Pogrom in Amsterdam: Israel warnte die Niederlande vor dem Angriff
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Am Nachmittag hatte es bereits im Zentrum der Stadt Zusammenstöße von israelischen Fußballfans und Sicherheitskräften gegeben. Dabei wurden nach Polizeiangaben etwa zehn Personen festgenommen – wegen Störung der öffentlichen Ordnung und des verbotenen Besitzes von Feuerwerkskörpern. Bereits vor dem Spiel hatte es auch nahe dem Stadion im Südosten der Stadt vereinzelt Auseinandersetzungen gegeben. Etwa 200 Demonstranten versuchten nach Angaben der Polizei, zu der Spielstätte zu gelangen.

Ein mehrheitlich marokkanischer Mob veranstaltete eine Hetzjagd auf Juden in Amsterdam
„Am Vorabend der Kristallnacht (...) erneut antisemitische Gewalt auf den Straßen Europas“
Der Staat Israel teilte auf X mit: „Schreckliche Szenen aus Amsterdam gestern Abend, die die dunkelste Geschichte Europas widerspiegeln: Hunderte von Maccabi-Fans wurden gestern Abend nach dem Spiel gegen Amsterdam überfallen und brutal angegriffen. Mobs skandierten antiisraelische Parolen und teilten stolz Videos ihrer Gewalttaten in den sozialen Medien – sie traten, schlugen und überfuhren sogar israelische Bürger. Am Vorabend der Kristallnacht – als Juden im nationalsozialistischen Deutschland brutalen Angriffen ausgesetzt waren – ist es erschreckend, erneut antisemitische Gewalt auf den Straßen Europas zu erleben.“
„2024 findet in Europa ein Pogrom statt“
Der israelische UN-Botschafter Danny Danon auf X: „Wir erhalten sehr beunruhigende Berichte über extreme Gewalt gegen Israelis und Juden auf den Straßen Hollands. Im Jahr 2024 findet derzeit in Europa ein Pogrom statt. Das sind die wahren Gesichter der Unterstützer des radikalen Terrorismus, den wir bekämpfen. Die westliche Welt muss jetzt aufwachen!! Dies ist die Zeit, in der die Vereinten Nationen die Gewalt der Palästinenser und ihrer Unterstützer unverzüglich und deutlich verurteilen sollten. Die niederländischen Behörden müssen jetzt entschlossen gegen den Terrorismus vorgehen.“
Die israelische Botschaft in Deutschland auf X: „Grausame Szenen aus Amsterdam: Hunderte Maccabi-Fans wurden nach dem Spiel gegen Ajax brutal angegriffen. ‚Ich gebe Ihnen mein Geld bitte.‘ – die verzweifelten Worte eines israelischen Fußballfans, während er von einem ‚Free Palestine‘-rufenden Mob zusammengeschlagen wurde. Am Vorabend der Reichspogromnacht erleben wir erneut antisemitische Gewalt auf Europas Straßen. Es ist eine Schande, was israelische Menschen ertragen müssen.“
Zu den Ausschreitungen kam es, obwohl die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema eine Israel-Hasser-Demonstration verboten hatte. Sie hatte befürchtet, dass es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Anhängern des israelischen Fußballvereins kommen würde.
Die Zeitung „Telegraaf“ schrieb, nachts seien israelische Fans in die Stadtmitte gefahren und mit Stühlen beworfen worden. Die Polizei habe sie zu ihrem Hotel geleitet.
Ein Polizeisprecher: „Die Unruhen auf und um den (zentralen) Dam-Platz bestanden aus kurzen Zwischenfällen, die sich sehr schnell auflösten, als wir eintrafen.“ Und weiter: „Es gab keine Verletzten, für die wir den Krankenwagen rufen mussten. Es mag Verletzte gegeben haben, die sich nicht meldeten oder sich selbst versorgten, aber dabei waren wir nicht beteiligt.“
Laut der israelischen Zeitung „Haaretz“ riefen die Angreifer „Free Palestine“. Ein israelischer Fußballfan erzählte einem TV-Sender, er und sein Sohn seien von rund 15 jungen arabischen aussehenden Männern angegriffen worden. Ihm sei ein Zahn ausgeschlagen worden, sein Sohn sei zweimal ins Gesicht geschlagen worden.

