Neuer Trend auf der IFA: Dein Freund, der Saugroboter
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Spannender Trend auf der „Innovation for all“-Messe (IFA) in Berlin: Haushaltsroboter. Sie sind begehrt, weil sie im Haushalt helfen? Auch, aber es gibt noch einen anderen verblüffenden Grund – viele Nutzer erkennen sie regelrecht als Familienmitglieder an, berichtet die FAZ.
Das soll eine neue Studie namens „Binary Hearts“ belegen. Rund 4.200 repräsentative Roboternutzer aus Amerika, China, Deutschland und Japan wurden im August nach ihrem Verhältnis zum Gerät gefragt. Fast die Hälfte der Befragten in Deutschland spricht den Robotern demnach eine „eigene Persönlichkeit“ zu. 49 Prozent halten Küchenmaschinen, Saughelfer oder Poolreiniger für „einen Teil der Familie“. Fast ebenso viele verbringen gerne Zeit mit ihrem Roboter. Denn: „Er versteht mich.“
„Roboter werden wie Haustiere angenommen“
Konsumfachmann Martin Schulte vermag das durchaus nachzuvollziehen. Der Partner der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman weiß, dass es entspannend sein kann, dem Sauger zuzuschauen: „Roboter werden wie Haustiere angenommen.“ Wer keinen Hund und keine Katze haben will oder kann, adoptiert einen stromfressenden Ersatz aus Plastik und Metall, so Schulte. Das werden nicht alle echten Haustierbesitzer so sehen.

Ein Staubsaugerroboter säubert das Parkett, während die Geschirrspülmaschine Teller bereits gereinigt hat.
Es gibt aber Herausforderungen, die die enge Beziehung Mensch-Maschine mit sich bringt. „Die Menschen in Deutschland erkennen nicht nur die Vorteile von Haushaltsrobotern zunehmend an – sie integrieren die Helfer auch zunehmend in ihre Familie, vergeben Kosenamen und messen die Maschinen mit menschlichen Maßstäben“, sagt Berater Schulte. Daraus erwächst auch eine Verantwortung für die Hersteller, gerade was das Thema Datensicherheit angeht.
Das könnte auch ein Pluspunkt für Unternehmen sein wie Neura Robotics und deren Haushaltsroboter, die sehen, hören und fühlen können. Gründer David Reger: „Unsere Roboter sind nicht dazu da, menschliche Nähe zu ersetzen, sondern sie wieder möglich zu machen.“
Am Rande der IFA bekräftigte er sein Ziel, bis 2030 bis zu fünf Millionen kognitive Roboter auszuliefern.
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