Linke Indoktrination im Klassenzimmer! Lehrerinfluencer machen Stimmung gegen „rechts“
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Nach dem Fall am Richard-Wossidlo-Gymnasium in Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem eine 16-jährige Schülerin wegen eines Schlumpfvideos auf TikTok auf Bitte ihres Schulleiters von der Polizei aus dem Unterricht geholt wurde, fragen sich viele: Wie politisch voreingenommen ist eigentlich das Lehrpersonal in Deutschland und wie ernst wird das Neutralitätsgebot in der Schule genommen? Ein Blick auf Instagram, TikTok und Co. liefert Antworten.
Seit einiger Zeit gibt es einen neuen Trend in den sozialen Medien: Lehrerinfluencer. Dabei teilen junge Lehrer im Netz Beiträge und Videos über ihren Berufsalltag, ihre Unterrichtsmaterialien oder ihren Umgang mit Schülern. So weit, so gut. Das Problem dabei: Die Beiträge wirken oft politisch motiviert oder beinhalten ideologisch gefärbte Inhalte. So zeigen sich Lehrkräfte stolz dabei, wie sie Demos „gegen rechts“ besuchen, ihre Schüler ungefragt über Sexualität aufklären oder den islamischen Fastenmonat Ramadan feiern, statt den Deutschunterricht abzuhalten.

Viele Lehrer in den sozialen Medien sehen das Neutralitätsgebot als veraltet an. Hier die nordrhein-westfälische Lehrerin Hülya Atasoyi bei einer Demo gegen „rechts“.
Hohe Klickzahlen und fragwürdiges Lehrmaterial
Antworten darauf, wie politisch unabhängig Schüler im Jahr 2024 unterrichtet werden, lassen sich heutzutage einfach in den sozialen Medien finden, wo Lehrerinfluencer mit ihrem Lehrmaterial prahlen und sich gegenseitig darin überbieten, auf wessen Arbeitsblättern es öfter um Rassismus, Sexismus oder Kolonialismus geht. Ein gutes Beispiel für diesen Trend ist der aktuelle Star unter den Lehrerinfluencern, Gina Waibel. Während die heutige Ethik- und Sportlehrerin früher als Mami-Bloggerin und Videogirl Klicks machte, erreicht die 34-Jährige heute Millionen Aufrufe mit ihren TikTok und Instagram Beiträgen und dem Lehrmaterial, welches sie online teilt.

Früher Videogirl, heute Lehrerin: Die Tiktokerin Gina Waibel.

Die Lehrerin Gina Waibel ist Lehrerin an einer Schule in Baden-Württemberg.
Im Fokus stehen dabei meist Themen, die im Zusammenhang mit dem Islam oder anti-rassistischem Aktivismus stehen, so hat es sich Waibel zur Aufgabe gemacht, Nicht-Muslime für die islamische Lebensweise zu sensibilisieren und andere auf ihre „weißen Privilegien“ aufmerksam zu machen. Dafür erklärt sie anderen Lehrern und Eltern auf ihrem Instagramprofil, dass der regelmäßig von Islamisten genutzte Kampfbegriff „Allahu akbar“ harmlos wäre und auch im Klassenzimmer toleriert werden sollte. Stattdessen müssten Lehrer „offen sein und sich weiterbilden“. Über die Nutzung des Begriffes durch Salafisten oder Dschihadisten klärt das ehemalige Videogirl auf Instagram nicht auf.

Laut Gina Waibel ist der islamistisch behaftete Ausruf „Allahu akbar“ ein harmloses Glaubensbekenntnis.
Neben der Rechtfertigung von radikalislamischen Ausrufen im Klassenzimmer kritisiert Waibel auch das Gebot zur deutschen Sprache im Unterricht und normalisiert sowohl auf ihren Social-Media Kanälen als auch in ihrem Unterrichtsmaterial islamische Ausdrücke wie „Mashallah“, „Yallah“ oder „Wallah“. Auch wenn die Hauptschullehrerin die Vorteile von Mehrsprachigkeit in Internet immer wieder betont, ist es vor allem die arabische Sprache, die die frühere Mami-Bloggerin in ihren Unterrichtsmaterialien verarbeitet.

