Kulturimperialismus und Ideologie: Wieso der Islam mehr als nur eine Religion ist
Ein Beitrag von
Die Geschichte der Menschheit ist geprägt von kulturellen Begegnungen und evolutionären, friedlichen Verschmelzungen. Sie ist aber auch geprägt von Kollisionen, Invasionen und Verdrängungen. Der Islam, eine der großen abrahamitischen Religionen, hat im Laufe seiner Geschichte die einheimische Kultur in verschiedenen Regionen der Welt zumeist verdrängt, teils sogar fast vollständig ausgelöscht.
Das zeigt, dass der Islam nicht nur eine Religion ist, sondern häufig einen kulturimperialisitischen Anspruch hat – auch in Deutschland.
Symbolhafter Gebetsakt am Brandenburger Tor
In der heutigen Zeit, in der die Welt durch Globalisierung und Migration enger zusammenrückt, kommt es immer häufiger zu derartigen kulturellen Begegnungen.
Das Brandenburger Tor, Symbol der deutschen Einheit und Freiheit, wurde jüngst als Kulisse für ein Gebet der Solidarität mit der Terrororganisation Hamas und den Palästinensern genutzt. Die Akteure dieses Gebets, das trotz staatlichen Verbots tatsächlich stattfand, senden dabei eine ganz klare Botschaft: „Wir sind hier”. Das Ausrollen der Gebetsteppiche war weniger ein spiritueller Akt, sondern vielmehr die Demonstration von Präsenz und Einfluss des Islams in Deutschland. Der Islam ist nicht hier, um zu koexistieren, er ist hier, um zu übernehmen.
Unterstützt wird dieser Vorwurf von den immer häufiger aufkommenden Forderungen nach einem Kalifat – also einem islamischen Gottestaat. Ob auf Demos oder im Netz, die Forderungen werden lauter und erreichen immer mehr Menschen.

Ein Gebet vor dem Brandenburger Tor – eine Machtdemonstration.
Bei den pro-palästinensischen Demonstrationen kommt es immer wieder zu symbolischen Bildern. Islamisten bedecken westliche Wahrzeichen mit ihren Fahnen und besprühen diese mit Graffitis. Das alles im Namen des angeblichen Humanismus. Die Ironie liegt darin, dass gerade dieser, durch toxischen Liberalismus ermöglichte, Pseudohumanismus die Zunahme an Islamismus und Akzeptanz zivilisationsfeindlicher Ideologien begünstigt. Wenn der Westen sich nicht wehrt und die zweite Wange hinhält, respektieren Feinde der Freiheit das nicht. Sie sehen diese Freundlichkeit als Schwäche und weiten ihren Einfluss aus.
Bei Forderungen nach einem an den Westen angepassten Islam hagelt es Kritik von muslimischen Dachverbänden. Nach der Veröffentlichung des Entwurfs des neuen CDU-Grundsatzprogramms störte sich unter anderem Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, an der Passage: „Muslime, die unsere Werte teilen, gehören zu Deutschland“.
„Spicken bei der AfD war schon in der Schule nicht besonders klug“, sagte Mazyek zu dem Zitat aus dem Programm. Vermutlich hoffte er so das legitime Bekenntnis zur deutschen Leitkultur mit der Islamfeindlichkeit, die der AfD vorgeworfen wird, gleichzusetzen.
Anscheinend gehören, in seinem Weltbild, auch „wertfremde“ Muslime zu Deutschland. Möglich wäre auch, dass Deutschland die Werte des Islams übernimmt – dann wird die kritisierte Passage der CDU obsolet. Eine dystopische Vision, die heute wahrscheinlicher als je zuvor wirkt.
Die Geschichte zeigt gefährliche Muster
„Seit Beginn der klassischen Zeit zwischen dem neunten und dem elften Jahrhundert teilen die islamischen Juristen die Welt in zwei Teile, nämlich das „Haus des Islam“ und das „Haus des Krieges“. Diese Zweiteilung hängt nicht davon ab, wo Muslime in großer Anzahl leben oder gar die Mehrheit darstellen, sondern davon, wo der Islam herrscht - in Gestalt der Scharia - oder wo er nicht herrscht. Diese Dichotomie ist also keine religiöse, sondern eine politische. Zwischen diesen beiden Teilen der Welt herrscht naturgemäß so lange Krieg, bis das Haus des Krieges nicht mehr existiert und der Islam über die Welt herrscht (Sure 8, 39 und 9, 41)“ schreibt der Historiker Egon Flaig in einem Artikel in der FAZ.
Der Islam unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Christentum und dem Judentum. Eine der auffälligsten Unterschiede ist die enge Verknüpfung von Religion und Politik im Islam. Während das Christentum und das Judentum im Laufe der Zeit eine Trennung von Kirche und Staat entwickelt haben, bleibt der Islam in vielen seiner Ausprägungen sowohl eine spirituelle als auch eine politische Leitlinie für seine Anhänger.
Im Christentum und Islam unterscheidet sich der Begriff des Märtyrers fundamental. Christliche Märtyrer leiden wie Jesus, halten selbst bei Folter die zweite Wange hin, wohingegen muslimische Märtyrer im Kampf sterben und dafür belohnt werden.
Der Machtanspruch des Islams ist nicht nur auf den Straßen Deutschlands sichtbar – er findet sich auch in den Geschichtsbüchern. Nordafrika, Kaukasus, Iran, Anatolien und viele andere Länder und Regionen verloren ihre Kulturen und ihre Naturreligionen. „Heiden“ wurden zwangsbekehrt oder ermordet und Christen und Juden versklavt.
Häufig kam es in der imperialistischen Geschichte des Islams auch zu der Entführung und Umerziehung von nicht-muslimischen Kindern. Das, was man heute als genozidale Praktik ansehen würde, geschah zum Beispiel mit größtenteils christlichen Kindern aus dem Kaukasus und dem Balken. Diese Kinder wurden zu sogenannten Janitscharen ausgebildet – Elitekämpfer und Leibwächter des osmanischen Sultans.

