Lehrerin in Nordrhein-Westfalen schlägt Alarm: „Wir erleben Islamismus als Lifestyle“
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Fast die Hälfte der muslimischen Schüler in Niedersachsen glauben daran, dass ein islamischer Gottesstaat die beste Staatsform sei. Mehr als ein Drittel sagen, dass sie Verständnis für Gewalt gegen Menschen haben, die Allah oder den Propheten Mohammed beleidigen. In Nordrhein-Westfalen wurden Fälle von islamischen Sittenwächtern publik; in Berlin die Glorifizierung von Terrororganisationen. Zudem werden deutsche Klasenzimmer immer wieder von roher Gewalt heimgesucht. Junge Menschen stechen mit Messern zu, Großfamilien und Jugendlichengruppen versammeln sich vor Schulgebäuden und schlagen aufeinander ein. Es sind Befunde, die alle Alarmglocken schrillen lassen – und die NiUS unlängst zu dem Schluss kommen ließ: Die Kampflinie mit dem neuen Islam verläuft quer durch unsere Klassenzimmer.

Die Polizeibeamten der Pressestelle Peter Reuters und Steffen Woche stehen am 26.4.2024 vor der Hans-Lenhard-Schule vom Neukirchener Erziehungsverein in Neukirchen-Vluyn. Es hat eine Auseinandersetzung zwischen zwei Schülern gegeben wobei ein Messer im Spiel war.
Im Nachgang der Berichterstattung erreichte uns die Zuschrift einer Lehrerin aus dem ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen. Diese zeigte sich besorgt und wollte mit uns darüber sprechen, was sie als Pädagogin tagtäglich erlebt. Im Interview mit NiUS spricht sie über Islamismus als Lifestyle, Gruppendynamiken und Dominanzkultur Heranwachsenden und die passive Rolle des Lehrerkollegiums und der Elternhäuser. Aus Persönlichkeitsschutzgründen soll die Lehrerin an dieser Stelle Frau Lehmann heißen. Sie unterrichtet in Nordrhein-Westfalen, die Fächer Geschichte, Erdkunde und Politikwissenschaft. Ihre Schüler besuchen die fünfte bis zehnte Klasse, sind also zwischen 11 und 16 Jahre alt. Der wirkliche Name der Lehrerin, ihr Alter sowie die Schule, an der die Frau unterrichtet, sind NiUS bekannt.
NIUS: Frau Lehmann, was läuft schief, wenn die Öffentlichkeit über Schulen diskutiert?
Frau Lehmann: „Man hat gemeinhin die Vorstellung, dass Schulen so etwas wie heile Orte sind, an denen der Nachwuchs hierzulande gebildet wird. Dabei bemerke ich, dass die Öffentlichkeit viel zu wenig weiß darüber, was an den Schulen wirklich abgeht. Ich sehe das in meinem engsten Kreis. Mein Sohn geht zum Beispiel aufs Gymnasium, und da laufen ganz andere Dinge ab als an der Realschule. Die Leute wissen einfach nicht, was los ist. Wenn ich dann meine Storys erzähle, fallen die aus allen Wolken und denken immer, ich bin die Bekloppte, weil es manchmal gar nicht begreifbar ist, wie krass diese Diskrepanz zwischen den Schulformen ist.“
NIUS: Was meinen Sie damit konkret?
Frau Lehmann: „Also, ich habe eine 9. Klasse übernommen. Durch Zufall habe ich dann in den letzten Wochen herausfunden, dass ein litauischer und ein polnischer Schüler zum Islam konvertiert sind. Dabei war die Gruppe von Jungs in der Klasse war sehr verschlossen. Sie haben niemanden so richtig an sich rangelassen. Es war eine ziemlich gemischte Gruppe, darunter ein paar Deutsche, einige nicht-deutsche Europäer, aber eben auch einige Araber. Alles, was ich herausgefunden habe, habe ich durch Nachfragen, Hinhören und auch Lauschen erfahren, wenn sie sich unterhalten haben, weil es nie öffentlich kommuniziert wurde. Ein Junge hatte in seinem engsten Freundeskreis mehrere arabische Kumpels, die ihn dann in die Moschee mitgenommen haben. Aber in der Zeit, in der er seinen Abschluss gemacht hat, war das Thema präsent. Er hat sich mir gegenüber verändert, besonders in seiner Art und Weise, wie er mit den Mädchen umgegangen ist. Ich habe schon gemerkt, da ist irgendwas im Gange.“
NIUS: Was hat die Zuwendung zum Islam mit dem Jugendlichen bewirkt?
