Schüsse und Messerangriffe im ganzen Land: EM-Gewalt außer Kontrolle!
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Es war ein vollmundiges Versprechen, das Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zehn Tage vor EM-Beginn der Bevölkerung gab: Die innere Sicherheit zur EM habe für sie „höchste Priorität“. Sie als Innenministerin werde alles Nötige tun, um zu garantieren, dass die Europameisterschaft in Deutschland friedlich verlaufen wird.
Drei Tage und ein Wochenende nach dem furiosen EM-Auftakt, bei dem Deutschland Schottland mit 5:1 besiegte, stellt sich heraus: Pustekuchen! Von Faesers Versprechen ist nichts übrig geblieben. Deutschland versinkt in Gewalt, bei der sich Messerattacken und Schießerei abwechseln – und den Bundesalltag vielerorts prägen.
NIUS dokumentiert die Blutspur der schlimmsten Fälle, die sich durch Deutschland zieht – und zeigt, wie sehr die innere Sicherheit erodiert ist.
Massenschlägerei in Frankfurt, afghanische Messergewalt nahe Magdeburg
Bereits am Freitagmittag kam es zu einer brutalen Messerattacke in einer S-Bahn in Hamburg. Zwei Tunesier im Alter von 22 und 32 Jahren drückten einen 20-jährigen Algerier in einer fahrenden S-Bahn zu Boden und traktierten ihn mit einem Messer am Kopf. Das Opfer trug eine 15 Zentimeter lange Wunde davon. Die beiden Tunesier wurden festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft. Die Polizei hat festgestellt, dass sie zur Tat alkoholisiert waren, außerdem wurden sie positiv auf Drogen getestet.
In Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt hat am Freitagabend ein Afghane während einer privaten Fußballparty drei Personen mit einem Messer angegriffen. Zwei davon wurden schwer verletzt. Vor dem Angriff hatte der Afghane bereits einen Mann in einer Plattenbausiedlung getötet. Polizisten erschossen den Angreifer, als er im Begriff war, auch sie anzugreifen.
Ebenfalls am Freitagabend war es in Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Angriff auf zwei Mädchen im Alter von acht und zehn Jahre gekommen. Wie die Polizei mitteilte, sollen acht Personen aus einer 20-köpfigen Gruppe dem jüngeren Mädchen unter anderem ins Gesicht getreten haben. Auch der Vater sei angegriffen worden, als er die Jugendlichen zur Rede stellt. Womöglich ist der Angriff rassistisch motiviert. Unklar ist bislang, wer die Täter waren.

Eine Demonstration vor der Malzfabrik in Grevesmühlen.
Am späten Freitagabend hat sich im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach eine Massenschlägerei auf dem Gelände des lokalen Fußballvereins ereignet, bei der ein Mann niedergestochen wurde und später seinen Verletzungen erlag. Die genaue Zahl bei der Geschädigten bei der Auseinandersetzung ist unbekannt, jedoch sprechen unbestätigte Berichte von etwa 15 Verletzten. Am Samstag konnte ein 30-jähriger Tatverdächtiger festgenommen werden. In der Polizemitteilung heißt es, sowohl das 31-jährige Opfer als auch der Tatverdächtige seien deutsche Staatsbürger.
Not-Operation nach Messerattacke im Park, Schießerei in Berliner Stadtteil
Nach einem Streit im Klenzpark in Ingolstadt zückt ein 17-jähriger Afghane ein Messer und sticht auf einen 24-jährigen Mann ein. Der Tatverdächtige flieht und wird einige Stunden später von der Polizei festgenommen. Das Opfer kommt schwer verletzt ins Krankenhaus und muss notoperiert werden.
Am späten Samstagabend ist es im Berliner Stadtteil Moabit zu einer Schießerei gekommen. Die Polizei rückte mit einer Einheit mit Maschinenpistolen an. Bei der Auseinandersetzung wurde ein Mann angeschossen und kam nach Erstversorgung schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Schießerei im Zusammenhang mit dem Länderspiel Italien gegen Albanien stehen könnte.
Am Sonntagmorgen hat die Polizei in Itten bei Hannover einen 30-jährigen Mann niedergeschossen, nachdem dieser sich mit einem Messer in der Hand genähert hatte und Aufforderungen ignoriert hatte, die Stichwaffe fallen zu lassen. Zuvor hatte der Mann das Personal eines Krankenhauses beleidigt und bespuckt.
Am Sonntagnachmittag ist es auf der Hamburger Reeperbahn zu einer Situation gekommen, bei der ein Mann mit Spitzhacke und Brandsatz von der Polizei niedergeschossen wurde. Die Reeperbahn wurde abgesperrt, die Fanzone, in der Tausende Holländer verweilten, umgeleitet werden. Bei dem Täter handelt es sich um einen 37-jährigen Deutschen aus Niedersachsen. Warum er mit der Waffe und brennbaren Mitteln auf der Fanmeile unterwegs war, ist derzeit unklar.
Ebenfalls am Sonntagnachmitag ist es zu einer schweren Auseinandersetzung im Stadtzentrum von Gelsenkirchen gekommen. Dabei gingen serbische und englische Fans im Vorfeld des EM-Spiels aufeinander los, schlugen sich mit Brettern, Tischen und Stühlen. Was der genaue Ausgangspunkt der Massenschlägerei war, ist unklar. Videos im Internet zeigen Szenen, bei denen Vermummte sich einen Straßenkampf liefern und vereinzelt Polizisten dazwischengehen.
Die neue Realität in Deutschland
All diese Fälle sind nur die Spitze des Eisbergs. Aber sie zeigen demonstrativ: Deutschland hat ein Problem mit innerer Sicherheit – und Nancy Faeser die Lage nicht im Griff, obwohl sie dies zur Priorität im Vorfeld der EM erklärt hatte. Fakt ist auch: Neben diesen schweren Fällen der Gewalt trugen sich in ganz Deutschland zahlreiche Fälle von Gewalt zu, bei der es „nur“ zu Schlägereien kam.
Im Nachgang der Attacke von Hamburg sagte der Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann Deutschland habe „ein Sicherheitsproblem“. Dieses sei „hausgemacht durch unsere Politik der letzten Jahre“. Auch der Berufsverband Unabhängige in der Polizei schlug in eine ähnliche Kerbe: „Die Politik der letzten Jahre scheint sich jetzt bitter zu rächen. Man schwadronierte über Polizeigewalt, hielt Personenkontrollen für übergriffig oder rassistisch. Statt Taser und Bodycam wurden vor der EM Lastenfahrräder angeschafft“, hieß es auf deren X-Account.
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