Keine Hochzeiten mehr an Samstagen! Berliner Standesämter wegen Selbstbestimmungsgesetz und neuem Namensrecht überlastet
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An einem Samstag heiraten? Nicht mehr in Berlin! Fünf Bezirke der Bundeshauptstadt setzen ab sofort die Trauungen an Samstagen aus. Grund: Es gibt mehr Personalbedarf wegen neuer Gesetze, aber keine neuen Stellen.
In den Berliner Bezirken Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf und Mitte setzen die Standesämter ab sofort Trauungen an Samstagen aus. Auch Eheschließungen außerhalb der Standesämter sind zumindest in Reinickendorf nicht mehr möglich.
Der Grund: Das Personal reicht nicht mehr für die wachsenden Aufgaben.
„Massive Überlastung“ der Standesämter
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Reinickendorf hatte noch versucht, die Samstagshochzeiten weiter zu ermöglichen. Doch Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) konnte dem Begehren nur eine Absage erteilen. Man könne lediglich dafür sorgen, dass nicht noch weitere Einschränkungen folgen.

Emine Demirbueken-Wegner (CDU) ist seit April 2023 ist sie Bezirksbürgermeisterin des Berliner Bezirks Reinickendorf.
Als Grund nennt die Bezirksbürgermeisterin eine drohende „massive Überlastung“ der Standesämter infolge diverser Gesetzesänderungen. Unter anderem greift ab voraussichtlich Mai 2025 ein neues Namensrecht. Bürger können dann für einen Übergangszeitraum von zwei Jahren ihre Namen entsprechend dem neuen Namensrecht ändern. Temporär sind dafür pro Bezirk zwei weitere Standesbeamte vorgesehen. Doch berlinweit gehe man von einem Mehrbedarf von etwa 90 Stellen aus.
Neues Selbstbestimmungsgesetz sorgt für mehr Betrieb in den Standesämtern
Außerdem können Bürger künftig ihren Geschlechtseintrag ändern lassen. Die Umsetzung übernehmen die Standesämter. So sorgt auch das Selbstbestimmungsgesetz für erhöhten Arbeitsaufwand. Allein im Bezirk Reinickendorf brauche man vier bis sechs zusätzliche Standesbeamte, um diese Last zu stemmen.
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