Scharia-Polizei und TikTok-Islamisten: Die Kampflinie mit dem neuen Islam verläuft quer durch unsere Klassenzimmer
Ein Beitrag von
Sie sind jung, radikal und lehnen die deutsche Mehrheitsgesellschaft ab: Nach der Hamburger Machtdemonstration von Samstag diskutiert Deutschland über die islamistische Gruppierung Muslim Interaktiv. Mehr als 1000 Islamisten besetzten am Samstag den Steindamm in St. Georg, reihten sich nach Geschlechtern getrennt auf, hielten Schilder in die Höhe, auf denen ein Kalifat gefordert wurde und skandierten die Losung „Allahu Akbar“. Seitdem ist die Aufregung groß – und es stellt sich die Frage: Was bedeutet das alles für Deutschland?
Neben den Adjektiven jung und radikal fehlt ein drittes in der Aufzählung: deutsch. Denn die Mehrzahl der Islamisten, die sich bei Muslim Interaktiv engagieren – die wiederum aus der verbotenen Hizb ut-Tahrir-Bewegung hervorging – sind nicht etwa Geflüchtete. Vielmehr, das zeigten bereits Recherchen von NIUS aus dem Jahr 2023, sind viele der dort Engagierten integriert, sprechen bestens Deutsch und studieren an deutschen Hochschulen. Insofern führen auch Ausweisungsforderungen von Law and Order-Politikern, die jetzt formuliert werden, ins Nichts. Der Rädelsführer von Muslim Interaktiv etwa, Joe „Raheem“ Boateng, ist deutscher Staatsbürger und Lehramtsstudent. Und dies wirft ein Schlaglicht auf ein anderes Problem: Die Kampflinie mit dem neuen Islam wird in deutschen Schulen stattfinden.
Es reichen Minirock und Cidre-Dose
Erst kürzlich wurde publik, dass fast die Hälfte (45,8 Prozent) der muslimischen Schüler daran glaubt, dass ein islamischer Gottesstaat die beste Staatsform sei. Mehr als ein Drittel, nämlich 35,3 Prozent, sagten, dass sie „Verständnis für Gewalt gegen Menschen“ hätten, die Allah oder den Propheten Mohammed beleidigen. Und immerhin ein gutes Fünftel gab an, dass „die Bedrohung des Islam durch die westliche Welt rechtfertigt, dass Muslime sich mit Gewalt verteidigen.“ Diese Zahlen gehen aus einer Umfrage des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsens hervor. Zwar ist die Zahl der Befragten klein, doch die Ergebnisse zeichnen ein besorgniserregendes Bild einer Schülerschaft, die dem Islam loyaler als einer vermeintlichen Heimat Deutschland sind.
Diese Schüler, sie alle sind potenzielle Konsumenten des Medienangebots von Muslim Interaktiv, das auf Plattformen wie TikTok, YouTube und Instagram hunderttausende Menschen erreicht. Für sie ist ihre Religion, im bewussten Widerspruch zum Westen und der Mehrheitsgesellschaft, identitätsstiftend. Muslimische Identitätspolitik ist Teil des Lifestyles dieser Generation, die Ahmad Mansour einst „Generation Allah“ taufte.

Schrieb über eine „Generation Allah“: der Psychologe Ahmad Mansour.
Längst gehen die Entwicklungen mit Phänomenen an deutschen Schulen einher, die zeigen, dass der Anpassungsdruck und die peer pressure auf deutsche Schüler (und säkulare Muslime) zunimmt. Nachdem bekannt wurde, dass an einer Gesamtschule in Neuss eine Gruppe junger Schüler eine Scharia-Polizei durchsetzen wollte, stellte sich im NRW-Innenausschuss heraus: In den vergangenen zwei Jahren sind 31 weitere solcher Fälle bekannt. In BILD warnte ein Staatsschützer vor einer zunehmenden Anzahl von Konvertiten, die zum Islam übertreten, weil Jugendliche dazugehören wollen. An Berliner Schulen musste die Polizei in Neukölln zu einer Gefährderansprache ausrücken, weil ein 16-jähriger IS-Soldaten und IS-Flaggen als WhatsApp-Profilbild führte. Und in Frankreich mehren sich berichte über Schülerinnen und Schüler, die im Zuge des Fastenmonats Ramadan körperlich und verbal angegriffen wurden, weil sie sich zu freizügig kleideten oder unorthodox lebten. Die Zusammenstöße und religiösen Schocks mehren sich – und nicht selten reicht ein Minirock und oder eine Cidre-Dose, um die frommen Mitbürger so sehr zu provozieren, dass diese schwere Gewalt anwenden.
Demografie als Schicksal
In diese multikulturelle Realität werden junge Deutsche heute zunehmend reingeboren. Sie merken, dass sie mit einer Alltagswirklichkeit konfrontiert sind, in der fremde Sitten über ihren stehen und in der Heimat zu Fremdland geworden ist. Sie merken auch, dass die demografische Entwicklung des Landes sie vor noch größere Probleme stellen wird. Denn auch das ist eine unbequeme Wahrheit: Das Problem der Islamisten, die fordern, dass „der schlafende Riese erwachen“ soll, wird nicht verschwinden, sondern angesichts von Geburtenraten und Nettozuwanderung größer werden. Anders gesagt: Im „multikulturellen“ Hamburg steht eine ganze Generation bereit, von den TikTok-Videos Muslim Interaktivs angefixt zu werden – und künftig für die Sache der Ummah, der Gemeinschaft aller Muslime, auf die Straße zu gehen.

Schulen sind heute nicht nur Schauplätze von schwerer Gewalt und Polizeieinsätzen – wie zwei nacheinander folgende Beispiele aus Wuppertaler Schulen zeigen –, sondern der Ort, an dem sich ein radikaler Gesellschaftswandel vollzieht. Die Ideologie der unkontrollierten Zuwanderung, der Einbürgerungsoffensiven und der bedingungslosen Toleranz gegenüber Intolerantem bringen dabei, das zeigt ein Blick in unsere Schulen, Verwerfungen mit sich. Insofern ist die heutige junge Generation auch ein Opfer des Erbes, das ihnen die 68er-Generation hinterlassen hat. Sie wird politikverdrossen oder nach rechts rücken, wie jüngste Umfragen zeigen, bei denen die AfD und CDU bei 14- bis 29-Jährigen als die zwei stärkste Parteien auf 43 Prozent kommen.
Auch bei NIUS: „Das ist Komplizenschaft mit dem Islamismus“: Hamed Abdel-Samad kritisiert Bundesregierung
Mehr NIUS:
Erste islamische Fakultät Europas in Münster gegründet
Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
Party-Patriotismus zur WM: „Deutschlandflaggen sind hier verboten“
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Mehr NIUS:
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Burgerladen wird angefeindet, weil er kein Halal-Fleisch verkauft
„Du schreibst zum Beispiel auch mehr Hassmails bei Hitze“: Moderator Eckart von Hirschhausen drückt der WM seine Klima-Agenda auf
Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
Jan A. Karon
Artikel teilen
Kommentare