Rekordwert bei Allensbach-Umfrage: Immer mehr Deutsche sehnen sich nach Freiheit
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So viele Deutsche wie noch nie trauen sich nicht mehr, in der Öffentlichkeit frei zu reden. Gleichzeitig sehnen sich immer mehr Menschen nach Freiheit.
Das Institut Allensbach erfragt seit Jahren im Freiheitsindex, was der Bevölkerung im Zweifel wichtiger ist: Freiheit oder Gleichheit? Während 1998 sich noch 45 Prozent für die Freiheit entschieden und 40 Prozent für die Gleichheit, liegen die Werte bei mittlerweile 56 Prozent (Freiheit) und 29 Prozent (Gleichheit). Das ist der höchste Stellenwert seit Beginn der Umfrage.

48 Prozent der Bevölkerung fühlen sich eigenen Angaben zufolge „unfrei“. Im vorherigen Jahr lag der Wert bei 45 Prozent, 2021 bei 36 Prozent. Dennoch war das Gefühl schon einmal stärker vertreten. 2017 gaben 51 Prozent an, sich unfrei zu fühlen.
Marktwirtschaft gegen Staatseingriffe
Auf einer allgemeinen Ebene wünschen sich immer größere Teile der Bevölkerung ein Heraushalten des Staates aus der Marktwirtschaft. „Der Staat soll die Preise kontrollieren“ verlangten 1948 rund 70 Prozent, 1969 knapp 60 Prozent und 2023 nur noch 34 Prozent. „Der Staat soll die Preise nicht kontrollieren“ sagten hingegen 18 Prozent (1948), 28 Prozent (1969) und derzeit 38 Prozent (2023).
Fragt man themenspezifisch, gibt es jedoch unterschiedliche Antworten. Eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent der Deutschen wünscht sich beispielsweise Obergrenzen bei der Miete bzw. bei Mietsteigerungen. Nur 16 Prozent glauben, dass diese Obergrenzen keine gute Idee wären.
Laut der Allensbach-Umfrage meinen nur noch 40 Prozent der Bevölkerung, frei reden zu können – der Tiefstwert seit Beginn der Umfrage 1953.
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