Von wegen Wasserkrise! Der Gardasee ist so voll wie seit 21 Jahren nicht mehr!
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Der „Wasser-Krieg“ (Bild) bleibt aus, der „Gardateich“ (Spiegel) ist doch noch ein richtiger See und von den angekündigten „Mondlandschaften“ (Münchener Merkur) ist wenig zu sehen.
Der bei deutschen Touristen beliebte Gardasee ist nicht beinahe leer, er ist so voll mit Wasser wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Die Horror-Szenarien, die von April bis Juni durch deutsche Medien geisterten, sind glücklicherweise nicht eingetreten.
Der Pegelstand liegt bei 1,27 Metern – der höchste November-Wert seit 2002, mehr als 40 Zentimeter über dem langfristigen Durchschnitt. Das heißt übrigens auch nicht, dass nach 1,27 Metern Wasser der Boden kommt, wie gerne suggeriert, der Gardasee ist an der tiefsten Stelle 346 Meter tief, im Durchschnitt 133,3 Meter. Der Pegelstand 0 kommt also nicht einem „leeren“ See gleich, er orientiert sich an Tiefstständen aus der Vergangenheit.

Der derzeitige Wasserpegel (blaue Linie) ist deutlich über dem langjährigen Durchschnitt (grüne Linie).
Die Einheimischen vor Ort können die deutsche Panik nicht nachvollziehen
Ohnehin ist der Pegelstand erheblichen Schwankungen ausgesetzt: Zum einen, weil das Wasser des Gardasees über seinen Abfluss Mincio zur Bewässerung der intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen Verona und Mantua genutzt wird. Zum anderen sind die Schwankungen durch die Wasserentnahme für die Stromerzeugung im Oberlauf der Sarca bedingt.
Trotzdem berichteten zahlreiche deutsche Medien in schrillen Tönen darüber, wie der Klimawandel angeblich dem Gardasee den Garaus zu machen schien – vom drohenden „Krieg ums Wasser“ bis hin zu „Der Gardasee ist nur noch zu 38 Prozent gefüllt“.
NIUS war vor Ort und hat mit den Menschen dort gesprochen: Von der Panik in deutschen Zeitungen war bei den Einheimischen wenig zu spüren.
Schauen Sie hier das NIUS-Original „Dürre? Wasser-Krieg? Von wegen! Die Medien-Lüge vom Gardasee“:
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