Umfrage-Hammer: Mehrheit sieht im Bürgergeld einen Anreiz, NICHT zu arbeiten
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Haben die Deutschen ab Januar 2024 keine Lust mehr zu arbeiten? Eine neue Umfrage zum Bürgergeld lässt Schlimmes erahnen: 64 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, dass sich Menschen wegen der Erhöhung des Bürgergeldes zum 1. Januar GEGEN eine reguläre Beschäftigung entscheiden könnten.
Heißt im Klartext: Die überwältigende Mehrheit glaubt, es lohnt sich, den Job zu kündigen und stattdessen Bürgergeld vom Staat zu beziehen.
Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Magazins Stern hervor.

Job kündigen und mehr Netto vom Brutto am Ende des Monats? Das Bürgergeld macht es in einigen Fällen möglich.
Besonders kritisch sehen die Bürgergeld-Erhöhung die Anhänger der AfD und der Union. 86 beziehungsweise 78 Prozent von ihnen meinen, es könnte sich deswegen kaum noch lohnen, einem Job nachzugehen.
Bürgergeld: das Prestigeprojekt der Sozialdemokraten
Wie sehr die SPD den Bezug zu ihren Wählern verloren hat, zeigt die Umfrage nur zu deutlich. Denn auch unter den Wählern der SPD (54 Prozent) und der FDP (60 Prozent) überwiegt die Befürchtung, dass der Anreiz zu arbeiten sinkt.
Absurd, da es sich beim Bürgergeld um ein Herzens-Projekt der Sozialdemokraten handelt.

Über die Hälfte der SPD-Anhänger sieht im Bürgergeld einen Anreiz, nicht arbeiten zu müssen.
Lediglich die Anhänger der Grünen teilen diese Auffassung mehrheitlich nicht. Nur 27 Prozent von ihnen sehen die Bürgergeld-Erhöhung zum kommenden Jahr als Anreiz, nicht zu arbeiten. Für die Umfrage hatte das Institut 1009 Menschen befragt.
Zum Jahresanfang erhöht sich das Bürgergeld
Zum Jahresanfang 2024 steigt das Bürgergeld für mehr als fünf Millionen Erwachsene und Kinder in der Grundsicherung im Schnitt um rund zwölf Prozent. Der Regelsatz wird – wie früher bei Hartz IV – jährlich an Preise und Löhne angepasst. Für Alleinstehende wird das Bürgergeld zum 1. Januar dadurch um 61 Euro auf 563 Euro erhöht.

Das Bürgergeld passt sich den Lohnerhöhungen und Preissteigerungen an. Deshalb steigt die Sozialleistung im kommenden Jahr um 12 Prozent.
Das ist nicht der einzige Bonus: Die Miete inklusive der Betriebs- und Heizkosten wird bei Bürgergeld-Bezug in voller Höhe übernommen. Angesichts der hohen und immer weiter steigenden Miet-, Heiz- und Lebenshaltungskosten sind die Umfrageergebnisse kaum verwunderlich.
„Die sind nicht bescheuert. Die können rechnen!“
CDU-Chef Friedrich Merz kritisierte Mitte November die Bundesregierung dafür, „die falschen Anreize“ in Sachen Sozialleistungen gesetzt zu haben.

Friedrich Merz (68) äußerte sich in einem Interview kritisch zu der Erhöhung des Bürgergeldes.
„Und wenn Herr Heil Menschen, die aus den Beschäftigungsverhältnissen raus und in das sogenannte Bürgergeld reingehen, für bescheuert erklärt, dann kann ich nur sagen: Nein, die sind nicht bescheuert. Die können rechnen!“, so Merz in einem Interview.
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