Uschi Glas kritisiert Klima-Chaoten: „Wann arbeiten die? Wie machen die das?“
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Immer mehr Prominente distanzieren sich vom Protest der „Letzten Generation“. Zwar haben Uschi Glas oder Reinhold Messner Verständnis für die Ziele der Aktivisten, nicht aber, dass sie sich auf die Straße kleben, den Verkehr aufhalten und für Gefahrensituationen sorgen.
Erst kritisiert die Schauspielerin den politisch korrekten Umgang mit dem Wort „Indianer“ und nun knöpft sie sich in der Berliner Morgenpost die Klimakleber vor: „Ich frage mich, wie die organisiert sind.“ Zwar verstehe sie das Anliegen, aber die Art und Weise, wie sie es machen, sei nicht ihr Ding.
Gerade die Methodik, den Verkehr auf den Straßen aufzuhalten, hält die 79-Jährige für gefährlich. „Ich habe von Fällen gehört, wo eine Frau dringend zu einem Arzttermin musste oder eine Mutter mit drei hungrigen Kindern ein paar Stunden im Stau gestanden ist“, so Glas. Dafür fehle ihr „jedes Verständnis“.

Zwar teilt Uschi Glas die Ziele, nicht aber die Art des Protestes.
Die Schauspielerin ist nicht die einzige Prominente, die sich kritisch mit der „Letzten Generation“ auseinandersetzt. „Sie versuchen, uns zu erpressen!“, meinte ewa Reinhold Messner im April bei Maischberger. Er finde es als Wähler innerhalb einer Demokratie in Ordnung, dass auch Menschen an der Macht sind, die er persönlich nicht gewählt hat. „Diese Stellvertreter haben die Entscheidungen zu treffen, und die können wir mehr oder weniger mittragen“, so der Bergsteiger.

Reinhold Messner macht sich Sorgen um die Demokratie.
„Sie erpressen die Demokratie. Wir müssen aufpassen, dass wir die Demokratie retten“, so Messner. Doch nicht nur das. „Wenn es so weitergeht, haben wir in wenigen Jahren nicht einen Krieg, sondern einen Bürgerkrieg“, so der Bergsteiger. Der 79-Jährige macht sich selbst seit Jahrzehnten für Natur- und Umweltschutz stark. Zwischen 1999 und 2004 saß er für die Grünen im Europaparlament.

Til Schweiger würde die Klimakleber entfernen.
Ähnlich äußerte sich Til Schweiger bei Bild. „Ich weiß nicht, was ich mache, wenn ich mal im Stau stehe und wegen denen einen wichtigen Termin verpasse, weil die da kleben“, sagte der Filmemacher und Schauspieler. „Dann steige ich bestimmt auch aus. Ich habe das Video von einem gesehen, der einen Klimakleber weggezogen hat. Ich glaube, ich würde das genauso machen.“
Fazit: Die Klimakleber verlieren immer mehr an Sympathie. Ob das aber die „Letzte Generation“ von ihren Taten abhält, darf bezweifelt werden.
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Julian M. Plutz
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