Istanbul war einst Konstantinopel und die Hagia Sophia Moschee war einst eine Kirche.
Nordafrika, einst Heimat vielfältiger Kulturen
Nordafrika, eine Region, die heute vor allem mit der arabischen und islamischen Kultur in Verbindung gebracht wird, war einst Heimat vielfältiger indigener Kulturen. Die Berber, die Ureinwohner Nordafrikas, hatten ihre eigenen Sprachen, Traditionen und Glaubenssysteme, lange bevor der Islam in die Region einwanderte. Die Einführung des Islams im 7. und 8. Jahrhundert führte jedoch zu tiefgreifenden Veränderungen in der kulturellen Landschaft Nordafrikas.
Die rasche Ausbreitung des Islams in Nordafrika ist nicht nur auf militärische Eroberungen zurückzuführen. Viele Berber sahen im Islam auch eine Möglichkeit, sich von der byzantinischen und römischen Herrschaft zu befreien, die zuvor die Region beherrscht hatte.
Der Kulturimperialismus des Islam
Der Begriff „Kulturimperialismus” bezeichnet die Ausbreitung und Beherrschung einer Kultur durch eine andere, oft mit politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Mitteln. In der Geschichte der Menschheit gibt es viele Beispiele für Kulturimperialismus, und der Islam ist keine Ausnahme.

Die Alhambra in Spanien ist eines der berühmtesten Denkmäler der islamischen Architektur und einer der am besten erhaltenen Paläste der islamischen Welt
Die Ausbreitung des Islams war nicht nur eine religiöse, sondern auch eine kulturelle Bewegung. In vielen Regionen, in denen der Islam Fuß fasste, wurden einheimische Kulturen und Traditionen durch die dominante islamische Kultur verdrängt.
Allerdings gibt es auch ein bemerkenswertes Beispiel für die Wiedergewinnung der eigenen Kultur nach der islamischen Herrschaft: Spanien. Nach fast 800 Jahren maurischer Herrschaft wurde die Iberische Halbinsel im 15. Jahrhundert im Zuge der Reconquista von christlichen Königreichen zurückerobert. Dies führte zu einer Wiederbelebung der spanischen Kultur, Sprache und Religion, obwohl der Einfluss des Islam und der maurischen Kultur in vielen Aspekten der spanischen Kultur bis heute sichtbar ist.
Anzeichen der Übernahme
Immer häufiger bekommt man die Symptome der Übernahme durch den Islam zu Gesicht. Während die „Außerparlamentarische Opposition“ die Straßen des Westens füllt, gründet sich in Großbritannien die „Partei des Islams“. Jetzt kann der auf das Kalifat wartende Moslem sowohl auf den Straßen als auch in der Wahlkabine seine Präsenz zeigen.

Die schwäche der Demokratie macht Platz für das Kalifat.
Die Übernahme ist auch in der Populärkultur sichtbar – denn nicht nur die als „helal“ eingestuften Teile der arabischen Kultur werden importiert, auch das verruchte und unreine findet seinen Platz im Westen. Shishabars statt Kneipen, migrantisch-dominierter und geprägter Deutschrap statt Rockmusik, Schwarma statt Currywurst. Natürlich sind diese Produkte nicht per se schlecht, sie deuten nur auf einen kulturellen Wandel hin, der parallel zu den Dynamiken auf den Straßen und den Kalifatfantasien im Netz stattfindet.
Mehr NIUS:
Erste islamische Fakultät Europas in Münster gegründet
Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
Party-Patriotismus zur WM: „Deutschlandflaggen sind hier verboten“
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Mehr NIUS:
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Burgerladen wird angefeindet, weil er kein Halal-Fleisch verkauft
„Du schreibst zum Beispiel auch mehr Hassmails bei Hitze“: Moderator Eckart von Hirschhausen drückt der WM seine Klima-Agenda auf
Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare