Ich will keine Polizei-Kontrollen im Freibad, sondern an den Grenzen!
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Es ist eine Binsenweisheit, dass Menschen besonders schlecht mit Dingen umgehen, für die sie nichts bezahlen mussten und die nicht ihnen gehören. Das lässt sich an E-Rollern, die im Wasser versenkt werden, genauso gut erkennen wie an der Geschwindigkeit des Verfalls von gendergerechten Toiletten in Berlin. Folgerichtig sieht es zumeist dort besonders abgerockt aus, wo linke Regierungen eine Gratis-Mentalität etabliert haben.
Die Tragik des Allgemeinguts besteht darin, dass es jeder nutzt, aber sich keiner so richtig verantwortlich fühlt.
Das Phänomen ist jedoch nicht nur dort ausgeprägt, wo linke Politik den Kurs bestimmt, es herrscht auch da vor, wo Menschen keine Verbindung zur Gesellschaft empfinden, in der sie leben. Wo kein Bewusstsein für das Prinzip Solidargemeinschaft existiert und kein Wissen darüber, dass öffentliche Orte letztlich niemanden und doch allen gehören. Wo man sich nicht verantwortlich fühlt, respektvoll mit den Gütern der Allgemeinheit umzugehen, weil man sich selbst nicht zu dieser Allgemeinheit zählt.
Die zunehmenden Ausschreitungen in deutschen Freibädern sind ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn Menschen die Oberhand über ein Allgemeingut gewinnen, für das sie sich nicht verantwortlich fühlen und dass sie vor allem auch nichts oder nur wenig kostet. In vielen Regionen der Bundesrepublik, so auch in Berlin, gelten für Asylbewerber und Sozialhilfe-Empfänger ermäßigte Tarife. An manchen Orten ist der Eintritt für sie sogar kostenlos, während der Rest des Landes den regulären Tarif bezahlt.
Viele Frauen sind schon aus den Freibädern an den Badesee geflüchtet:
Es ist richtig, dass wir uns als Gesellschaft darauf geeinigt haben, dass die starken Schultern für die schwachen aufkommen. Dass soziale Teilhabe auch für die möglich sein muss, die nicht so viel Leistung erbringen können. Aber was ist, wenn es ausgerechnet die vermeintlich Schwachen sind, die jene Orte zerstören, die für alle gedacht waren? Wenn derjenige, der arbeitet, am Ende nur noch den Spaß für jene zahlt, die seinen Spaß zerstören?
Ich will keine Freibäder, in denen Security-Services patrouillieren müssen und Bademeister eine Nahkampfausbildung benötigen.
In denen sich an die Hygieneregeln genauso wenig gehalten wird, wie an einen Verhaltenskodex für ein friedliches Miteinander. Solidarität und ein respektvolles Miteinander sind keine Einbahnstraße und wenn jemand dieser Gesellschaft durch sein Verhalten kündigt, dann sollten wir als Gesellschaft auch das Recht haben, ihm zu kündigen, indem wir ihm Dinge, für die wir bezahlen, nicht mehr umsonst oder vergünstigt zur Verfügung stellen.

Früher war das anders: Da hat der Bademeister für Recht und Ordnung gesorgt
Oder anders gesagt: Ich bin mir sicher, dass sich das Problem der wachsenden Gewalt eher durch die Streichung gemäßigter Tarife oder Gratistickets für eine gewisse Klientel lösen ließe, als durch Maßnahmen, die aus Freibädern Hochsicherheitstrakte machen. Und günstiger wäre es auch, denn am Ende zahlt - wie immer - der Steuerzahler.
Die Politik muss endlich damit aufhören, den normalen Bürger für die eigenen Verfehlungen bluten zu lassen. Ich will keine Polizei und Ausweiskontrollen im Freibad, ich will sie an den Grenzen!
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Anabel Schunke
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