Frau Lehmann: „Mit dieser Konversion ging auch eine Veränderung des Verhaltens einher, besonders im Umgang mit mir als Lehrerin und mit den Mädchen in der Klasse. Diese wurden gemaßregelt und kritisch angesehen, wenn sie sich zu westlich verhielten. Er wurde stiller und introvertierter. So, als sei er in seinen Gedanken ganz woanders, obwohl zuvor sichtbar wurde, dass der Junge Lebesfreude hat.“

Gedankenverloren sitzt ein Junge im Unterricht in seiner Schulklasse. Symbolbild
NIUS: Wie erklären Sie sich das?
Frau Lehmann: „In meiner Klasse kann ich beobachten, dass ein oder zwei Jungs, die in der Peergroup viel Macht haben, bestimmte Jungs unter ihre Fittiche nehmen und sie in ihren inneren Kreis integrieren. Dann merkt man, dass sie sich den Habitus dieser Jungs zu eigen machen. Diese Jungs sind dann auch oft Muslime, die in die Moschee gehen und gläubig sind. Sie ziehen die anderen mit, besonders die, die dafür anfällig sind oder eine Führung brauchen, die sie anderswo nicht finden.“
NIUS: Es gibt ja die These, dass der Islam gerade unter jungen Menschen identitätsstiftend und fast schon ein Lifestyle ist. Ahmad Mansour sprach von einer „Generation Allah“. Inwiefern nimmst du das im Umgang mit Jugendlichen wahr?
Frau Lehmann: „Das würde ich auf jeden Fall so unterschreiben. Zum Beispiel ist es so, dass von Ramadan zu Ramadan immer mehr Jungs, die bisher nicht muslimisch waren, sich plötzlich loyal gegenüber dem Islam verhalten – und auch auf ihr Frühstück verzichten. Lehrer und Lehrerinnen wurden gemahnt, die Schüler anzuhalten, sie könnten jetzt was frühstücken oder trinken, weil damit Muslime benachteiligt werden, die nichts trinken und essen. Es wurde erwartet, dass wir alle mitmachen. Es ist heutzutage unter Jugendlichen cool, ein Muslim zu sein, mehrfach zu beten. Das hat mit Gruppendynamik, mit Zugehörigkeit zu tun. Es wurde im Unterricht auch gefragt, ob Muslime das Klassenzimmer verlassen dürfen, um draußen zu beten. Natürlich nicht, sagte ich. Aber dann wird mit Religionsfreiheit argumentiert. Und in den Diskussionen solidarisieren sich dann Nicht-Muslime mit Muslimen.“

Imam Mohammed Sak (DITIB Moschee Heiligenhaus) steht am Freitag, 15. März 2024 auf der Bühne beim gemeinsamen Fastenbrechen für Schüler während des Ramadans in der Aula der Schule in Heiligenhaus.
NIUS: Was passiert, wenn Leute da nicht mitmachen wollen?
Frau Lehmann: „Zum Einen wird Ablehnung oder Widerspruch verheimlicht. Schüler, die das vielleicht kritisch sehen, sagen das nicht offen. Unter den Schülern kriegt man das als Lehrerin nur mitgeteilt, wenn man sich aktiv umhört. Ältere Schüler beeinflussen dabei Jüngere und fromme Muslime üben Druck auf säkulare aus. Es gab auch schon Ärger auf dem Schulhof, wenn liberale Muslime die Regeln nicht befolgten. Und die frommen Muslime sind ohnehin fragwürdigen Einflüssen ausgesetzt: Manche Jungen sagen, sie dürfen nicht mehr neben Mädchen sitzen, weil ihr Imam es so sagt. Wenn ich sage, das ist hier egal, gibt es Diskussionen. Man weiß nicht, wie man reagieren soll. Schulleiter wissen nichts, Bezirksregierung weiß nichts. Es fehlt eine klare Handlungsanweisung. Diese Dynamik hat sich in kürzester Zeit wirklich verschärft. Man weiß als Lehrerin oft nicht, wie man reagieren soll und hat manchmal auch Sorge um sich selbst. Ich mache den Mund nicht zu und sage nicht einfach, dass sich Mädchen nach hinten setzen sollen, aber ich weiß, dass es Eltern gibt, die mich verfolgen. Und im schlimmsten Fall kann das auch körperliche Gewalt nach sich ziehen. Stichwort Messer.“
NIUS: Es gab jüngst zwei große Polizeieinsätze wegen gezogener Messer in Wuppertal. Man hat das Gefühl, diese Gewaltkomponente nimmt zu. Wie blickst du auf dieses Thema?
