Irre ZDF-Doku: Schüler lernen Umgang mit Messergewalt – mit Ex-Intensivtäter als Trainer
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Die Messerkriminalität in Deutschland explodiert, die Statistik ist eindeutig. In einer Reportage vom ZDF wird nun über einen Kurs berichtet, in dem Zehntklässler lernen, richtig zu agieren, wenn sie mit einem Messer bedroht werden. Unfassbar: Der dazu geladene Experte ist ein vorbestrafter Intensivtäter!
So weit ist es schon gekommen ... In der Schule sollen Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen. Die Schule als Hort nützlichen Wissens. Mit der Zunahme der Messerkriminalität ist nun auch anderes Wissen gefragt – zum Beispiel: „Wie verhalte ich mich, wenn ich mit gezogenem Messer überfallen werde?“
Die ZDF-Reportage „Achtung, Messerstecher!“ berichtete jetzt darüber, wie Maximilian Pollux, ein Ex-Krimineller, die zehnte Klasse einer Gesamtschule in Mainz besuchte und den Schülern erklärte, dass ein Messer erstens keine besonders sichere Selbstverteidigungswaffe ist und zweitens schneller als gedacht zu schweren Verletzungen führen kann.
Ach, wirklich ...?
Den Kindern gibt der Experte dann noch sinngemäß folgenden Tipp mit auf den Weg: Smartphone, Sneakers, teure Jacke – gebt am besten immer alles her, was der Messer-Angreifer haben will, ist am sichersten!
Was bestimmt ein weiser Ratschlag ist, aber: Die Selbstverständlichkeit, mit der all das im ZDF präsentiert wird, ist geradezu bizarr.

Zehn Jahre saß Maximilian Pollux hinter Gittern – heute klärt er Jugendliche auf.
„Wenn einer mit dem Messer kommt: rennt!“
„Lasst eure Messer zu Hause“, sagt der Ex-Kriminelle abschließend zu den Schülern. „Und wenn ein Messer in eurer Nähe gezogen wird, rennt!“
Stellt sich die Frage: Was sagt es über die Gesellschaft aus, wenn ein Ex-Krimineller Schülern beibringen muss, wie man Messerstechereien überlebt?
Sehen Sie hier den Ausschnitt:
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