Türkische Fans legen Berliner Ku-Damm lahm und zeigen verfassungsfeindliche Symbole
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Den 3:2-Erfolg über Deutschland haben die Fans der türkischen Fußball-Nationalmannschaft ausgiebig gefeiert. Zahlreiche Türkei-Anhänger strömten per Autokorso zum Kurfürstendamm.
Viele feierten den Sieg und hupten, schwenkten die Türkei-Fahne. Doch auch der rechtsextreme Wolfsgruß war an vielen Stellen zu sehen. NIUS-Reporter Marc Sierzputowski hat seine Eindrücke auf Video dokumentiert:
Die Anordnung der Finger gilt als Symbol der rechtsextremen Grauen Wölfe (oder: Ülkücü-Bewegung), einer ultranationalistischen Gruppierung der MHP-Partei, die auch der deutsche Verfassungsschutz beobachtet.
Die Grauen Wölfe gelten mit mehr als 300 Vereinen und mehr als 18.000 Mitgliedern auch in Deutschland als größte rechtsextreme Organisation.
Vor allem in den 1970er Jahren kam es vermehrt zu Gewalttaten und Morden durch ihre Anhänger. Ihr Hass richtet sich vor allem gegen Kurden, aber auch Juden, Christen, Griechen, Armeniern, oder auch die Vereinigten Staaten.
Der Verfassungsschutz schreibt: „Die ideologische Bandbreite der Bewegung [der Grauen Wölfe] reicht von einem nationalistischen Kemalismus bis in den Randbereich des Islamismus.“ Dabei beinhalte die Ideologie „neben übersteigerten nationalistischen auch antisemitische und rassistische, rechtsextremistische Elemente.“
Ganze Straßenzüge lahmgelegt
Die zahlreichen Fans, die nach dem Sieg in die Stadt strömten, legten den Verkehr am Kurfürstendamm und nahezu allen weiteren Straßen in der Umgebung lahm. Erst gegen 2 Uhr morgens beruhigte sich die Lage.
Zum Teil wurde die Durchfahrt für Rettungskräfte durch die zahlreichen Autos erschwert.
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