Frau Lehmann: „Wir machen keine Taschenkontrolle, aber ich denke oft, wir sollten das vielleicht einführen. Ich weiß nicht, wie viele Jugendliche Messer dabei haben, aber die dahinter stehende Logik wird definitiv ausgelebt. Das Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn – diese Mentalität wird unter Muslimen eindeutig praktiziert. Auch die Gewalt auf dem Schulhof hat auf jeden Fall zugenommen. Früher haben sich Jungs geprügelt und danach war gut. Heute gibt es auch unter Mädchen mehr handgreifliche Auseinandersetzungen.“

Februar 2024: Amoklauf an einem Wuppertaler Gymnasium. Ein Junge hatte mehrere Mitschüler mit einem Messer verletzt. Mehr als 100 SEK Beamte durchsuchten das Gebäude.
NIUS: Welche Rolle spielt dabei aus deiner Perspektive Sozialisierung und Kultur?
Frau Lehmann: „Oft denke ich, dass in diesen Drohgebärden eine Machtdemonstration steckt. Man wird beäugt, gemustert, angerempelt, zurechtgewiesen. Der biodeutsche Junge hat Respekt vor der Gruppe Muslime, die durch den Hof streift, und will sich nicht mit ihnen verscherzen. Andere Jungs, die affin dafür sind, lassen sich einkassieren. Es hat etwas Sektenartiges, dass sie einkassiert werden. Es gibt zwei Lager: die, die sich dem anschließen, und die, die sich fernhalten.“
NIUS: Das klingt so als gebe es Rassismus und Diskriminierung auch gegen weiße deutsche Schüler.
Frau Lehmann: „Ich bekomme oft zu hören, ich gebe eine schlechte Note, weil jemand schwarze Haare hat. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Die Schule, an der ich unterrichte, versucht zu sensibilisieren und nicht-weiße Schüler bei jeder Möglichkeit einzubeziehen. Bei der Frage nach Rassismus geht es oft um Dominanzkultur und wenn man annimmt, dass jeder Mensch rassistisch sein kann – eigentlich eine linke Weltsicht –, dann ist es nur logisch, dass auch nicht-weiße Schüler weiße Schüler diskriminieren, wenn sie ihre Kultur als dominant wahrnehmen. Und a propos dominant: Nach den Angriffen auf Israel kamen Mädchen plötzlich mit Hijab zur Schule. Mädchen, die sonst keinen tragen. Das war ein krasser Anblick. Und dann gab es Schüler, eher tonangebende junge Muslime, die zu den Mädchen sagten: »Du musst das Hijab aber bestimmt wieder ausziehen, sonst gibt Frau Lehmann dir eine schlechte Note«. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Kinder aufgrund ihrer Religiosität diskriminiere; aber inzwischen fühle ich mich diskriminiert, in dem Sinne, dass ich neue Realitäten akzeptieren muss, die mir von außen augezwängt werden.“
NIUS: Hast du das Gespräch mit Eltern oder Kollegen gesucht?
Frau Lehmann: „Im Kollegium wird darüber nicht offen gesprochen. Es ist wie ein riesen großer Elefant, der willentlich übersehen wird. Viele Kollegen blenden das aus. Diejenigen, die im Kollegium kritisch sind, haben bereits die Schulen gewechselt oder überlegen auszuwandern. Mit den Eltern ist es oft schwierig. Manche kommen gar nicht zu Gesprächen oder sprechen kein Deutsch. Sie stellen sich im Zweifelsfall vor ihre Schützlinge und sehen sie im Recht. Es gibt praktische Probleme und Überlastung, denn die Schule kann nicht die Rolle der Eltern bei der Erziehung und Integration ersetzen. Multikulti hat sich in vielen Schulen zu eine radikalen Strömung entwickelt, die vieles vernichtet. Das ist nicht die Realität, die wir wollen.“
NIUS: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Lehmann.
Auch bei NIUS: Nach Scharia-Eklat in Neuss: 31 weitere Islamismus-Fälle alleine in NRW-Schulen
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Jan A. Karon
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