Ramadan-Wahnsinn an Schulen! Wenn der Unterricht plötzlich zur Religionsstunde wird
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Seit dem 10. März ist ganz Deutschland im Ramadan-Fieber.
In Köln und Frankfurt gibt es dieses Jahr erstmalig eine Ramadan-Beleuchtung, in den Regalen deutscher Supermärkte finden sich plötzlich Ramadan-Kalender und der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz wünscht Muslimen in einer Social-Media-Ansprache einen „gesegneten Ramadan“. Die grüne Bundesministerin des Auswärtigen Amtes, Annalena Baerbock, bezeichnet die islamische Fastenzeit gar als „wertvoll“.
Es ist also keine Überraschung, dass der Ramadan auch in Schulen und Kindergärten schon längst angekommen ist.
Das Klassenzimmer als religiöser Raum
Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit über zwei Millionen Euro finanzierte, zweifelhafte Islam-Fachstelle „Ufuq“ appelliert an Lehrer, dass die Schule „kein (religions-)neutraler Ort“ sei und die Unterrichtsplanung deshalb an die islamische Kultur angepasst werden sollte.
Diverse Bundesländer geben außerdem Leitfäden für den Umgang mit muslimischen Schülern während des Ramadans heraus, die vorschlagen, Fastende während des Ramadans anders zu bewerten. Über die Ungleichbehandlung von fastenden und nicht fastenden Kindern oder über die gesundheitlichen Gefahren des islamischen Fastens für Kinder wird in den Publikationen kein Wort verloren. Auch die „Ufuq“ rät Lehrern, fastenden Kindern nicht das Gefühl zu vermitteln, „Fasten sei ungesund“.

Laut dieser Publikation des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums sollten Belastungen im Sportunterricht an muslimische Schüler angepasst werden.
Lehrer geben Ramadan-Tipps
Auch in den einschlägigen Social-Media-Kanälen gibt es immer mehr Beiträge, die mit Ramadan-Deko geschmückte Klassenräume zeigen – oder von Lehrern, die zum Feiern des Ramadans in der Schule aufrufen.
Die baden-württembergische Lehrerin Gina Waibel gehört zu den beliebtesten Lehrer-Influencern auf Instagram. Obwohl die Lehrkraft keine Religionslehrerin ist, postet die 34-Jährige regelmäßig Videos und Beiträge, in denen sie Schüler über islamische Rituale unterrichtet. Dafür benutzt die Lehrerin zum Beispiel Arbeitshefte, die Mädchen im Kleinkindalter in Vollverschleierung darstellen oder bindet islamische Floskeln wie „Mā schā' Allāh“ in ihre Unterrichtsmaterialien ein.
Auch auf der Internetplattform Eduki.com, auf der Lehrer ihr Lehrmaterial an andere Lehrer verkaufen können, zeichnet sich eine verstärkte Entwicklung Richtung Islam im Klassenzimmer ab. So finden sich dort diverse Lehrmaterialien zum Islam, die von Nutzern mit Namen wie „Vielfältiges Klassenzimmer“ hochgeladen werden

Auf der Lehrmaterialien-Plattform „Eduki“ erstellen immer mehr Lehrer Materialien zum Ramadan.
Die feinen Unterschiede
Doch nicht alle begeistert der Einzug des streng-islamischen Rituals in Bildungseinrichtungen. Auf dem Kurznachrichtendienst X teilt eine Userin ein Video von der Ramadan-Dekoration in einem Kindergarten in Bremen und schreibt dazu:
„Aus Sorge, der Bezug zu Sankt Martin könnte Migranten mit nicht-christlichem Hintergrund ausgrenzen, wurde aus unserem Traditionsfest kurzerhand das ‚Lichtfest‘ gemacht. Zum Weihnachtsmarkt soll man ‚Wintermarkt‘ sagen. Während man im Kindergarten Bremen fröhlich Ramadan feiert.“
Tatsächlich lassen sich in einigen Schulen Unterschiede in ihren Wertschätzungen für einerseits islamische und andererseits christliche Bräuche feststellen. So gibt es immer wieder Berichte über Schulen, in denen zwar Ramadan gefeiert wird, aber kein Ostern, oder in denen nichtmuslimische Schüler angehalten werden, sich an muslimischen Traditionen zu beteiligen.
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Studie warnt vor religiösem Mobbing nicht-muslimischen Kindern
Laut einer Studie des Vereins für Demokratie und Vielfalt in Schule und Beruflicher Bildung (Devi) berichten 90 Prozent der Schulen in Berlin-Neukölln von regelmäßigen Fällen von religiös motiviertem Mobbing, bei denen Kinder zum Beispiel gehänselt werden, weil sie nicht am muslimischen Fasten teilnehmen oder kein Kopftuch tragen.

Laut einem Bild-Interview mit dem Präsidenten des deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, gibt es immer mehr muslimische Schüler in deutschen Großstädten. Teilweise gebe es Grundschulen, „in denen fast nur noch muslimische Schüler sitzen.“ Diese Entwicklung führt vor allem während des Ramadans zu Konflikten.
Auch in einigen Bundesländern wird die Gefahr des religiösen Mobbings während des Ramadans bereits erkannt. So heißt es in einer durch die Stadt Aachen unterstützten Empfehlung:
„Pädagogischen Fachkräften sollte bewusst sein, dass das Thema Fasten unter den muslimischen Schüler*innen unterschiedlich gesehen und auch gehandhabt wird. Es kann im Extremfall zu Abwertungen und Mobbing gegenüber fastenden oder nicht fastenden Schüler*innen kommen“.
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