Video, welches den Mitarbeitern präsentiert wurde: „Ich bin davon überzeugt, dass Vielfalt und Toleranz essenziell für eine zukunftsfähige Gesellschaft und Wirtschaft sind“, „Zusammenland heißt für uns als DKB, Demokratie und Vielfalt sind nicht verhandelbar. Sie sind die Grundlage dafür, dass alle Menschen in Deutschland sicher und friedlich leben können. Hass und Hetze haben bei uns keinen Platz“, so Hacke.
Schauen Sie hier das Video (solange es noch online ist):
Die Mitarbeiter der DKB werden dazu aufgerufen, am Mittwochnachmittag an einem Town-Hall-Meeting, einer Art Präsentation der obersten Riege, teilzunehmen. „Wir als DKB nehmen als Unternehmen an der Initiative teil und freuen uns, wenn ihr einschaltet“, heißt es in einem firmeninternen Schreiben.
Die Begrüßung des Meetings übernehmen Andrea Wasmuth (Handelsblatt), Rainer Esser (Zeit), Gabriel Grabner (Tagesspiegel) und Christian Wegner (Süddeutsche Zeitung). Anschließend gibt es eine politische Präsentation und zwei Panel-Talks. Einer davon wird von Franziska Vilmar von Amnesty International übernommen. Der Titel ihres Vortrags „Was Demokratie stark macht. Mehr Teilhabe, mehr Transparenz, weniger Zank“ wirkt wegweisend für Vilmars Vorstellung von Demokratie – die Aktivistn unterstützt auf ihrem X-Account ein AfD-Verbot. Ganz nach dem Motto: „Wo keine Opposition, da kein Zank“.

Gekrönt wird das Town-Hall-Meeting von einem Konzert des Pop-Sängers Tim Bendzko.
Zusammenland erhält eine Menge privater Spenden – diese legt die Initiative auf ihrer Webseite offen. Darunter finden sich auch: „Privatspenden durch einen Spendenaufruf der Band Feine Sahne Fischfilet im Juni 2023: insgesamt ca. 60.000 Euro“. Im Verfassungsschutzbericht Sachsen 2018 wird die Gruppe als „aktivste nicht-sächsische linksextremistische Band, die in Sachsen agierte“, betitelt. Weiter finden sich auch eine Projektförderung der Linkspartei-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung. Einige Projekte wurden auch durch das Förderprogramm „Demokratie Leben“ des Familienministeriums bezuschusst.
In einer sogenannten „Diversity Week“ ging das Unternehmen intern auf Themen wie „female empowerment“ oder Inklusion im Arbeitsalltag ein. Das Diversity-Team entwickelte einen „Guide für inklusive Sprache“ und empfiehlt den Mitarbeitern die Nutzung der angeblich inklusiven Sprache.
NIUS fragte an, wieso Mitarbeiter dazu animiert werden, eine grammatikalisch falsche deutsche Sprache und Fantasie-Pronomen zu nutzen – bislang blieb die Anfrage unbeantwortet.

2447 Mitarbeiter haben konzernweit an der Umfrage teilgenommen.
„Ein Miteinander ohne Voreingenommenheit und Benachteiligungen“
Im DKB-internen Text „Dimensionen von Vielfalt“ heißt es „Niemand soll bei uns das Gefühl haben, anders sein zu müssen, um als Person wertgeschätzt und in den eigenen Leistungen anerkannt zu werden“. Dieser Satz wirft mit Blick auf die #Zusammenland-Initiative und Rednern wie Vilmar Fragen auf.
NIUS fragte die DKB, ob man als DKB-Mitarbeiter rechts, Wähler einer Partei rechts der CDU oder Kritiker der LGBTQ-Ideologie sein dürfe – auch diese Fragen blieben bislang unbeantwortet.
Ein DKB-Mitarbeiter sagte zu NIUS: „Mehrere Kollegen haben bereits untereinander ihren Unmut geäußert, niemand traut sich jedoch diesen publik zu machen. Auch ich (...) sehe mich, wie viele Kollegen auch, von dieser Initiative, geschweige des Diversity-Teams, nicht repräsentiert und lehne die Einflussnahme dessen auf das Unternehmen vehement ab“. Aus Angst vor möglichen Repressionen bat der DKB-Mitarbeiter darum, anonym zu bleiben.
„Auch ist bemerkbar, dass vor allem im Zeitraum vor den Europawahlen Themen durchs Diversity-Team vermehrt publik gemacht wurden und Veranstaltungen wie Zusammenland als optionale Veranstaltungen für den gesamten Konzern durchgeführt wurden/werden“, fügte der Mitarbeiter hinzu.
NIUS fragte auch, was die DKB ihren Angestellten empfehle, wenn diese „keine Lust auf oder gar Kritik“ an der internen politischen Agitation haben – auch diese Frage blieb unbeantwortet.
Nach einer weiteren telefonischen Nachfrage stellte ein Sprecher der DKB klar, dass zu dem NIUS-Fragenkatalog „kein Statement“ abgegeben werden wird.
Wichtig anzumerken ist, dass die DKB nicht das einzige Unternehmen ist, welches eine solche links-ideologische Agenda an den Tag legt – Zusammenland ist ein Zusammenschluss von einer Reihe großer deutscher Firmen. Die DKB sticht hier heraus, da es sich um ein nahezu staatliches Unternehmen handelt. Damit steht die DKB nicht alleine da. Die Berliner Zeitung berichtet: „Dabei sind etwa das Umweltbundesamt (UBA), das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund sowie die Deutsche Bahn.“
Übrigens: Mitbegründer der DKB war Edgar Most, der letzte Vizepräsident der Staatsbank der DDR.
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