Deutsche Sprache pfui, arabisch hui? Auf Instagram beschwert sich Gina Waibel über die Forderung, im Unterricht Deutsch zu sprechen.

In diesem Beitrag erklärt die Hauptschullehrerin eine Reihe von Begriffen, die sie auf Social-Media selbst regelmäßig benutzt.
Die Hauptschullehrerin benutzt die islamischen Ausdrücke aber nicht nur in ihrem Sprachgebrauch, wenn sie davon redet, dass jemand „Auge gemacht“ hat oder ihr Outfit „alles auseinandernimmt“ und dabei wahlweise ein „Wallah“ oder „Mashallah“ ans Ende ihres Satzes setzt. Für die Bewertung ihrer Klassenarbeiten nutzt Waibel Sticker, auf denen Sprüche wie „Inshallah nächste Mal besser“, „Uff stabil“ oder „Mashallah“ stehen. Dabei ist nicht nur die Einflussnahme der Sticker auf die Sprachkompetenz der Schüler fraglich, sondern auch die Bedeutung der Sticker selbst. Auf einem der Sticker ist beispielsweise der iranische Rapper Xatar mit der Überschrift „Einfach nur ne schöne Klassenarbeit so mit gar kein Reden“ zu sehen. Xatar spricht in Interviews offen darüber, dass er die deutsche Verfassung ablehnt und ist für Drogenhandel, Raubüberfalle und Liedverse wie „Weißt du Juden verarschen offiziell, doch du bist ehrenlos wie Haji's im Bordell“ bekannt. Mehrere seiner Rapsongs stehen außerdem wegen Jugendgefährdung und dem Aufruf zu Gewalttaten auf der Liste der indizierten Medien. Auch das Gesicht des Rappers und islamischen Konvertiten Manuellsen schmückt mit der Aufschrift „Du hast geschrieben wie ein Löwe“ Waibels Klassenarbeiten. Manuellsen wird der schwer kriminellen Gruppierung Hells Angels assoziiert, ist bereits wegen Körperverletzung vorbestraft und nennt die Gleichstellung von Frauen und Männern „eine falsche Sache“.

Neben Stickern mit lustigen Tiermotiven oder Karikaturen benutzt Gina Waibel auch Sticker mit Abbildungen von verurteilten Straftätern für ihre Klassenarbeiten.
Bemerkenswert ist auch, wofür Waibel Zustimmungs- und Sympathiebekundungen abgibt: Vor drei Wochen versah sie einen Kommentar unter ihrem Beitrag zu „Antimuslimischem Rassismus“ mit dem Inhalt „Deutschland ist haram“, was übersetzt so viel bedeutet wie Deutschland ist sündig und eine klar ablehnende Haltung gegenüber Deutschland ausdrückt, mit einem Like. Nachdem die Moderatorin Helen Fares wegen antisemitischer und anti-israelischer Aussagen vom SWR gekündigt wurde, teilte sie ein Video, in dem sie sich nicht von ihren eigenen Aussagen distanzierte, sondern den SWR für ihre Kündigung schuldig machte. Unter dieses Video setzte Waibel ebenfalls eine Zustimmungsbekundung in Form eines einzelnen Herzes.

Diesen deutschlandfeindlichen Kommentar likte die Lehrerin aus Baden-Württemberg.

Eine klare Solidaritätsbekundung mit der antisemitischen Moderatorin Helen Fares: Dieses einzelne Herz setzte Waibel unter den Beitrag der Moderatorin.
Eduki als Katalysator für linkes Gedankengut
Vor allem die bereits erwähnte Lernmaterialplattform Eduki ist für viele linke Lehrerinfluencer attraktiv, denn: sie wird nicht durch deutsche Schulbehörden reguliert oder anderweitig staatlich kontrolliert. Auch Josef Kraus, der ehemalige Präsident des deutschen Lehrerverbandes, hält dies für bedenklich: „Es ist durch nichts bewiesen, dass die Menschen, die hier Lehrmaterial anbieten, qualifiziert sind und ob das, was sie anbieten, mit den Lehrplänen der Bundesländer konform ist. Im Gegensatz zu den offiziellen Angeboten wie Schulbüchern oder Lehrplänen kann hier außerdem im Grunde niemand verantwortlich gemacht werden.“ Ob die Materialien, die auf der Lernplattform verbreitet werden, mit den Lehrplänen der Bundesregierung konform sind, ist umstritten. Fakt ist aber: Lehrerinfluencer nutzen sie. So auch das ehemalige Videogirl Gina Waibel.

