Repräsentative Studie von ARTE: Die Mehrheit der Europäer glaubt, zu viele Migranten aufzunehmen
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Es ist wohl die umfassendste Umfrage, die in Europa je gemacht wurde. Insgesamt nahmen 22.726 europäische Frauen und Männer aus 27 Ländern an dieser repräsentativen Online-Umfrage teil. Sie fand vom 27. März bis zum 9. April 2024 statt – veranstaltet wurde sie von großen europäischen Medien, unter anderem vom TV-Sender arte. Es wurden mehrere politische Themen abgefragt.
Die wichtigsten Zahlen zum Thema Einwanderung
Am klarsten waren die Antworten beim Thema Einwanderung. Hier die wichtigsten Zahlen:
Einwanderung wird statistisch von mehr als jedem Zweiten als Problem angesehen, am stärksten in osteuropäischen Ländern wie Bulgarien, der Tschechischen Republik, Ungarn und den Baltischen Staaten.
Bei der Frage, ob es nötig sei, illegale Einwanderung zu bekämpfen, war sich ganz Europa einig: 85 Prozent aller Befragten sind dafür. Auf die Frage, ob das eigene Land „zu viele Migranten aufnehme“, antworteten 71 Prozent der Europäer mit „ja“.

In Griechenland glauben sogar 90 Prozent der Befragten, dass der Staat zu viele Migranten aufnehme. Grundsätzlich teilen mehr als die Hälfte der Befragten in allen Ländern diese Meinung.
In Zypern (84% Zustimmung) und den Niederlanden (79% Zustimmung) glauben sogar noch mehr Befragte, dass man zu viele Migranten aufnehme.
Die Deutschen antworteten beim Thema Einwanderung eindeutig. Das Land lasse zu viele Migranten herein, fanden 77 Prozent aller deutschen Befragten. Auf die Frage, ob Europa überhaupt Migranten brauche, antworteten nur 44 Prozent der Deutschen mit „ja“ – also nicht mal jeder Zweite.

Nur 39 Prozent der Europäer sind der Meinung, Migranten zu brauchen.
Auf die Frage: „Sehen Sie die Einwanderung als Problem für Ihr Land?“, antworteten 74 Prozent der Bulgaren mit „ja“ – der größte Ausschlag aller befragten Länder Europas. Es folgen die Tschechische Republik (73 Prozent), Ungarn (68 Prozent), Zypern (68 Prozent), Slowenien (67 Prozent), Slowakei (63 Prozent), Malta (63 Prozent), Niederlande (62 Prozent), Griechenland (62 Prozent), Lettland (61 Prozent), Estland (60 Prozent), Kroatien (60 Prozent), Polen (59 Prozent), Litauen (59 Prozent), Österreich (59 Prozent) und Belgien 56 Prozent.
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