Silbermond-Musiker kritisieren Klischees über den Osten
Für Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß („Leichtes Gepäck“) und ihren Schlagzeuger Andreas Nowak sind Urteile über den Osten Deutschlands oft zu generalisierend.
„Den Osten gibt es nicht. Zu sagen, der Osten wählt rechts, ist fatal“, sagte Nowak dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH in Bad Vilbel. Es gebe dort viele Menschen, die anders denken würden, als durch solche Pauschalisierungen unterstellt werde.
Die beiden Musiker der aus dem sächsischen Bautzen stammenden Band empfehlen das Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ – eine kritische Auseinandersetzung mit wiederkehrenden Klischees zu Ostdeutschland, geschrieben von Dirk Oschmann. „Lest das Buch, da sind sehr gute Aspekte drin“, erklärte Kloß.
Das Statement fällt in eine Zeit, in der immer mehr Menschen, vor allem im Osten, das Vertrauen in Politik und Regierung verlieren.
„Deutschland ist nicht mehr demokratisch“ – dieser Aussage stimmt beinahe jeder zweite Deutsche (43 Prozent) zu. In Ostdeutschland (54,3 Prozent) ist das Misstrauen gegenüber der Demokratie aber noch deutlich stärker ausgeprägt als im Westen (40 Prozent).
Und auch, weil die AfD sich anschickt, bei kommenden Landtagswahlen im Osten stärkste Kraft zu werden, sehen sich Menschen in den neuen Bundesländern oft Kritik ausgesetzt.
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