RAF-Experte Butz Peters: „Es gibt nur zwei Erklärungen, warum Waffen in der RAF-Wohnung waren“
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Auf einmal sprechen alle wieder über die RAF!
Eine Terroristin der Roten Armee Fraktion wurde in Berlin festgenommen, zwei weitere sind auf der Flucht, aber die Spur ist plötzlich heiß. Kaum einer in Deutschland weiß mehr über die Persönlichkeiten, Taktiken und brisanten Details der RAF als Butz Peters. Der Autor und Anwalt war 46 Minuten zu Gast bei „Schuler! Fragen, was ist“ und sprach dort über …
… die Waffenfunde in der Wohnung von Daniela Klette: „Aus meiner Sicht gibt es zwei plausible Erklärungen. Die erste Erklärung ist: Vielleicht hatte sie tatsächlich kein besseres Versteck. Und die andere Erklärung könnte sein: Na ja, die zwei Millionen Euro (Beute aus Raubüberfällen, Anm. d. Red.) könnten ja auch irgendwann mal zur Neige gegangen sein. Dann ist wäre es ja plausibel, zu sagen: Wir behalten unser Werkzeug, um demnächst wieder losmarschieren zu können.“

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… die Taten von Daniela Klette & Co.: „Die dritte RAF-Generation, über die wir jetzt reden, hat zehn Menschen umgebracht und von den zehn Morden ist nur ein einziger geklärt – nämlich der letzte, an einem GSG9-Beamten im Juni 1993 in Bad Kleinen. Der Rest liegt völlig im Dunkeln. Die Ermittler wissen nicht viel. Also die Taten sind nicht aufgeklärt und ich denke, das ist auch eine schallende Ohrfeige für die Angehörigen.“
… die verständnisvolle Berichterstattung der TAZ über die Terroristen: „Die RAF hat ja immer in der linken Szene viele Verständnisträger gehabt. Ich habe auch viel mit Linken gesprochen aus dem RAF-Umfeld oder auch weiter weg. Und die sagen immer: ‚Es waren Genossen von uns damals.‘ Also deswegen gibt es auch ein schwer geklärtes Verhältnis von vielen Linken. Die sagen: Wir waren damals alle Genossen. Wir haben dann in der Post-68-Zeit uns alle plötzlich angefangen zu duzen. Wir haben sozusagen dieselben Wurzeln. Und deswegen gibt es da, glaube ich, diesen etwas kuscheligen Kurs. Ich finde ihn nicht richtig.“
Das ganze Gespräch finden Sie hier:
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Ralf Schuler
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