Liebe Frau Paus, es heißt nicht „menstruierende Menschen“ – es heißt Frauen!
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Gestern beging Familienministerin Lisa Paus (Grüne) feierlich den „Menstrual Hygiene Day“ und postete dazu illustre Fotos und einen längeren Erklärtext auf Instagram für diejenigen, an denen dieser Feiertag spurlos vorüberging. Immerhin gab es einiges zu feiern, denn der „Menstrual Hygiene Day“ hatte 10-jähriges Jubiläum, weshalb Frau Paus zu einem parlamentarischen Frühstück lud, um sich im Kreis ausgewählter Gäste über Monatsblutungen auszutauschen.

Beim parlamentarischen Frühstück spricht Lisa Paus über Monatsblutungen. (Quelle: Instagram)
… von „Menstruierenden“ zu sprechen, ist frauenfeindlich, verehrte Frau Paus!
„Über Menstruation zu sprechen ist wichtig, denn das Schweigen über die Monatsblutung vermittelt menstruierenden Menschen, dass sie immer noch etwas Schambehaftetes sein“, erklärt Familienministerin Paus auf Instagram. Diese Worte offenbaren, dass die Ministerin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend offenbar nicht in der Lage ist, zu definieren, was denn nun eine Frau ist. Nur Frauen menstruieren. Sonst niemand.

Ministerin Paus bezeichnet Frauen als „menstruierende Menschen“. (Quelle: Instagram)
Beschämend an den Worten ist lediglich der Umstand, warum die Familienministerin diese biologische Tatsache nicht kennt oder aus ideologischen Gründen verdreht. Frau Paus, eine Verfechterin der Trans-Ideologie, möchte mit der Plastik-Formulierung „menstruierende“ andeuten, dass es auch andere Wesen neben Frauen gäbe, die es sprachlich zu inkludieren gilt. Auch wenn sich eine Frau wie ein Mann kleidet oder sich beispielsweise als ein Fabelwesen fühlt, bleiben diese biologisch eine Frau. Und deshalb menstruieren sie. Frauen, als „Menstruierende“ zu bezeichnen, ist schlichtweg zutiefst frauenfeindlich. Weder Frauen noch Männer möchten anhand ihrer Körperausscheidungen tituliert werden. Die Familienministerin versucht sich hier an vermeintlich ideologisch inklusiver Sprache und nimmt dafür lächelnd in den Kauf, Frauen zu diskriminieren.

Frau Paus präsentiert im Kreise ihrer Gäste das „Menstruation Bracelet“. (Quelle: Instagram)
Stigma „Menstruation“
Weiter teilt die Familienministerin in ihrem Post mit, dass anlässlich des „Menstrual Hygiene Day“ ein Zeichen gesetzt würde – und zwar parteiübergreifend. Dieses Zeichen manifestiert sich in dem sogenannten „Menstruation Bracelet“. Es handelt sich dabei um ein Armband, das künstlerisch dem Menstruationszyklus nachempfunden ist, da 28 Perlen, 5 davon rot, aneinander aufgefädelt sind. Auch die Ministerin höchstpersönlich möchte so ein Zeichen gegen „Tabus und Stigma“ von Monatsblutungen setzen – auch ihr Handgelenk ziert ein „Menstruation Bracelet“. Wie ist der Text der Ministerin zu verstehen? Haben sich die Frauen gestern im Parlament parteiübergreifend ihre „Menstruation Bracelets“ gezeigt und auf die entsprechende Perle ihres Zyklus gedeutet, um weltweite Solidarität mit dem Stigma Monatsblutung auszudrücken?
Frau Paus begrüßt zudem, dass das Thema Menstruation zunehmend im öffentlichen Diskurs stattfände, da ein Schweigen über Monatsblutungen „mit Folgen für Bildungs- und Berufschancen, gesellschaftlicher Teilhabe und Gesundheit“ verbunden sei. Die sei übrigens nicht nur in fernen Ländern der Fall, sondern auch in Deutschland. Inwiefern Frauen in Deutschland Jobs verwehrt wurden, weil sie Monatsblutungen haben oder sie aufgrund ihrer Periode von gesellschaftlichen Ereignissen ausgeschlossen wurden, lässt Frau Paus in ihrem Post offen.
Bleibt also die Frage an die Familienministerin: „Frau Paus, was ist eine Frau?“
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Katharina Schmieder
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