Trotz Demos und Buhrufen: Israel steht im ESC-Finale
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Israel setzt sich trotz Gegenwind im Eurovision Song Contest Halbfinale durch und erntet Jubel – während vor der Tür ein Judenhasser-Mob tobt.
Eskalation auf den Straßen, Buhrufe vor der Bühne: Israels Beitrag hat beim Eurovision Song Contest dieses Jahr mit viel Gegenwind zu kämpfen – doch das Publikum hat Sängerin Eden Golan ins Finale gewählt. Mit neun weiteren Acts qualifizierte sie sich am Donnerstagabend in Malmö. Bereits bei den Proben wurde die Künstlerin mit Buhrufen, aber auch mit Applaus begrüßt. Bei der Verkündung des Ergebnisses ertönten mitunter Pfiffe. Bei der Show selbst überwog dann massiv der Jubel.

Auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg, die für ihre pro-palästinensischen Positionen bekannt ist, nahm an den Demonstrationen teil.
Am Donnerstag hatten sich mehrere tausend extrem linke und islamistische Demonstranten versammelt, um den Ausschluss Israels vom Wettbewerb zu fordern. Etwa 5000 Menschen marschierten durch die Stadt, wie von der Polizei bestätigt wurde.
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Diese Protestaktion, die unter dem Motto „Schließt Israel von der Eurovision aus“ stand, zog auch die Teilnahme der zuvor mit Judenfeindschaft aufgefallenen Klimaaktivistin Greta Thunberg nach sich.
Judenhasser wollten Teilnahme verhindern
Der israelische Act ließ sich nicht beirren. Bei einer gefühlvollen Ballade tanzt Golan in einem weißen Kleid, dass optisch an Bandagen erinnert.

Der Sänger Nemo tritt für die Schweiz an.
Auch die Schweiz sicherte sich ein Ticket ins Finale. Theatralisch drehte sich der non-binäre Act Nemo mit kraftvoller Stimme auf einer Scheibe auf der großen Bühne. Rap, Drum and Bass, sogar Oper – alles bei Nemo enthalten. Deutschlands ESC-Kommentator Thorsten Schorn hörte dort obendrein „ein bisschen James Bond“ im Song.
Für das deutsche Publikum sicher nicht unbekannt ist der Beitrag für die Niederlande. Rapper Joost Klein sicherte sich in diesem Jahr mit „Europapa“ einen Platz im Finale. Der 26-Jährige stürmte vergangenes Jahr in Deutschland die Charts, als er gemeinsam mit dem Berliner Rapper Ski Aggu das bekannte Lied von Otto Waalkes „Friesenjung“ in eine Techno-Version verwandelte. Ebenfalls qualifiziert haben sich außerdem Griechenland, Österreich, Armenien, Lettland, Georgien, Norwegen und Estland.
„Big Five“ bereits fürs Finale gesetzt
Als Teil der „Big Five“ sind Spanien, Frankreich und Italien zwar bereits für das Finale gesetzt. Ihre Lieder konnten sie beim zweiten Halbfinale dennoch schon einmal zum Besten geben. Italiens Beitrag erntete an dem Abend großen Beifall für die tanzbare Nummer und dürfte allmählich als einer der Favoriten des Grand Prix gelten.
Damit stehen die 26 teilnehmenden Länder für den Eurovision Song Contest fest. Am Samstag (11. Mai) wird das Finale in der Malmö Arena ausgetragen.
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