QR-Code klebt vor dem ISIS-Flüchtlingsheim in Solingen: Diese Instagram-Seite warnt Migranten vor der drohenden Abschiebung
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Vergangenen Freitag ermordete der syrische ISIS-Terrorist Issa al Hasan auf einem Stadtfest in der Klingenstadt Solingen drei Menschen und verletzte weitere schwer. Später stellte sich heraus, dass der Täter schon längst hätte abgeschoben werden sollen.
Nun kam ein aufsehenerregendes Detail ans Licht: Vor der Flüchtlingsunterkunft des Täters prangten Aufkleber, die für eine Instagram-Seite warben, die Migranten vor Abschiebungen warnen.
„26. August: Moldawien + Serbien, 14:00 Uhr Berlin-Brandenburg Flughafen“ oder „27. August: Nigeria + Ghana, Hauptbahnhof München“, wer auf Beiträge der Instagramseite „Deportation Alarm“ stößt, könnte schnell den Eindruck gewinnen, dass in Deutschland täglich Massenabschiebungen stattfinden würden. Seit dem 3. Juni 2021 hat die Seite ganze 684 „Deportation Warnings“, also Warnungen vor spezifischen Abschiebungen, geteilt.

Auf Instagram warnt die Seite „Deportation Alarm“ mit genauen Flugdaten vor Abschiebungen.
684 Abschiebungen in 3 Jahren
Seit Juni 2021 hat die Seite, die ausreisepflichtige Migranten vor ihrer Abschiebung schützen und Anti-Abschiebe-Aktivisten mobilisieren soll, 684 Abschiebewarnungen geteilt. Ob die geplanten Abschiebungen tatsächlich durchgeführt oder verhindert wurden, ist unklar, Fakt ist jedoch: Laut dem Mediendienst Integration waren alleine vergangenes Jahr 48.700 Menschen in Deutschland ausreisepflichtig. Falls die 684 Abschiebungen, vor denen „Deportation Alarm“ bis jetzt gewarnt hat, also tatsächlich durchgeführt worden sind, so wurden dadurch gerade einmal 1,4 % der offiziell ausreisepflichtigen Migranten in ihre Heimatländer zurückgeführt.
Anti-Abschiebeaktivismus auf Social-Media
Nicht erst seit gestern machen Instagramseiten wie „Deportation Alarm“ Stimmung gegen Abschiebungen. Immer wieder wurden in der Vergangenheit geplante Abschiebungen in Deutschland durch linke Aktivisten und Organisationen wie beispielsweise „Pro Asyl“ oder „Seebrücke“ verhindert. Die Taktik dabei ist fast immer die gleiche: Laut der Deutschen Welle vernetzen Aktivisten sich „über Facebook, über Gruppen oder Veranstaltungen“, dann bedrängen sie Behörden oder behindern Abschiebeflugzeuge.
Das Gefährliche daran: oft handelt es sich bei den abzuschiebenden Personen um Straftäter oder Gefährder. So schafften es beispielsweise die Grünen in Chemnitz, die Abschiebung des verurteilten Drogenhändlers Robert A. durch Demonstrationen und Petitionen zu verhindern.
Doch nicht nur online sind Anti-Abschiebe-Aktivisten aktiv. So macht die Seite „Deportation Alarm“, die von der linksradikalen Gruppierung „No Border Assembly“ zu Deutsch etwa „Anti-Grenzen Gruppe“ betrieben wird, auch mit Stickern auf sich aufmerksam. Vor dem Flüchtlingsheim, in dem der dreifache ausreisepflichtige Messermörder Issa al Hasan gelebt haben soll, waren die Sticker aufgetaucht. Obwohl die Polizei bereits in der Vergangenheit versucht hatte, den Syrer nach Bulgarien, dem Land, in dem er das erste Mal europäischen Boden betrat, abzuschieben, scheiterte das Vorhaben.

Ungefähr 10 m vor dem Flüchtlingsheim, in dem Al Hasan gewohnt haben soll, klebte der Sticker der Instagramseite „Deportation Alarm“.
Laut der Neue Zürcher Zeitung soll der Islamist beim ersten Abschiebeversuch der Beamten nicht angetroffen worden sein, woraufhin diese den Fall im Sand verlaufen ließen. Hätten die Behörden weiter nach ihm gesucht und ihn erneut nicht angetroffen, hätte er als flüchtig oder untergetaucht gemeldet werden können. In diesem Fall hätten die Beamten eineinhalb Jahre statt nur einem halben Jahr Zeit gehabt, Al-Hasan ausfindig zu machen. Doch so weit kam es nicht, denn: Al Hasan meldete sich pünktlich nach sechs Monaten bei der Behörde. Kritiker werfen die Frage auf, ob der Messermörder durch eben jene Organisationen wie „No Border Assembly“ über die Fristen informiert wurde und der Terrorist somit ein Schlupfloch fand, um im Land zu bleiben.
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