Es war Annalena Baerbocks Prestige-Projekt: Mittels des sogenannten „Resettlement“-Programms für gefährdete Afghanen wollte die Bundesregierung gefährdete Ortskräfte evakuieren und nach Deutschland ausfliegen.
Jetzt stellt sich heraus: Im Rahmen dieses Programms wurden mindestens 25 Scharia-Richtern Aufnahmezusagen gemacht. Bei hunderten weiteren Bewerbern gibt es erhebliche Zweifel an ihrer Identität. Das berichtet Business Insider.
Was war passiert? 2022 sagte das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium 44.000 Afghanen zu, sie in Deutschland aufzunehmen. Das Programm sollte besonders Menschenrechtsaktivisten und verfolgten sexuellen Minderheiten helfen.

Die Aufnahme afghanischer Ortskräfte war ein Herzensprojekt der Bundesaußenministerin Annalena Baerbock.
Hintergründe der Bewerber zweifelhaft
Das Programm lief schleppend an, weil die Visumanträge über die Botschaft in Islamabad organisiert werden mussten und die Ausreise schwierig war. Zwischenzeitlich, im März 2023, wurde es dann schließlich ausgesetzt, weil „Hinweise auf mögliche Missbrauchsversuche im Rahmen der laufenden Aufnahmeverfahren aus Afghanistan“ vorhanden seien.
Demnach waren Hinweise von der Botschaft aus Islamabad in Pakistan eingegangen, dass sich bei den Visabewerbern auch Islamisten, Analphabeten, Betrüger und Terroristen befinden. Etliche Antragssteller würden kaum mit dem deutschen Wertesystem zurechtkommen, viele Bildungshintergründe seien zudem zweifelhaft, weil Abschlüsse in Koranschulen nicht mit Universitätsdiplomen aus Europa verglichen werden können. Das Bundesinnenministerium warnte damals sogar explizit das Auswärtige Amt, die Menschen nach Deutschland einzufliegen.
Doch das Auswärtige Amt und Baerbock höchstpersönlich opponierten. Nius berichtete.
Diese Recherchen von @cicero online zum afghanischen Resettlement der Bundesregierung sind ein faustdicker Skandal und definitiv ein Grund über einen Rücktritt von Annalena Baerbock zu sprechen, deren Behörde Islamisten eine Aufnahmezusage gab – und Sicherheitschecks sabotierte.

„Task Force Evakuierung Kabul“ steht auf einer Tafel in einem Büro der deutschen Botschaft, wo Visumanträge von geflüchteten Afghanen bearbeitet werden, die nach Deutschland ausreisen wollen.
Zweifel an homosexuellen Identitäten und gefälschte Bewerbungen
Kürzlich aber, Ende Juni 2023, reaktivierte die Bundesregierung das Programm zur Aufnahme, wie Business Insider berichtet. Brisant: Seitdem wurden etwa 3000 Anträge bearbeitet, bei fast jedem Dritten wurden Identitäts- und Gefährdungszweifel festgestellt. Heißt: Menschen gaben falsche Namen oder Altersangaben bei ihren Bewerbungen an – oder es lagen Informationen vor, dass die Hilfszusagen an Gefährder und Terroristen erteilt wurden.
Wie sich nun herausstellt, waren die Warnungen aus diplomatischen Kreisen nicht unberechtigt: Unter den fast 3000 getroffenen Zusagen wurden mindestens 25 sogenannte Scharia-Richter identifiziert. Diese sollen 200 Familienangehörige mitbringen.
In 50 Fällen wurden zweifelhafte Angaben gefunden, bei denen die Afghanen keine oder widersprüchliche Nachweise über ihren Lebensweg und eine angebliche Gefährdung durch die Taliban vorgelegt hätten.

Frauen werden in einem Klassenraum einer Polizei-Kaserne, in dem die Flagge der Taliban mit dem islamischen Glaubensbekenntnis hängt, zu Polizistinnen ausgebildet.
Ein erhebliches Problem ist zudem der schwer festzustellende Nachweis, ob es sich bei LGBTQ-Antragstellern tatsächlich um homosexuelle Menschen handelt. Oft sollen diese Antragsteller, so der Bericht, kaum Dokumente und Nachweise vorlegen können, sondern die sexuelle Präferenz als Ausreisegrund ausnutzen, wie aus internen Vermerken aus Diplomatenkreisen hervorgeht.
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