Tiefster Stand seit über zehn Jahren: Geburtenrate in Deutschland stürzt massiv ab
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Es ist eine Entwicklung, die schockiert: Innerhalb der vergangenen zwei Jahre ist die Geburtenrate in Deutschland massiv abgestürzt. Laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung fiel sie von 1,57 Kindern pro Frau im Jahr 2021 auf rund 1,36 im Herbst 2023. Damit ist das Fertilitätsniveau so niedrig wie seit über zehn Jahren nicht mehr.
Die Zahlen stammen aus einer gemeinsamen Veröffentlichung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und der Universität Stockholm im „European Journal of Population“.
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Möglicher Zusammenhang zur Corona-Impfung wurde bislang nicht untersucht
Die Autoren der Studie führen das rapide Absinken auf verschiedene mögliche Ursachen zurück. So sehen sie den abrupten Einbruch im Januar 2022 zunächst als Reaktion auf die beginnende Impfkampagne gegen das Coronavirus neun Monate zuvor.
Die Forscher vermuten, dass viele Frauen angesichts der damals für Schwangere nicht zugelassenen Impfstoffe den Kinderwunsch aufgeschoben haben, um sich erst impfen zu lassen.
Ob der Rückgang der Geburtenrate exakt neun Monate nach Start der Impfkampagne eine Folge der Corona-Impfung selbst ist, wurde bislang allerdings nicht untersucht – weswegen eine klare Aussage darüber nicht getroffen werden kann.

Anfang 2021 startete die großflächige Impfkampagne gegen Corona.
Den verstärkten Geburtenrückgang ab Herbst 2022 führen die Forscher dann auf weitere andere Krisen zurück, die sich in der Endphase der Pandemie entwickelt haben und die sich negativ auf den Kinderwunsch ausgewirkt haben könnten.
Prof. Dr. Martin Bujard vom BIB, Mitverfasser der Studie: „Der Krieg in der Ukraine, die gestiegene Inflation oder auch der fortschreitende Klimawandel haben die Menschen zusätzlich zur Pandemie verunsichert. In einer solchen Zeit multipler Krisen setzen viele ihren Kinderwunsch nicht um“, heißt es in einer Pressemitteilung.
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