Schwulen- und Lesben-Club hat Angst vor Flüchtlingsheim
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Ein bekannter LGBTQ-Club in Berlin macht sich ernsthafte Sorgen um seine Zukunft. Der Grund: Nebenan soll ein riesiges Flüchtlingsheim entstehen. Deshalb schrieb Inhaberin Carla Pahlau nun einen Offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner.
Ihre Gäste hätten Angst, so Pahlau. „In den vergangenen Monaten erhöhte sich die Zahl der Straftaten gegen homosexuelle Personen in Berlin enorm“, heißt es in dem Brief, der auch unbequeme Wahrheiten parat hält: „Die weitaus überwiegende Zahl der Straftäter sind Migranten mit muslimischem Hintergrund.“

Mehrere Menschen stehen vor einer Bar in der Warschauerstraße – eine der beliebtesten Feiermeilen der Stadt.
In unmittelbarer Nähe des Clubs in der bekannten Partymeile Warschauer Straße soll in einem ehemaligen Hostel eine Asylunterkunft für 634 Personen entstehen. Die Asylbewerber kämen laut einem Bericht der Bild-Zeitung aus der Türkei, aus Afghanistan und Syrien. „Wir wurden erst vor einer Woche über die Eröffnung des Heimes informiert“, kritisiert Pahlau. Die Anwohner seien im Prozess nicht involviert gewesen. In ihrem Brief greift die Betreiberin des Clubs Berichte von Bauarbeitern vor Ort auf, laut denen sogar bis zu 1.000 Flüchtlinge in der Unterkunft Platz finden sollen.
„Dann wird der Club nicht weiter existieren können.“
Komme es nach der Eröffnung des Heimes zu Konflikten mit ihren Gästen, müsse Pahlau ihren Laden zu machen. „Dann wird der Club nicht weiter existieren können.“ Seit über 30 Jahren gilt der Club „Busche“ in Friedrichshain-Kreuzberg als eine der wichtigsten Adressen der Schwulen- und Lesben-Szene.

Der Berliner CDU-Abgeordnete Kurt Wansner
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg wollte sich laut Bild nicht zum Offenen Brief äußern. „Wir halten die Entscheidung für diesen Standort für eine Katastrophe“, erklärten hingegen die beiden Berliner CDU-Abgeordneten Kurt Wansner (75) und Timur Husein (42).
Nicht nur wegen der Nähe zum Schwulenclub. „Auch die Nachbarschaft zur Großraumdisko Matrix, zum kriminalitätsbelasteten Ort Warschauer Brücke sowie zu den Drogen-Hotspots RAW-Gelände und Görlitzer Park werden zu einer massiven Verwerfung im Rudolf-Kiez führen. Es wird einen massiven Anstieg der Kriminalität geben.“ Wansner und Husein weiter: „Wir fordern die verantwortliche Senatsverwaltung daher auf, diesen Standort nicht zu eröffnen.“
Die queerpolitische Sprecherin der Berliner SPD-Fraktion, Wiebke Neumann, hält die Befürchtungen für unbegründet. „Wenn die Geflüchteten etwa durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter auf ihren neuen Sozialraum vorbereitet werden, entsteht auch kein erhöhtes Konfliktpotenzial“, sagt sie zu „Bild“.
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