Jetzt spricht der Mann, den Baerbock vor Gericht zerrte: „Unfassbar. Ich dachte, die Unterschrift ist gefälscht …“
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Es ist ein unfassbarer Vorgang: Weil Michael Much ein Spott-Plakat über vier Spitzen-Grüne auf seinem Grundstück zeigte, sollte er 6000 Euro Strafe zahlen. Die Staatsanwaltschaft sah „den Tatbestand der Beleidigung gegen Personen des politischen Lebens in vier tateinheitlichen Fällen zum Nachteil von Cem Özedmir, Annalena Baerbock, Dr. Robert Habeck und Ricarda Lang als erfüllt“ an. Much wehrte sich und stand heute vor Gericht.
Das Urteil: Freispruch! „Mir ist so Stein vom Herzen gefallen, weil die Staatsanwältin hat natürlich schon sehr viele Ausführungen gebracht, was für eine Verurteilung sprechen könnte.“ Im Abschlussplädoyer hatte die Staatsanwältin gesagt: „Lang wird wegen Leibesfülle ständig verächtlich gemacht. Wenn eine Person, die derart dick ist wie Ricarda Lang, als Dampfwalze dargestellt wird, ist das reine Stimmungsmache.“ Sie forderte eine Geldstrafe und wollte das Banner einziehen lassen. Dem folgte der Richter nicht.
So sahen die Plakate aus:



Much sagt, er wollte einfach nur seine Meinung sagen. „Ich habe mir nie vorstellen können, was das für ein Echo hervorruft, dass das so ankommt. Aber ich habe viele Rückmeldungen aus dem ganzen Land bekommen von Menschen, die einfach gesagt haben: Sie treffen hier einen Nerv! Dass das so ein Ausmaß annimmt, das hätte ich nie ahnen können.“
Besonders brisant: Erst im Gerichtssaal erfuhr der Unternehmer aus Bayern, dass Außenministerin Annalena Baerbock höchstpersönlich den Strafantrag gegen ihn unterschrieben habe. Much über diesen Moment: „Wir haben uns echt die Frage gestellt, ob die Unterschrift wirklich von ihr ist – weil das ist eigentlich unfassbar. Wegen so einer Sache dann tatsächlich auch noch einen Strafantrag zu stellen … da ist mir nichts mehr eingefallen.“
Das ganze Gespräch mit Michael Much finden Sie hier:
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