Diese Arbeitsblätter verkauft die Hauptschullehrerin auf der Lehrmaterialplattform Eduki.
Nachdem der CDU-Chef Friedrich Merz sich über die Inanspruchnahme von kassenärztlichen Zahnarztleistungen durch Flüchtlinge beschwert hatte, lud Waibel Lehrmaterial mit dem Titel „Asylbewerber:innen - Kritische Aussagen von Friedrich Merz“ auf Eduki hoch. In der Aufgabenstellung fordert die Lehrerin ihre Schüler dazu auf, Merz einen Brief zu schreiben und ihm zu erklären, „warum seine Aussage nicht stimmt“.

Die Lehrerinfluencerin Hilal Ebcin teilt regelmäßig politische Beiträge auf Instagram.
Auch die Realschullehrerin und Sonderpädagogin Hilal Ebcin aus NRW nutzt die inoffizielle Lehrmaterialplattform. Ebcin, die sich im Internet „Teacher Light“ nennt beschäftigt sich auf Social-Media vor allem mit dem sogenannten anti-muslimischen Rassismus und Rechtsextremismus. Nach der umstrittenen Recherche des Journalismusportals Correctiv über das Postdam Treffen, für das sich das Medium mehrfach korrigieren musste, verbreitete Ebcin auf ihrem Instagramaccount dennoch das Narrativ weiter, dass beim „Geheimtreffen von Potsdam“ Deportationen oder die Ausweisung deutscher Staatsbürger nach ethnischen Kriterien geplant worden war. Zusätzlich lud die Lehrerin auf Eduki Unterrichtsmaterial mit dem Titel „Geheimtreffen“ hoch, in dem sie die Behauptungen von Correctiv unkritisch an Schüler weitervermittelt.

Auf Instagram veröffentlichte die Lehrerin einen Beitrag, in dem sie vor den sogenannten „Geheimplänen“ warnte.

Obwohl die Rechercheplattform Correctiv zugeben musste, dass auf dem Treffen in Potsdam keine Deportationspläne stattfanden, verbreitet Ebcin dieses Narrativ auf ihren Arbeitsblättern weiter.
„Ich hoffe, dass keine anderen Lehrer in Deutschland auf so ein Lehrmaterial hereinfallen.“ Sagt der ehemalige Präsident des Lehrerverbandes, Josef Kraus.
Der Islam im Klassenzimmer
Auch die Grundschullehrerin Ellie, die sich auf Instagram „Vielfältiges Klassenzimmer“ nennt, nutzt die Plattform, um Lehrmaterialien zu verkaufen. Während die Lehrerin normalerweise Fotos von Demos „gegen rechts“ teilt oder Empfehlungen für Kinderbücher gibt, in denen Kindern die Gendertheorie beigebracht wird, teilte die Grundschullehrerin während des muslimischen Fastenmonats Ramadan ganze 6 Materialpakete zum Ramadan auf Eduki. Zum christlichen Osterfest gab es von der Lehrerin kein Material.

Die Lehrerinfluencerin „Vielfältiges Klassenzimmer“ (links) bei einer Demo „gegen rechts“.

Die Grundschullehrerin hat es sich insbesondere zur Aufgabe gemacht, mit Kindern über Sexualität zu sprechen.

Zu Ramadan teilte die Lehrerinfluencerin vor allem Islambeiträge.
Auch der Integrationslehrer, politische Aktivist und Initiator einer Petition zur Abschaffung von Deutschförderklassen, Ali Dönmez, teilte zahlreiche Beiträge über den muslimischen Fastenmonat. Über jüdische oder christliche Feste berichtet auch er nicht.

