Kulturelle Aneignung! Auftrittsverbot für Didgeridoo-Spieler
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Mega-Aufregung um ein abgesagtes Konzert in Kiel. In der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein sollte am 13. Oktober eigentlich der Profimusiker Tom Fronza (53) aus Herford (NRW) auftreten. Jetzt wurde das Konzert vom Veranstalter abgesagt.
Die Organisatoren vom alternativen Kollektiv „Fahrrad Kino Kombinat“ warfen dem Musiker Fronza „kulturelle Aneignung“ vor, da er das Didgeridoo spielt, berichten die „Kieler Nachrichten“. Das Instrument werde aber vorrangig von den Ureinwohnern Australiens gespielt.
Fronza selbst zeigte sich von der Entscheidung überrascht und enttäuscht und antwortete in einem langen Facebook-Post. Verärgert zeigte sich der Musiker auch darüber, dass ihm diese Entscheidung nie direkt mitgeteilt wurde – mehrere Kontaktversuche seinerseits blieben erfolglos. Er warf den Organisatoren „kulturelle Bevormundung“ und „Aneignung sondergleichen“ vor.
Der Musiker will trotz der Absage und der irren Kontroverse weiterhin in Kiel auftreten. Nachdem er den Brief veröffentlicht hatte, lud ihn der Inhaber des Kieler Mambo Hairclubs zu einem Konzert am 7. Oktober ein.
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