Pro-Palästina-Demonstranten am Abend in Amsterdam.
Die israelische Botschaft in den USA meldete: „Hunderte Maccabi-Fans wurden heute Abend in Amsterdam überfallen und angegriffen, als sie nach einem Spiel gegen Amsterdam das Stadion verließen. Der Mob, der es auf diese unschuldigen Israelis abgesehen hat, hat seine Gewalttaten stolz in den sozialen Medien geteilt.“
Netanjahu habe angeordnet, zwei Maschinen in die Niederlande zu schicken, um die Fußballfans auszufliegen, schrieb das Büro des Regierungschefs auf der Nachrichtenplattform X. „Ministerpräsident Netanjahu nimmt den schrecklichen Vorfall sehr ernst und fordert die niederländische Regierung und die Sicherheitskräfte auf, energisch und schnell gegen die Randalierer vorzugehen und die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten.“
Israels Präsident Izchak Herzog: „Mit Grauen sehen wir heute Morgen die schockierenden Bilder und Videos, von denen wir seit dem 7. Oktober gehofft haben, sie nie wieder zu sehen: ein antisemitisches Pogrom gegen Fans von Maccabi Tel Aviv und israelische Bürger im Herzen von Amsterdam.“
Der israelische Außenminister Gideon Saar schrieb: „Nach den schwerwiegenden Vorfällen stehen wir mit den Behörden in den Niederlanden in Kontakt. Jeder Israeli oder Jude, der sich derzeit in Not befindet oder Informationen zu den Gewalttaten hat, wendet sich bitte an das Lagezentrum.“
Der Fußballverein Maccabi Tel Aviv postete bei X eine lange Nachricht: „Liebe Fans, nach den Ereignissen des Abends steht der Club in direktem Kontakt mit dem Außenministerium und dem Ministerium für Kultur und Sport, um die Rückkehr der Fans in Amsterdam zu koordinieren. Unser Hauptziel ist die sichere und schnelle Rückkehr der Fans nach Israel. Wir rufen alle unsere Fans auf, den Anweisungen des Nationalen Sicherheitshauptquartiers Folge zu leisten. Nach dem schweren Vorfall in Amsterdam richtete das Ministerium für Kultur und Sport eine Hotline für Familien von Fans in Amsterdam ein – 0723452355.“
Dazu schickte der Verein Vereine Hinweise an die Anhänger: „Bewegungen auf der Straße sollten vermieden und in den Hotelzimmern geschlossen werden. Die nach außen Tragen israelisch-jüdischer Symbole muss vermieden werden. Die örtliche Polizei muss sofort über jeden Bedrohungs-/Angriffsvorfall informiert werden, und die örtliche israelische Vertretung muss unter der Telefonnummer 0031646312161 informiert werden. Sie können auch das Lagezentrum des Außenministeriums unter 02-5303155 anrufen. Wer kann, soll seinen Rückflug nach Israel vorziehen. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass eine Verstärkung der Flugzeuge zurück nach Israel erwartet wird.“
Die Gemeinde Amsterdam veröffentlichte diese Pressemitteilung: „Die Nacht nach dem Fußballspiel zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel Aviv war sehr turbulent und es kam zu mehreren Gewalttaten gegen Maccabi-Fans. An mehreren Orten in der Stadt kam es zu Angriffen auf Anhänger. Die Polizei musste mehrfach eingreifen, israelische Anhänger schützen und sie zu Hotels eskortieren. Trotz der massiven Polizeipräsenz in der Stadt wurden israelische Anhänger verletzt.“
Und weiter: „Das Ausmaß der Vorfälle, Opfer und Festnahmen wird derzeit untersucht. Die örtlichen Behörden (Bürgermeister, Polizeichef und Oberstaatsanwalt) stehen unter anderem mit der niederländischen Regierung, der israelischen Botschaft und der jüdischen Gemeinde in Amsterdam in Kontakt, die über die Situation sehr besorgt sind.“

Die Bilder aus Amsterdam könnten auch aus Berlin stammen.
„Keine Entschuldigung für das antisemitische Verhalten“
Die Gemeinde verurteilt die Attacken: „Dieser Gewaltausbruch gegenüber israelischen Anhängern ist inakzeptabel und kann in keiner Weise verteidigt werden. Es gibt keine Entschuldigung für das antisemitische Verhalten der Randalierer, die gestern Abend aktiv nach israelischen Unterstützern suchten, um sie anzugreifen und anzugreifen.“
Zu Bild sagte Josef Schuster (70), Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland: „Das sind Bilder des Schreckens. Die Hatz auf Juden ist wieder ausgebrochen – das waren keine Krawalle unter Fangruppen.“
Der niederländische Politiker Geert Wilders auf X: „Ein Pogrom in den Straßen von Amsterdam. Wir sind zum Gazastreifen Europas geworden. Muslime mit palästinensischen Flaggen machen Jagd auf Juden. Das werde ich NICHT akzeptieren. NIEMALS. Die Behörden werden für ihr Versäumnis, die israelischen Bürger zu schützen, zur Verantwortung gezogen.“
Nie wieder.
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