„sexdiversity“ an der Uni Lübeck: 10,6 Millionen Euro für Gender-Gaga-Forschung
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Seit Anfang April setzt sich der neue Sonderforschungsbereich (SFB) „sexdiversity“ an der Universität zu Lübeck mit der Erforschung der Vielfalt des biologischen Geschlechts auseinander, berichtet die taz. Hierfür erhält die Stelle einen ordentlichen Zuschuss an Steuergeld.
Die Forschung soll „frei von ideologischen Scheuklappen“ stattfinden, so Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter, Leiter der Stelle und Professor für Theorie und Ethik in den Biowissenschaften.
„Dafür erarbeiten insgesamt 27 Forschende aus Medizin, Biologie, Neuro-, Geistes- und Sozialwissenschaften in 17 Teilprojekten die naturwissenschaftlichen und soziokulturellen Bedeutungen des Körpergeschlechts und dessen Auswirkungen“, berichtet die taz.
Faktenfeindliches Misstrauen in die Wissenschaft
„Viele trans*, inter* und nicht-binäre Menschen (TIN) haben ein sehr gebrochenes Verhältnis zur Medizin, weil sie über Jahrzehnte hinweg einem Geschlecht einfach zugeordnet, übergangen und nicht anerkannt wurden“, sagt Rehmann-Sutter gegenüber der taz. Bereits hier beginnt die Faktenfeindschaft, gepaart mit „ideologischen Scheuklappen“, denn Geschlechter werden bei der Geburt nicht zugeordnet.
Die Doktorandin der Uni Humboldt und Biologin Marie-Luise Vollbrecht sagt zu NIUS: „Geschlecht ist nicht vielfältig – Geschlecht ist binär unveränderbar und manifestiert sich ab dem Moment der Zeugung und kann nach wenigen Wochen der Schwangerschaft ohne Zweifel festgestellt werden.“

Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter, Leiter der Stelle und Professor für Theorie und Ethik in den Biowissenschaften.
Kooperation mit der Medizin
Der Institutsleiter Rehmann-Sutter hat vor „die Zusammenarbeit auch für Medizin und Naturwissenschaften erfolgreich zu organisieren, so dass die interdisziplinäre Arbeit auch in Zukunft weiter verfolgt wird.“ Auf der Webseite des Sonderforschungsbereichs heißt es zusätzlich: „In jüngster Zeit hat sowohl bio- als auch geisteswissenschaftliche Forschung Annahmen eines ausschließlich binären und universalistischen Modells von Geschlecht widerlegt.“
Vollbrecht kommentiert das gegenüber NIUS mit „In der Medizin existieren nur Männer und Frauenkörper, alles andere sind Identitätsgefühle, die nicht in den Bereich der Medizin, sondern den Bereich der Psychologie fallen.“ „Die aktuellen Durchbrüche in der Biologie und der medizinischen Forschung zeigen deutlich wie nie zuvor den fundamentalen distinkten Unterschieden zwischen Männern und Frauenkörpern welche sich auch in den Stoffwechselprozessen, den Organen dem Immunsystem und der Anfälligkeit für Krankheiten manifestiert. Insofern ist es lebensnotwendig, dass Mediziner die Realität des geschlechtlichen Körpers anerkennenden und den Körper behandeln, den sie vor sich sehen und nicht den, von dem der Patient fühlt, dass er ihn gerne hätte. Alles andere ist fahrlässig“, so die Biologin.
Zahlen darf der Bürger
„Die DFG fördert die Stelle für vorerst vier Jahre mit knapp zwölf Millionen Euro“, schreibt die taz. Auf NIUS-Anfrage korrigierte eine Sprecherin des Sonderforschungsbereichs die Summe auf 10,6 Millionen Euro runter.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schreibt auf ihrer Webseite: „Die DFG erhält ihre finanziellen Mittel zum größten Teil von Bund und Ländern, die in allen Bewilligungsgremien vertreten sind.“ „Für die Erfüllung ihrer Aufgaben stehen der DFG jährlich derzeit 3,9 Milliarden Euro zur Verfügung, die sie überwiegend von Bund (69,7 %) und Ländern (29,4 %), aber auch aus EU-Mitteln und privaten Zuwendungen erhält“, heißt es weiter. Das bedeutet: Der Steuerzahler finanziert die DFG zu 99,1 Prozent über Bund und Länder und selbst die restlichen 0,9 Prozent bestehen nicht nur aus privaten Zuwendungen, sondern auch aus EU-Steuergeldern.
Auf die Frage, was eine Frau sei, antwortete der Sonderforschungsbereich nicht – dafür beklagte sich die Sprecherin via X über eine angeblich „provokative Anfrage von NIUS“.

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