Historiker zur geplanten Strom-Regulierung: „Souveränität aufgeben, dafür Geld bekommen – das nennt man Korruption!“
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Ab Januar erlaubt eine neue Regelung, die Stromzufuhr für Wärmepumpen und E-Autos zu reduzieren, wenn das Netz überlastet ist. Als Gegenleistung sollen Verbraucher geringere Energie-Preise zahlen.
„Einstieg in die Flexibilisierung unseres Netzes“
Die Bundesnetzagentur, die dem Bundeswirtschaftsministerium zugeordnet ist, betonte, es werde nicht zum völligen Stopp von Stromlieferungen kommen. Präsident Klaus Müller sprach von „zwingenden Ausnahmen.“ Im Deutschlandfunk äußerte er sich am Mittwoch folgendermaßen: „Wenn wir ein modernes Netz haben wollen, wird es digitaler, flexibler. Es ist ein Einstieg in die Flexibilisierung und Digitalisierung unseres Netzes.“ (NIUS berichtete)
Im Nachrichten-Talk „Stimmt!“ widerspricht der Historiker Andreas Rödder dem Präsidenten der Bundesnetzagentur. Die neue Maßnahme habe nichts mit Flexibilität zu tun:
„A: Souveränität aufgeben, B: Geld bekommen. Das nennt man Korruption!“ Das Wort Flexibilität diene lediglich als Deckmantel für Energieverknappung, so der Historiker.
„Basisbezug an Strom ist gesichert“
Verbraucher würden Eingriffe kaum bemerken, so Müller am Montag. Ein „Basisbezug an Strom“ sei gesichert. „So wird eine Gesellschaft drangsaliert, gegängelt, so wird sie gekauft, damit sie die energetische Transformation mitmacht“, kommentiert Rödder im NIUS-Talk. Man setze damit die Glaubwürdigkeit der Politik aufs Spiel. 
Präsident der Bundesnetzagentur: Klaus Müller.
„Am Schluss ist das ganze System dysfunktional. Aber, wenn man Geld dafür bekommt, vielleicht kann man ja eine Notlage ausrufen“ und dafür wieder ein Sondervermögen schaffen, so der Historiker mit einer Prise Ironie. Es sei ein „Irrsinn“, mit welchen Mitteln der Staat reguliere. „Lebensmittelmarken waren auch ein flexibler Umgang mit Lebensmitteln“, die manchmal da waren und manchmal eben nicht.
Die ganze Sendung „Stimmt!“ gibt es hier:
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