ISIS-Mann von Enthauptungs-Video bekam nur 5 Jahre bei uns: Warum läuft dieser Mann frei rum?
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Er wollte mitten in Deutschland so viele Menschen wie möglich töten, einen Anschlag nach Vorbild des Terrors auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im Jahr 2016 verüben, bei dem damals 13 Menschen starben.
Tarik S. (29) plante offenbar, mit einem LKW in eine Menschenmenge auf einer Pro-Israel-Demo in NRW zu rasen. Ein Spezialeinsatzkommando überwältigte ihn gestern in seiner Wohnung in einem Duisburger Mehrfamilienhaus, jetzt sitzt er in U-Haft.
Nur bedingt beruhigend. Denn am Tag nach seiner Festnahme wegen akuter Terrorgefahr stellt sich die Frage:
Warum lief dieser Mann überhaupt noch frei herum?
Er war den Schlächtern des Islamischen Staat ein treuer Diener
Terror, Folter, Enthauptungen. Mit solchen Horrortaten wurde Tarik S. bereits seit Jahren in Verbindung und schließlich auch ins Gefängnis gebracht. Im April 2017 war er als IS-Rückkehrer aus Syrien zu fünf Jahren Jugendknast wegen Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (ISIS) verurteilt worden. Sein Kampfname: „Osama, der Deutsche“.

Tarik S. wurde bereits 2017 wegen Mitgliedschaft in der Terrororganisation IS zu fünf Jahren Knast verurteilt, galt seitdem als „Hochrisiko-Gefährder“. Trotzdem wussten nur seine Nachbarn, dass er nachts in seiner Wohnung „irgendwas baut“.
Der Prozess fand im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichtes statt, dort wurden grausame Bilder gezeigt: Tarik S., der in einem Video neben einem in Syrien enthaupteten Opfer posiert.
Es soll auch Videos geben, in denen er sich über enthauptete Menschen lustig macht, berichtet die WAZ.
Ende 2013 war der in Deutschland geborene Islamist Tarik S. über die Türkei nach Syrien gereist, hatte sich dort den Terroristen des IS angeschlossen und an deren Gräueltaten mitgewirkt. Dass er selbst Menschen enthauptet hat, konnte im Prozess 2017 nicht bewiesen werden, ausgeschlossen ist es jedoch nicht. Insgesamt soll Tarik S. drei Jahre in Syrien gewesen sein, sich dort auch an Kampfeinsätzen und Grenzkontrollen beteiligt haben.

In diesem Duisburger Mehrfamilienhaus wurde Tarik S. am Dienstag festgenommen.
Fest steht: Tarik S. ist fanatischer Islamist und war den Schlächtern des IS in seiner Zeit in Syrien ein ergebener Diener. Wie sie empfindet er Hass auf „Ungläubige“, will Menschen, die nicht den kranken Gesetzen der Extremisten gehorchen, tot sehen. Sein Kampfname im Terrorcamp der Dschihadisten: „Osama Al Almani“, Osama, der Deutsche. Laut WAZ tauchte er mehrmals in Propaganda-Videos des IS auf.
Dschihadist im Mehrfamilienhaus – und Faeser gibt Entwarnung
Seit seiner Haftstrafe, von der nicht klar ist, wie lange er sie tatsächlich absitzen musste, gilt Tarik S. als Hochrisiko-Gefährder, sollte also unter besonderer Beobachtung der Behörden stehen. Warum konnte er dann in aller Ruhe in einem Duisburger Mehrfamilienhaus einen Terroranschlag vorbereiten? Seine Nachbarn berichteten Bild: „Der Mann war immer freundlich, aber was auffällig war: Er war die ganze Nacht wach und man hatte den Eindruck, der baut irgendwas. Bis morgens war es laut.“
Immer freundlich, aber die ganze Nacht wach, weil er „irgendwas baut“ – außer der Nachbarn hat das offenbar niemand mitbekommen. Vor dem Zugriff am Dienstag hatte ein ausländischer Nachrichtendienst den deutschen Ermittlern den brisanten Hinweis gegeben, dass sich in Duisburg etwas Hochgefährliches anbahnt. Unter anderem hatte Tarik S. demnach in Chats geschrieben, dass er als Märtyrer sterben wolle.

In dieser Wohnung plante Tarik S. einen Terroranschlag in NRW. Er wollte mit einem LKW in eine Pro-Israel-Demo rasen, so viele Menschen wie möglich töten.
Nach der Festnahme des islamistischen Gefährders hat die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft am heutigen Mittwoch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei gehe es um den „Verdacht des sich Bereiterklärens zu einem Verbrechen“, sagte ein Sprecher. Die Vorwürfe gegen Tarik S. würden geprüft.
„Wir haben keine erhöhte Gefährdung“
Trotz der Festnahme eines IS-Terroristen in einem ganz normalen Mehrfamilienhaus und mehreren Bombendrohungen an Schulen, die in Verbindung mit dem Terrorkrieg in Israel gebracht werden, sieht Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) keine Veränderung der Gefährdungslage in Deutschland.
„Wir haben keine erhöhte, konkrete Gefährdung“, behauptete sie am Mittwoch in Berlin. Und: „Wir beobachten das sehr genau – gerade jetzt in diesen Zeiten.“
Angesichts der offenbar weit gediehenen Terrorpläne des Tarik S. und der täglichen Bilder radikalisierter Palästinenser auf deutschen Straßen: nicht mehr als ein Lippenbekenntnis.
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