Neue Umfrage zeigt: Frauen gendern noch seltener als Männer
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In vielen Behörden, in Universitäten und sogar an Schulen hat die sogenannte „Gendersprache“ längst Einzug gehalten. Wenn auch auf institutioneller Ebene implementiert, ist diese Art des Redens unter Durchschnittsdeutschen alles andere als geläufig. Eine neue und repräsentative Umfrage des Instituts für angewandte Sozialwissenschaften (infas) offenbarte dies erneut. Die Wochenzeitung „Zeit“ hatte die Umfrage in Auftrag gegeben. 1048 Menschen nahmen im September 2024 an der Erhebung teil.
Insgesamt gaben 77 Prozent der Befragten an, nicht zu gendern. Genauso viele wie in der Gruppe der Männer. Unter Frauen waren es sogar 82 Prozent. Lediglich drei Prozent der Männer und ein Prozent der Frauen gaben an, immer zu gendern. Acht Prozent der männlichen Befragten und zehn Prozent der weiblichen sagten, sie nutzten gendergerechte Sprache häufig.
Junge Menschen besonders desinteressiert
Spannend ist nicht nur die höhere Ablehnung der Sprache unter Frauen, vor allem, weil diese von Befürwortern häufig als Gewinner einer inklusiveren Ausdrucksweise dargestellt werden, sondern auch das Desinteresse der Jugend, die sich dem Thema weniger widmet als die ältere Generation. 89 Prozent der 18- bis 24-Jährigen gendern laut Umfrage nie oder selten. Unter den über 65-Jährigen sind es nur 78 Prozent.
Damit widerlegt die Umfrage nicht nur den genannten Mythos, Frauen seien Profiteure der Gendersprache und nutzten diese naturgemäß häufiger, sondern auch die Erzählung, die jungen Menschen wollten den progressiven Wandel und seien es leid, von ihren Eltern und Lehrern an der natürlichen Sprachentfaltung gehindert zu werden.
Wenig überraschend ist die hohe Zustimmung zur Gendersprache unter Grünen-Wählern. 29 Prozent gaben an, immer oder oft zu gendern. Unter Unions-Wählern sind es nur zwölf Prozent. Trotz der medial häufig propagierten Sinnhaftigkeit des Genderns, zeigen Erhebungen immer wieder, dass das Sprachphänomen die meisten Menschen entweder nicht interessiert oder gar stört. Erst im vergangenen Jahr hatte das Magazin „Christmon“ in einer Umfrage dargelegt, dass nur 13 Prozent der Deutschen Gendern befürworten.
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