„Shithole Gelsenkirchen“, „Zombieland Frankfurt“, „Scheiß Stuttgart“: So spottet das Ausland über den EM-Gastgeber Deutschland
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Weiterhin warnt das Ausland vor Alarm-Verhältnissen in gewissen deutschen Städten wie Frankfurt. Jetzt spotten auch noch ausländische Fußball-Fans über den EM-Gastgeber. Darunter: „Shithole Gelsenkirchen“ und „Scheiß Stuttgart“. Auch wird vor Verspätungen der Deutschen Bahn gewarnt und sich über den Nahverkehr beschwert.
In Deutschland herrscht Europameisterschafts-Fieber! Insgesamt in zehn deutschen Städten wird die EM ausgetragen. Am Montag (17. Juni) werden bis zu 20.000 belgische Fans zum EM-Spiel gegen die Slowakei erwartet. Anpfiff ist um 18.00 Uhr. Turnier-Ort: Frankfurt am Main (Hessen). Von Belgien bis nach Frankfurt ist es nicht weit.
Doch: Für die Bankenmetropole hat die belgische Polizei einen Warn-Hinweis herausgegeben. So werden nun die Belgien-Fans explizit und mit brisanten Worten davor gewarnt, das Frankfurter Bahnhofsviertel zu betreten.
Der belgische Polizist Jan Vanmaercke mahnt, dass die deutsche Stadt Frankfurt teilweise NICHT sicher sei: „Der Konsum harter Drogen auf der Straße ist normal. Passanten werden belästigt, Drogenkonsumenten verlangen Geld. Ausländische Medien beschreiben das Viertel als Zombieland, und genau das ist es. Dort ist es nicht sicher.“

Der Polizist und Fan-Experte ist mit sechs weiteren belgischen Kollegen vor Ort. „Wir bitten die Fans, den Bahnhofsbereich so schnell wie möglich zu verlassen“, appellierte Vanmaercke gegenüber der belgischen Zeitung Nieuwsblad.
Auch Briten sprechen Zombie-Warnung aus
Doch nicht nur seitens Belgien wird Alarm geschlagen – sondern auch aus Großbritannien.
Vor dem EM-Start hatte bereits die britische Boulevardzeitung The Sun die EM-Fans vor dem Drogenumschlagplatz im Frankfurter Bahnhofsviertel gewarnt und den Stadtteil nicht nur als „Zombieland“, sondern auch als „Deutschlands größter Slum“ tituliert. Am Donnerstag (20. Juni) tritt die englische Nationalmannschaft im zweiten Gruppenspiel gegen Dänemark an – in Frankfurt. Es werden mit zehntausenden englische Fans gerechnet.

Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist als „No-go-Area“ bekannt für Drogen, Gewalt und Kriminalität.
Zuvor hatte die Europäische Fußball-Union auf ihrer offiziellen Ratgeber-Seite für Spiele in Frankfurt zu einer Übernachtung im Bahnhofsviertel geraten, das wegen seiner zentralen Lage besonders reizvoll wäre. Obwohl seit vergangenen November rund um den Bahnhof eine Waffenverbotszone (von 20 Uhr bis 5 Uhr) eingeführt wurde, um die Sicherheit zu erhöhen.
„Ich denke nicht, dass es in Ordnung ist, wenn die UEFA den Fans empfiehlt, in dieser Gegend zu bleiben. Situationen können dort schnell eskalieren“, zitiert die Sun den langjährigen Leiter der Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“ Peter Postleb.

Selbst die Einwohner in Frankfurt versuchen wegen des Drogen-Hotspots und schwerer Kriminalität das Bahnhofsviertel weitgehend zu meiden.
Schottischer Fan-Verband spottet über Deutsche Bahn
Peinlich: Sogar bei Fußball-Fans im Ausland hat sich bereits herumgesprochen, wie unzuverlässig die Deutsche Bahn sein kann. Pünktlichkeit: war einmal. 2023 kam mehr als jede dritte Bahnverbindung verspätet an – und letzten November war fast jede zweite Bahn unpünktlich.
Nun rät mit Blick auf die Europameisterschaft in Deutschland der schottische Fan-Verband allen Anhängern, die pünktlich den Anpfiff erleben wollen, besser mehr Zeit für den Weg ins Stadion einzuplanen.

Kommt viel zu oft zu spät: die Deutsche Bahn (DB).
Der Tipp für die schottischen Fußball-Fans wörtlich: „Verlasst die Kneipe ein bisschen früher, gebt euch selbst ein wenig mehr Zeit“, so Paul Goodwin. Denn: „Das letzte, was ihr wollt, ist, erst zur Halbzeit anzukommen“, führt der Mitgründer von der Scottish Football Supporters Association gegenüber der Nachrichtenagentur afp aus. „Stellt sicher, dass ihr besser einen früheren Zug nehmt.“
Englische Fans schimpfen über deutschen Nahverkehr
Nach dem EM-Spiel England gegen Serbien in der Stadt Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) mussten tausende Fans der englischen Nationalmannschaft über Stunden warten – und zwar auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Grund: schlechte Organisation.
Über das soziale Netzwerk X zeigten viele England-Fans ihren Ärger darüber. „Es dauerte fast drei Stunden, eine Straßenbahn zu nehmen und die sieben Kilometer zurück zum Hauptbahnhof zu fahren“, schrieb ein X-User.
Auch wären Familien mit Kindern sogar im Bahn-Chaos in Tränen ausgebrochen. Einige kommentierten, die Bahn sei „grässlich“ sowie „eine Schande“. Viele waren gezwungen, auf Taxis umzusteigen.
Stadt Gelsenkirchen wäre „Shithole“
Generell ließen viele England-Fans nach dem Turnier in Gelsenkirchen ihren Ärger und Frust über die nordrhein-westfälischen Stadt freien Lauf. Gelsenkirchen sei „hässlich.“ Ein X-User schrieb sogar: „Gelsenkirchen sieht aus wie ein absolutes Sh*ithole – ich kann nicht glauben, dass Deutschland hier die EM-Turniere veranstaltet.“
Fans ärgern sich über Bahnhof: „Scheiß Stuttgart“
Nicht nur über Gelsenkirchen machen sich ausländische Fans lustig – sondern auch über Stuttgart (Baden-Württemberg).
Schon seit den 90er Jahren wird „Stuttgart 21“ geplant, ein umstrittenes Mega-Bauprojekt. Vor kurzem wurde die Fertigstellung auf Dezember 2026 verschoben. Am Stuttgarter Tiefbahnhof herrscht deshalb seit Jahren Dauer-Baustelle! Und besonders der Fußweg vom Bahnhof und zum Nahverkehr ist gefühlt: sehr weit.
Die dänischen Fußball-Fans waren von den Stuttgarter Bahn-Verhältnissen alles andere als begeistert. Besonders genervt waren sie, von der Langwartezeit auf die passende S- oder U-Bahn. So sang eine Gruppe an Dänen-Fans vor Ort: „Scheiß Stuttgart (...) scheiß Stuttgart ...“
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