Weil sie das Kopftuch ablegen wollte: Türkischer Ehemann soll Frau bedroht, geschlagen und vergewaltigt haben
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Wegen schwerwiegender Anschuldigungen muss sich ein aus der Türkei stammender Familienvater vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Wie die Neue Westfälische zuerst berichtet hat, beginnt am 18. August ein aufsehenerregender Prozess in Nordrhein-Westfalen: Darin wird einem Asylbewerber aus der Türkei zur Last gelegt, schwere Gewalt gegen seine Ehefrau und einen gemeinsamen Sohn ausgeübt zu haben. Dem Mann werden unter anderem gefährliche Körperverletzungen und sexueller Missbrauch, aber auch Verbal-Delikte (Todesdrohungen) zur Last gelegt.
Der angebliche Auslöser für die Taten, so die Anklage der Staatsanwaltschaft: Die Ehefrau wollte nach ihrer Einreise nach Deutschland ihr Kopftuch ablegen und arbeiten gehen.
Die gewaltsamen Übergriffe des 30-jährigen Mannes auf seine Familie sollen in verschiedenen Städten stattgefunden haben, darunter Herford, Frankfurt, Gießen und Bonn. Zunächst, so die Neue Westfälische, soll der Mann in Frankfurt am Main untergebracht gewesen sein, nachdem er 2023 mit seiner Frau und den drei Kindern nach Deutschland gekommen war. In Frankfurt soll er seiner Frau viermal mit dem Tod und der Entführung der Kinder in die Türkei gedroht haben, als sie den Wunsch äußerte, arbeiten gehen zu wollen.

Der Fall wird vor dem Landgericht Bielefeld verhandelt.
Gewaltübergriffe und Drohung, die Familienmitglieder zu töten
Zudem soll der Tatverdächtige die Frau mehrfach geschlagen und getreten haben. In einem Wohnheim in Gießen habe er die Familie in ihrem Zimmer eingesperrt. In der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Bonn soll er den Kiefer seiner Frau so fest gedrückt haben, dass sie eine Woche lang Zahn- und Wangenschmerzen hatte. Diese Aktionen zielten darauf ab, seine Frau davon abzuhalten, das Kopftuch abzulegen. Auch der Sohn soll von Übergriffen betroffen gewesen sein.
In der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Herford soll der Mann schließlich gedroht haben, die Familienmitglieder zu töten, falls der Sohn seine Mutter nicht überreden könne, den Vater zurück in die Türkei zu begleiten. Zusätzlich soll er seine Frau etwa eine Minute lang gewürgt haben. Letztendlich soll der Angeklagte versucht haben, die Kinder gegen den Willen seiner Ehefrau mit in die Türkei zu nehmen.
Insgesamt sind für das Verfahren fünf Verhandlungstage vorgesehen.
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