Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
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In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unser Preisträger Adis Ahmetović.
Die SPD nimmt eine immer feindseligere Haltung zu Israel ein. Jetzt haben sich die Auffälligsten unter ihnen zusammengetan und die Parteiführung aufgefordert, einen noch härteren Kurs zu fahren. Unter den treibenden Kräften: die hier bereits gewürdigte Genossin Isabel Cademartori. Sie findet: „Dass wir uns nicht klarer positionieren, kostet die SPD Vertrauen und Ansehen.“
Vor allem der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, tut sich beim Israel-Bashing unrühmlich hervor. 1993 in Hannover als Sohn bosnisch-herzegowinischer Kriegsflüchtlinge geboren, ist Ahmetović, seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages muslimischen Glaubens. Er spricht auch offen darüber und betont regelmäßig, dass seine Religion seine politischen Ansichten prägt, was seine Einstellung gegenüber dem jüdischen Staat bereits zum Teil erklärt.
Verantwortlich: Israel, nicht die islamistischen Terrorgruppen
Jetzt sagt er: „Israels Regierung ist verantwortlich für Zehntausende Tote im Gazastreifen, eine rücksichtslose Siedlungspolitik im Westjordanland und massives Leid der Zivilbevölkerung im Libanon.“ Dabei könnte Ahmetović wissen, wer für die Kriegstoten im Gazastreifen verantwortlich ist – nämlich die Hamas, die durch ihren Überfall am 7. Oktober 2023 den Krieg auslöste, die israelische Armee gewissermaßen zur Gegenoffensive in den Gazastreifen zog, sich dort unter Zivilisten versteckte und ihre terroristische Infrastruktur in zivilen Einrichtungen errichtete.
Ein klarer Bruch des Völkerrechts, das Ahmetović, wenn es um Israel geht, gern bemüht („diese permanenten Völkerrechtsverletzungen“). Bei Instagram postete der SPD-Abgeordnete ein erschreckend einseitiges Video, in dem er seine antiisraelischen Reflexe auf blamable Weise offenlegte, nebst Begleittext. Nicht nur, dass er Israel für den Mehrfrontenkrieg, den es seit Oktober 2023 führen muss, verantwortlich macht – er erwähnt weder die Hamas, noch die Hisbollah, die einen Tag nach dem Massaker in Südisrael den Norden des Landes mit Raketen angriff und bis heute nicht damit aufgehört hat. Und den Iran natürlich auch nicht. Was ist schon dabei, alle Terrorgruppen und Staaten, die die nahöstliche Region wieder einmal in Flammen setzten, unerwähnt zu lassen und sich auf das angegriffene Israel einzuschießen?

Nennt Kriegsopfer in Gaza „Ermordete“: Adis Ahmetović.
Nun ist man aus der SPD einiges gewohnt, vor allem aus dem Munde von Ministerin Reem Alabali Radovan und Matthias Miersch, der im vergangenen Sommer Israel die Verantwortung für „verhungernde Kinder“ in Gaza anlastete, obwohl es für diese Anschuldigung keinerlei Beweis gibt. Aber Adis Ahmetović geht noch weiter. Wörtlich sagt er: „Im Gazastreifen sind 80.000 Menschen ermordet worden.“ Und: „Es werden seit dem Waffenstillstand immer wieder Menschen ermordet.“
Aus Kriegstoten werden „Ermordete“
Das ist selbst für sozialdemokratische Verhältnisse bestürzend. Zum einen, weil der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion eine Zahl nennt, die nicht einmal die Propaganda der Hamas verbreitet, und wieder einmal nicht zwischen Kombattanten und Zivilisten unterscheidet, in eine (übertriebene) Zahl unterschiedslos Milizkämpfer, Terroristen und Zivilisten packt.
Und zum anderen, weil diese angeblich nicht durch – von ihnen selbst ausgelöste – kriegerische Handlungen starben, sondern dem Blutdurst der Israelis zum Opfer gefallen sein sollen. Mord ist durch Absicht, niedere Motive und Heimtücke definiert, also bezichtigt Ahmetović Israels Armee, die gegen die Hamas kämpft, eines Kapitalverbrechens.
Alle Toten werden Israel angelastet, die islamistischen Terroristen sind fein raus, sie finden nicht einmal Erwähnung. Beim uninformierten Instagram-Nutzer bleibt hängen, dass Israel vorsätzlich und offenbar anlasslos in den Gazastreifen einmarschiert ist und dort, wie auch im Libanon, die Zivilbevölkerung leiden lässt.

Beschädigte Moschee neben einem zerstörten Sanitätszentrum der Hisbollah, die Ahmetović gar nicht erwähnt.
Neue Restaurants im von „Hungersnot“ geplagten Gaza
Außerdem spricht Ahmetović von „eingeschränkten Hilfslieferungen“, obwohl jeden Tag hunderte Lkw-Ladungen mit Hilfsgütern über die Grenze gelassen werden und Palästinenser in sozialen Medien immer wieder mit der Eröffnung hipper Restaurants prahlen. Das konterkariert zwar die Propaganda-Lüge über die „Hungersnot“, der die Welt eine ganze Weile aufsaß, aber haarsträubende Widersprüche waren für sie noch nie ein Problem.
Solange Israelhasser im Westen jedes Märchen glauben, und seien es an die Arktis erinnernde KI-Bilder von bibbernden Palästinenserkindern im Schneesturm, machen sie weiter, und unter Politikern wie Ahmetović finden sie dankbare Abnehmer. Für die „eingeschränkten Hilfslieferungen“ hat der SPD-Mann natürlich ebenso wenig Belege wie für seine Behauptung einer „prekären Menschenrechtslage in Jerusalem und Ostjerusalem“.
Sowohl die inhaltsleeren Vorwürfe als auch Ahmetovićs bösartige Wortwahl sind schlimm genug, aber das Entscheidende ist: Der außenpolitische Sprecher der Regierungspartei SPD verbreitet die Falschmeldung, es sei das angegriffene Israel, das der Aggressor in Nahost ist. Die Toten im Gazastreifen gehen offenbar nicht auf das Konto der Hamas und die im Libanon nicht auf das der Hisbollah. Über die islamistischen Gotteskrieger verliert der Sozialdemokrat kein Wort. Mehr Täter-Opfer-Umkehr geht nicht.
Es werden jetzt noch junge Genossen wie Cademartori und Ahmetović sein, die dereinst die SPD führen werden. Der Gedanke würde erschauern lassen, wäre nicht gewiss, dass diese Partei, wenn die jungen Sozen so weit sind, keine Rolle mehr spielt.
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