Neue Studie zeigt große Lücken bei den Mathekenntnissen der Deutschen
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- Vor zehn Jahren hat die Zeit eine repräsentative Studie zu den Mathe-Fähigkeiten der Deutschen in Auftrag gegeben.
- Damals hatten die Deutschen große Schwierigkeiten, relativ einfache mathematische Aufgaben zu lösen.
- Nun wollte die Wochenzeitung wissen, ob sich die Rechenfähigkeiten der Deutschen seit 2013 verbessert haben und stellte dieselben Aufgaben erneut.
Wenn Sie diese Rechenaufgabe korrekt lösen, haben Sie bessere Mathe-Fähigkeiten als zwei Drittel der Deutschen:
Sie fahren eine Strecke von 240 Kilometern mit 100 statt mit 120 Kilometern pro Stunde. Wie viel länger brauchen Sie?
Diese Frage ist eine von 29 Aufgaben einer repräsentativen Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Wochenzeitung Zeit und der Universität Potsdam durchgeführt hat. Zunächst 2013, nun erneut, um zu sehen, ob sich die Rechenfähigkeit der Deutschen in den vergangenen zehn Jahren verbessert hat.
Das Ergebnis: Insgesamt haben sich die Fähigkeiten leicht verbessert, im Mittel lösten die Teilnehmer 20,4 der 29 Aufgaben korrekt. Das ist zwar eine mehr als 2013 - aber immer noch verdammt wenig.
Der Sinn des Tests war laut Zeit nicht, mathematisches Schulwissen abzufragen. Es ging nicht um Sinus und Cosinus, Ableitungen oder Integrale, sondern um Probleme aus dem Alltagsleben: Wie viel Farbe brauche ich, um ein Zimmer zu streichen? Welcher Kühlschrank ist auf die Dauer kostengünstiger? Welche Information enthält eine Infografik?
Frauen schneiden deutlich schlechter ab
Vor zehn Jahren waren neun Prozent der Befragten nicht in der Lage, das korrekte Wechselgeld zu berechnen, wenn sie einen Betrag von 14,32 Euro mit einem 20-Euro-Schein bezahlen. Dieses Mal versagten sogar elf Prozent bei der Wechselgeld-Aufgabe.
Ein Ergebnis allerdings hat sich seit 2013 nicht verändert: Frauen schneiden deutlich schlechter ab als Männer. Sie beantworten im Mittel zweieinhalb Fragen weniger korrekt. Bei einigen Fragen ist der Unterschied laut Zeit besonders groß: Während immerhin 38 Prozent der Männer die Aufgabe mit der unterschiedlichen Fahrzeit bei unterschiedlichem Tempo richtig lösen, schaffen das nur 24 Prozent der Frauen.
Ein kleiner Trost für alle Mathe-Nullen: Selbst das KI-Programm ChatGPT konnte nur 27 der 29 umgangssprachlich formulierten Fragen korrekt beantworten.
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