Unerträgliche Instrumentalisierung: Die linke NGO Campact nutzt Holocaust-Opfer für Kampf gegen TV-Duell
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Die linke Organisation Campact veröffentlichte eine Grafik mit allen bekannten Opfern des KZ Buchenwald. Was wie eine mahnende Geste am Jahrestag der Befreiung wirkt, ist eine Instrumentalisierung von Opfern des Nationalsozialismus. Anlass für die Veröffentlichung ist das TV-Duell zwischen Thüringens AfD-Chef Björn Höcke und CDU-Chef Mario Voigt – statt den zwei Kandidaten hätten die Opfer des Holocausts „zu Wort kommen“ sollen, so Campact.
Am Donnerstagabend sollen Höcke und Voigt bei Welt TV diskutieren – zufällig fällt dieser Termin auf den Jahrestag der Befreiung von Buchenwald. Diese Debatte zwischen zwei demokratisch wählbaren Kandidaten nutzte Campact, um „gegen Rechts“ zu agitieren.
„Ausgerechnet heute, am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald – völlig taktlos“, schreibt die linke NGO auf X.
Opfer des totalitären, antisemitischen und nationalsozialistischen Regime werden für einen Aktionismus missbraucht. Um genau zu sein: 56.000 Opfer Buchenwalds, die sogar namentlich genannt und als entfremdete Argumente gegen Höcke missbraucht werden.
Voigt und Höcke repräsentieren laut Umfragen die absolute Mehrheit der Wähler in Thüringen (ca. 52 Prozent). Das TV-Duell ist eine perfekte Gelegenheit für Voigt, mit Argumenten und Fakten gegen Höcke vorzugehen – gleichermaßen bietet das Duell Höcke die Möglichkeit, Vorwürfe gegen ihn zu entkräften und dem Vertreter der Christdemokraten unbequeme Fragen zu stellen. Diese waren ja bekanntlich 16 Jahre am Stück regierende Partei in der Bundespolitik.
Verbote, Zensur und Petitionen
Campact erlangte Bekanntheit durch eine Petition zum Verbot der AfD. Des Weiteren appellierte die Organisation an TikTok, Profile der AfD zu sperren. „Wir fordern: TikTok muss die rechtsextremen Konten der Partei sperren und die Hass-Botschaften stoppen“, heißt es auf der Webseite der Aktivisten.
Zusätzlich forderte Campact die Landesverbände Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen der AfD zu verbieten und Höcke die Grundrechte zu entziehen.

Aktuelle Campact-Appelle gegen die AfD
Das linke Raunen über die Debatte
Schon seit Wochen kritisieren Linke das geplante Duell. Der Vorwurf: Rechten Politikern soll man keine Plattform bieten und eine Diskussion mit ihnen sei sinnlos.
„Wir wissen: Man kann Faschisten und Rechtspopulisten nicht mit Argumenten ,bloßstellen‘ oder sie ,entlarven‘“, schreibt Campact und hält es an dieser Stelle offenbar nicht für nötig, zwischen „rechts“ und „faschistisch“ zu differenzieren. Was so klingt wie eine Bankrotterklärung und Kapitulation vor der rechten Argumentationsstruktur, ist Konsens in weiten Teilen der Linken.
Die SPD rief zuvor mit einer Kampagne für einen Boykott der Übertragung auf. „TV-Tipp für den 11. April: Bock auf Lügen und Narzissten? Guck lieber GNTM! Schalt dich ein. Und Voigt gegen Höcke ab!“.

Laura Wahl, Grünen-Abgeordnete im Thüringer Landtag, bedankte sich bei Campact. Die Instrumentalisierung von 56.000 Toten, die nicht zu Wort kommen können, um Campact möglicherweise sogar zu widersprechen, teilte sie mit dem Hashtag #Buchenwald.

ARD-Journalist Georg Restle teilte den X-Beitrag von Campact nahezu kommentarlos. „Ohne weitere Worte“, schrieb der ARD-Funktionär.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk fiel auch zuvor mit der Instrumentalisierung von NS-Opfern auf. Der SWR setzten die Hunderttausenden Demonstranten gegen Rechts mit der Weißen Rose rund um Sophie Scholl gleich.

Bereits bei den „Demos gegen Rechts“ wurde der Holocaust und das dafür verantwortliche NS-Regime relativiert und für den politischen linken Kampf ausgenutzt. Schilder wie „AfD wählen ist so 1933“ oder Massen von Sprüchen, die Abschiebungen und rechtskonservative Politik mit den Nazis gleichsetzten, überschwemmten die von der Ampel protegierten Demos gegen rechte politische Meinungen.
Während auf den Demos Kommunisten, Islamisten und andere fragwürdige Akteure Seite an Seite mit linken Politikern marschierten, verband viele von ihnen der Hass auf Israel und das jüdische Volk. Die Parole „Nie wieder ist jetzt“, die für einen Kampf gegen eine islamistische Bedrohung der jüdischen Diaspora entstand, wurde zweckentfremdet gegen „Rechts“ und imaginierte Nazis.
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