Pflegekraft kann kaum vom Gehalt leben: „Nach Zahlung der Fixkosten bin ich bei null“
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Deutschland fehlen Fachkräfte. Egal, ob in der Wirtschaft, der Gastronomie oder den Sozialberufen, der Kampf um Personal hat längst begonnen. In der Pflege werden laut Statistischem Bundesamt bis 2049 etwa 280.000 bis 690.000 qualifizierte Kräfte fehlen. Dennoch tut sich wenig, um die Arbeit dort attraktiver zu gestalten, sei es durch höhere Gehälter oder weniger Überstunden
Isabell Volovych ist Altenpflegerin in Berlin, sie kennt das Problem. „Man geht 40 Stunden die Woche arbeiten, man schuftet“, erzählt sie im Nachrichten-Talk „Stimmt!“. Und nachdem alle laufenden Kosten gedeckt sind, bleibe dennoch nichts übrig. „Ich bin bei NULL.“ An Urlaub sei überhaupt nicht zu denken. „Das Geld ist ganz schnell weg. Das ist unfassbar“, erzählt Volovych im NIUS-Talk. „Und das mit einem eigentlich guten Job. Das macht einen so traurig“.
Die Pflegerin versteht nicht, weshalb das Bürgergeld im Januar erhöht wurde. „Die 50 oder 100 Euro, die ich dann mehr raushabe, lohnt sich das?“, frage sie sich immer häufiger. „Da besitze ich schon Frust.“ Dabei will Volovych arbeiten. „Ich möchte nicht irgendwem auf der Tasche sitzen. Ich gebe mir Mühe, nicht faul zu sein. Ich möchte etwas zur Gesellschaft beitragen“.
Aber vielleicht nicht mehr in Deutschland. Die Pflegerin spielt mit dem Gedanken, in die Schweiz auszuwandern. „Die nehmen mich mit Kusshand. Eine frisch ausgebildete Fachkraft“. Die Konditionen dort seien sehr gut, die Steuern niedrig.
Die ganze Sendung „Stimmt!“:
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