„Jung, männlich, nicht-deutsch“: Polizeipräsidentin Slowik äußert sich zu Messergewalt
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Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat sich in einem Interview zu der steigenden Zahl von schweren Gewalttaten mit Messern geäußert und die Täter als „jung, männlich, nicht-deutsch“ beschrieben. In dem Gespräch bei n-tv sagte Slowik: „In den vergangenen Jahren sehen wir bei der Gewaltkriminalität einen Anstieg insgesamt, wie auch bei den nicht-deutschen Straftätern in der Hauptstadt.“ Dabei seien Nichtdeutsche „überrepräsentiert“.
Weiter führte Slowik aus, dass man in der Hauptstadt in den letzten Jahren „einen Anstieg“ sehe, „gerade auch bei Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden“. Messertäter würden jünger. „Ich schließe mich da der von Niedersachsen geforderten Verschärfung des Waffenrechts an“, so die 58-Jährige.
In den vergangenen Wochen kam es zu einer Vielzahl von Messerangriff in der Bundesrepublik, die in der Öffentlichkeit eine Debatte über den Zusammenhang von schwerer Gewaltkriminalität und Migration beförderten. Am 30. Mai stach ein 26-jähriger afghanischer Islamist, der zuvor als Flüchtling nach Deutschland gekommen war, auf mehrere Personen bei der islamkritischen Kundgebung Michael Stürzenbergers ein. Der Polizist Rouven L. erlag gut 30 Stunden später seinen Verletzungen. Auch in Wolmirstedt, Ingolstadt oder Weiden bei Hannover kam es zu teils schweren Messerangriffen, die von Migranten verübt worden waren.
Die Zahl der Angriffe mit Tatmittel Messer war laut BKA in Deutschland gestiegen. Im Jahr 2020 zählte man noch 10.131 Angriffe, drei Jahre später lag die Zahl schon bei 13.844. Weitet man die Definition aus und erfasst weitere Stichwaffen, kommt man sogar auf mehr als 26.000 Angreife im Jahr, wie NIUS recherchiert hatte.

Ein von der Polizei beschlagnahmtes Messer.
Schwelle, Polizisten anzugreifen, sinkt
In Bezug auf Messerverbotszonen während der Europameisterschaft – also städtische Areale, in denen das Mitführen von Stichwaffen untersagt ist – sagte Slowik: „Zugleich halten wir uns die Frage nach zusätzlichen Messerverbotszonen offen. Wir behalten die Lage im Blick und gewinnen fortwährend Erkenntnisse, auch aus den Begegnungen in den anderen Austragungsorten. Das wird für uns dann nach der Vorrunde noch einmal wichtig. Je nachdem, welche Spielbegegnungen und Fans wir in der Stadt erwarten.“
Schon jetzt sind relevante Bereiche Berlins, darunter alle Fanmeilen, zu Messerverbotszonen erklärt worden. Dort können Beamte auch verdachtsunabhängige Kontrollen durchführen. Auch der Marktplatz in Mannheim, wo der Angriff auf die Stürzenberger-Kundgebung stattfand, war eine Messerverbotszone. Geholfen, den Angriff zu verhindern, hat diese Regelung nicht.
Außerdem äußerte sich Slowik zum sinkenden Respekt gegenüber Polizeikräften. So sagte sie, dass die Erfahrungsberichte ihrer Kollegen den Schluss nahelegen, „dass in Teilen der Bevölkerung der Respekt [gegenüber der Polizei] nachlässt.“ Auch die Schwelle einen Polizisten anzugreifen, sei es nur durch ein Schubsen, sei deutlich gesunken.
Auch bei NIUS: Ehrenmorde, Messerangriffe, falsches Alter: Die Gewaltakte Afghanistan
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