„Kriminelle Gruppen können leicht die Grenze überqueren“: Japanisches Außenministerium warnt eigene Bürger vor arabischem Drogenkrieg in Deutschland
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Bemerkenswerte Warnung aufgetaucht. Das japanische Außenministerium warnt auf der Seite des Konsulats in Düsseldorf die eigenen Bürger vor der Sicherheitsheitslage in Nordrhein-Westfalen. „Obwohl Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern als relativ sicher gilt, gibt es Statistiken, die zeigen, dass die Zahl der Straftaten mehr als zehnmal so hoch ist wie in Japan und dass kriminelle Gruppen wie in diesem Fall problemlos die Grenze überschreiten und ein- und ausreisen“, heißt es in einem Communique. „Bitte beachten Sie diese Dinge und achten Sie auf Ihre Sicherheit.“ Zuerst hatte der X-User Argo Nerd darüber berichtet.

Die Seite auf Japanisch gehört offiziell zum Außenministerium.
Weiter führt die Website aus: „Seit Ende Juni kam es in NRW zu einer Reihe von Explosionen in Köln, Engelskirchen und Duisburg.“ In den frühen Morgenstunden des 11. Juli sei es zudem in der Düsseldorfer Innenstadt zu einer Explosion gekommen.
Hintergrund der Warnung dürften gewalttätige Auseinandersetzungen der sogenannten Mocro-Mafia sein. So kam es in der jüngeren Vergangenheit zu Auseinandersetzungen zwischen marokkanischen und arabischen Personen mit Verbindungen in die Organisierte Kriminalität. „Wir haben hier eine neue Dimension der Gewalt im Bereich der organisierten Kriminalität erleben müssen, die es so hier in Deutschland meines Wissens noch nicht gegeben hat“, sagte der Kriminaldirektor Michael Esser im Kölner Polizeipräsidium. Bei dem Konflikt, der aus den Niederlanden nach Deutschland übergeschwappt ist, kam es zu Sprengstoffexplosionen und Geiselnahmen in Westdeutschland. Genau darauf rekurriert nun das japanische Außenministerium.

Schwer bewaffnete Polizisten sichern im Februar einen Prozess, bei dem ein Urteil gegen die niederländische Mocro-Mafia gefällt wurde.
Angsteinflößung als typische Taktik von Drogengruppen
So schreibt die diplomatische Vertretung: „Die Ermittlungsbehörden untersuchen die Möglichkeit, dass ein Konflikt zwischen Drogengruppen mit Einfluss in den Niederlanden hinter der Explosionsserie und dem Haftvorfall letzte Woche in Köln stecken könnte.“ Es gebe Berichte, wonach es „eine typische Taktik von Drogengruppen in den Niederlanden ist, Bomben auf Parteien zu legen, die mit rivalisierenden Gruppen verbunden sind, und diesen Parteien Angst einzuflößen.“
Und: Die Warnung ob der verschärften Sicherheit führt zu konkreten Handlungsempfehlungen für japanische Staatsbürger. „Japanische Einwohner und Reisende sollten bedenken, dass die Explosion im Stadtzentrum stattgefunden hat, und Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, zum Beispiel verdächtige Objekte nicht berühren und sofort evakuieren, wenn sie eine verdächtige Situation bemerken“, so das Generalkonsulat in Düsseldorf. „Bitte seien Sie sich dessen bewusst.“
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