Ich bin klein, mein Herz ist rein? Wie immer mehr Kinder auf Demos manipuliert werden
Ein Beitrag von
Ist es Ihnen auch schon aufgefallen, liebe Leser? Auf den Demos der letzten Tage in deutschen Großstädten waren viele Kinder zu sehen, ungewöhnlich viele.
Oft waren die Schilder, die sie trugen, größer als sie selbst. Da stand zum Beispiel drauf: „Die AfD nervt mehr als Hausaufgaben“. Oder: „Fresst mehr Nazis“ – dazu das Bild eines großen Monsters. Ein anderes Schild: „Wir Kinder brauchen eine Zukunft“.

Auf einem Kinderwagen das Plakat: „Wenn ich groß bin, werde ich kein Nazi!“ Wissen Sie, was ich glaube? Diese Sprüche stammen nie und nimmer von den Kindern selbst. Das haben ihnen die Eltern aufgeschrieben. Oder getextet und die Kinder haben es aufgemalt, damit es echt aussieht. Es geht schließlich gegen die Nazis. Und da steht die ganze Familie dahinter, was sonst.
Kinder reden über viele Themen, aber nicht über Politik, Demos oder Nazis
Ich habe eine liebe Nachbarsfamilie mit einer elfjährigen Tochter. Manchmal hole ich sie von der Grundschule ab, die direkt gegenüber von meinem Haus liegt. Manchmal gehen wir zusammen mit anderen Klassenkameraden ein Eis essen.
Lesen Sie auch: Die Demos gegen Rechts: Ein linkes Bündnis mit dem Segen der Regierung
Dabei quatschen die Kinder auch über Gott und die Welt, wie man so sagt. Themen sind Hausaufgaben, Mathe, Musik und Spiele. Auch über Kinderfilme bei Netflix wird geplaudert. Nur über eins redet keiner: über Politik, über Demos oder gar über Nazis.

Es kann sein, dass Kinder es cool finden, auf Demos dabei zu sein. Kinder finden vieles cool, wenn man ihnen es nur einredet. Dr. Oliver Bokelmann, Referent am Institut für Erziehungswissenschaft der Uni Münster, sagt im Wochenblatt für Landwirtschaft: „Je näher die Thematik an den Interessen des Kindes selbst liegt, umso mehr ist eine Teilnahme denkbar. Der Anlass der Demonstration spielt eine wichtige Rolle. Es ist ratsam, von Themen Abstand zu nehmen, die zu komplex, verstörend oder für das Alter des Kindes unangemessen sind.“
Es mag altmodisch klingen – ich glaube, es denken die meisten Menschen so wie ich.
Kleine Kinder haben auf Demonstrationen nichts zu suchen. Deshalb mein Appell: Liebe Eltern, lasst eure Kinder Kinder sein! Drückt ihnen keine Plakate in die Hand, die sie kaum tragen können und deren Inhalt sie oft nicht verstehen. Denkt an den wunderbaren Kinderreim, der nichts von seiner Aktualität verloren hat: Ich bin klein, mein Herz ist rein.
Mehr NIUS:
Erste islamische Fakultät Europas in Münster gegründet
Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
Party-Patriotismus zur WM: „Deutschlandflaggen sind hier verboten“
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Mehr NIUS:
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Burgerladen wird angefeindet, weil er kein Halal-Fleisch verkauft
„Du schreibst zum Beispiel auch mehr Hassmails bei Hitze“: Moderator Eckart von Hirschhausen drückt der WM seine Klima-Agenda auf
Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
Louis Hagen
Artikel teilen
Kommentare