Der Integrationslehrer und Influencer Ali Dönmez teilte während des streng muslimischen Fastenmonats zahlreiche Beiträge über den Islam.
Ähnlich sieht es bei den anderen Lehrerinfluencern aus. So lies auch Gina Waibel ihre Follower während des muslimischen Fastenmonats an ihrem Unterricht teilhaben und berichtete Stolz darüber, dass sie mit ihren „Schüler:innen“ Ramadanunterricht statt der geplanten Sprachförderung durchführen würde, dafür teilte die Lehrerin Arbeitshefte an Grundschüler aus, in denen vollverschleierte Mädchen zu sehen waren.

Während des muslimischen Fastenmonats Ramadan händigte die Lehrerin Gina Waibel inoffizielles Lehrmaterial an ihre Schüler aus.
Der ehemalige Präsident des Lehrerverbandes, Josef Kraus sieht das als kritisch an. Laut ihm müssen sich Lehrer im Religions- oder Politikunterricht zwar mit dem Thema Islam beschäftigen, aber nur in einer ausgewogenen und objektiven Form. Die im Internet durch Lehrerinfluencer verbreiteten Materialien zum islamischen Ritual Ramadan betrachtet er als problematisch, vor allem in den Materialien von Little Muslims sieht er eine Gefahr. „Die Namen der Herausgeber des Materials von Little Muslims sind nicht bekannt. Wir wissen nicht, ob dahinter vielleicht der Versuch von muslimischen Organisationen oder auch Moscheevereinen wie Ditib steht, auf den Unterricht Einfluss zu nehmen.“
Lesen Sie auch: Das Ditib Versagen: Wie deutsche Politiker unser Land dem Islamismus ausliefern
Statt einseitigen Lehrmaterialien wünscht sich Kraus mehr Aufklärung über den Islam an Schulen, zum Beispiel darüber, dass das Kopftuch ein politisches Symbol sei oder es im Islam keine Vorschrift für Kinder gäbe zu fasten. Auch dass Lehrer ihre Unterrichtsmaterialien auf der kommerziellen Plattform Eduki teilen, kritisiert Kraus: „Es ist ja nichts dagegen zu sagen, dass Lehrer sich untereinander auch austauschen. Aber ich halte das für ziemlich naiv, wenn man seine Materialien auf einer Plattform, die ganz offensichtlich kulturpolitisch einseitig verortet ist, zur Verfügung stellt. Es gibt ganz offizielle, auch von den Ministerien, von der Schulbehörde betriebene Plattformen für den Lehreraustausch.“
Der Beutelsbacher Konsens und die Bundeszentrale für politische Bildung
Laut des ehemaligen Präsidenten des Lehrerverbandes gibt es klare Regeln für die Vermittlung von politischen Inhalten im Religionsunterricht. „Entscheidend ist der sogenannte Beutelsbacher-Beschluss, der vor über dreißig Jahren gefasst wurde und besagt, dass in allen politischen und religionsspezifischen Fragen Ausgewogenheit zu herrschen hat. Es darf keine Indoktrination im Unterricht stattfinden und Schüler dürfen nicht einseitig indoktriniert oder zu einer Meinung überwältigt werden, daher kommt auch der Begriff des Überwaltigungsverbotes.“ Die deutsche Bundeszentrale für politische Bildung sieht das allerdings anders. Dort wird in Broschüren ganz offen für eine Abschaffung des Neutralitätsgebots plädiert.

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger (links), mit der Journalistin Nemi El-Hassan bei der Islam-Youtube-Blogger Veranstaltung „Begriffswelten Islam“. El-Hassan steht wegen antisemitischer Äußerungen in der Kritik.
Im Heft „Politische Bildung intersektional“ heißt es: Es sei problematisch, dass „diskriminierende Positionen von politischen Parteien im Unterricht nicht problematisiert, sondern häufig unkommentiert stehengelassen“ werden. Die „vermeintliche Neutralität führt dazu, dass diskriminierende Strukturen normalisiert, legitimiert, aufrechterhalten oder verstärkt werden“, so die Autoren, die auch eine Lösung für das Problem anbieten:
Lehrer müssten gegenüber „diskriminierenden und menschenfeindlichen ebenso wie rechtsextremen Positionen klar Stellung beziehen, also parteilich sein“. Wer oder was „diskriminierend“, „menschenfeindlich“ oder „rechtsextrem“ ist, bleibt dabei eine offene Frage, die im schlimmsten Fall ideologisch vorbelasteten Lehrern überlassen wird.
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