Israel warnt vor Anschlägen in Europa: 450 aktive Hamas-Terroristen in Deutschland
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Bilder aus London, Berlin, Wien und Paris gehen aktuell um die Welt und zeigen: Der Westen hat viel zu lange sein muslimisches Antisemitismus-Problem ignoriert. Doch konkret stellt sich die Frage: Wie groß ist das Hamas-Problem in Deutschland? Eine Antwort liefert jetzt ein Bericht der Jerusalem Post.
Laut eines Berichts dieser Zeitung schätzt der deutsche Bundesnachrichtendienst das Personenpotential der Hamas auf 450. Das Potenzial der schiitischen Terrormiliz Hisbollah wird auf 1.250 geschätzt. Die Zahl der Unterstützer beider Organisationen dürfte hingegen weitaus höher sein und eine vier- bis fünfstellige Zahl aufweisen.

Mehr als 1300 Menschen verloren durch den Hamas-Terror ihr Leben. Trotzdem erfährt die Hamas in Europa große Unterstützung, etwa in London.
Dem niederländischen Islamismusexperten Wim Kortenoeven zufolge, gebe es „eine Zurückhaltung in Deutschland“ nach eigenen Gesetzten gegen islamistische Terroristen vorzugehen. Stattdessen werde immer wieder beschwichtigt und die Gefahr heruntergespielt.
Im Bericht kommt auch der ehemalige Brigadegeneral Amir Avivi, Gründer des israelischen Defense and Security Forums, zu Wort. Er fordert Deutschland dazu auf, „diese Leute festzunehmen“. „Hamas ist vergleichbar mit dem Islamischen Staat. Es ist eine sehr gefährliche Ideologie. Was Israel erlebt, wird Europa erleben, wenn sie nicht handeln“, so der General. Er fügte hinzu: „Deutschland muss Hamas als eine Einheit betrachten, die Israel eliminieren will.“

Ein Davidstern wurde in Berlin Prenzlauer Berg mit blauer Farbe auf eine Haustür gesprüht.
Anfeindungen und Angriffe auf jüdische Personen wahrscheinlich
Derweil kommt der polizeiliche Staatsschutz in einer 19-seitigen Gefährdungsbewertung zum Schluss, dass in Deutschland eine „erhöhte Gefährdungslage“ vorherrscht. Die B.Z. hatte zuerst darüber berichtet. „Anfeindungen bis zu Angriffen auf erkennbar israelische oder jüdische Personen im Stadtgebiet […] liegen im Bereich des Wahrscheinlichen“, heißt es darin. Auch Sachbeschädigungen an jüdischen und israelischen Einrichtungen werden als „wahrscheinlich“ eingeschätzt.
Auch das Werfen von Molotowcocktails und Schüsse auf Einrichtungen sind Gegenstand des Berichts: Diese seien zwar aktuell unwahrscheinlich, aber möglich.
Zudem wird immer klar: Der islamistische Judenhass hat sein Zentrum in Berlin-Neukölln. „Als bevorzugte Versammlungsorte für pro-palästinensische Versammlungen kristallisiert sich der Bereich Nordneukölln (insbesondere Hermannplatz, Rathaus Neukölln und das Kottbusser Tor) sowie das Regierungsviertel heraus“, heißt es im Lagebericht. Die Szene trifft und hält sich außerdem an der nördlichen Sonnenallee und in der High-Deck-Siedlung auf. Dort hatte es unter anderem an Silvester Ausschreitungen mit der Polizei gegeben. Jugendliche setzten zudem einen Bus in Brand.
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Offizelles Betätigungsverbot – inoffiziell weiter aktiv?
Die libanesische Terrormiliz Hisbollah hat offiziell seit 2020 ein Betätigungsverbot in Deutschland. Kritiker kritisieren immer wieder, dass deren Unterstützerumfeld mittels neuer Vereinen und Organisationen weiter aktiv sei und ihre Unterstützung für die schiitische Miliz verschleiern könne.
Für die sunnitische und palästinensische Hamas hat Bundeskanzler Olaf Scholz vergangenen Freitag ein Verbot angekündigt, das unter anderem auch deren Unterstützernetzwerk und Organisationen wie Samidoun betreffen solle.

In Berlin versammelten sich zahlreiche Hamas-Unterstützer trotz Versammlungsverbots. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei.
Am Wochenende kam es zu antisemitischen Demonstrationen im ganzen Bundesgebiet, unter anderem in Frankfurt und Berlin. Obwohl für Sonntag die Polizei eine Versammlung in Berlin untersagt hatte, kamen mehr als 1.000 Personen zum Potsdamer Platz. Es kam zwischenzeitlich zu Randalen und Gewalt zwischen Demonstranten und Polizei.
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Jan A. Karon
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