Wenn Männer beten, dürfen Frauen nicht rein! Im Ruheraum der Fachhochschule Aachen gilt offenbar schon die Scharia
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Sogenannte „Räume der Stille“ existieren mittlerweile fast an jeder Universität und sollen Studenten unabhängig von Religion, Konfession oder Geschlecht die Möglichkeit geben, auch im Universitätsalltag beten zu können. An der Fachhochschule Aachen jedoch ist dies aufgrund radikaler islamischer Studenten nicht möglich, sie beanspruchen den Raum der Stille exklusiv für sich.
Auf ihrer Website wirbt die Fachhochschule Aachen, die eigentlich für ihr Top-Ranking bei Studiengängen wie Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsrecht bekannt ist, mit „Nachhaltigkeit“ und „Diversity und Chancengleichheit“. Doch ob die Hochschule, die von sich selbst behauptet, eine „hochwertige Lehre“ anzubieten, wirklich von Chancengleichheit sprechen kann, bleibt fraglich. Denn obwohl die Bildungsinstitution damit wirbt, „Studien- und Beschäftigungsbedingungen ohne Benachteiligungen, Barrieren oder Ausgrenzungen“ zu realisieren und laut eigenen Angaben „Schutz vor Benachteiligung aufgrund des Geschlechts“ bieten würde, scheint es diesbezüglich einen blinden Fleck an der Aachener Hochschule zu geben: den sogenannten „Raum der Stille“.

Auf ihrer Website wirbt die Hochschule Aachen mit „Diversity und Chancengleichheit“ und „Nachhaltigkeit“.
Stille – aber nicht für alle
Die sogenannten „Räume der Stille“ gibt es – speziell im Rahmen des demographischen Wandels – schon seit vielen Jahren an deutschen Universitäten. Sie sollen Studenten die Möglichkeit geben, im hektischen Universitätsalltag auch einmal abschalten, meditieren oder beten zu können – und das ganz unabhängig von Religion, Geschlecht oder Herkunft. An der Fachhochschule Aachen scheint die Stille allerdings nicht allen Studenten gewährt zu sein. So klebt am Eingang des Raums der Stille ein Zettel mit folgendem Inhalt:
„Bitte draußen warten, wenn jemand vom anderen Geschlecht betet!! Danke!!“

Chancengleichheit? Fehlanzeige. An der FH Aachen sollen Männer und Frauen nicht zusammen beten.
Der Zettel sei laut Studenten von strenggläubigen Muslimen angebracht worden, die den Raum für ihre eigenen religiösen Absichten nutzen – und die nicht, wie offiziell vorgesehen, die Glaubenspraktiken anderer Religionen respektieren würden.
Auch andere Universitäten sind betroffen
Obwohl zu betonen ist, dass es keine Beweise dafür gibt, dass der Zettel durch muslimische Studenten angebracht wurde, wäre es nicht das erste Mal, dass ein „Raum der Stille“ durch strenggläubige Muslime gekapert wird. Bereits im Jahr 2016 beschreibt die Journalistin Louisa Schmidt in einem Spiegel-Artikel, dass der Raum der Stille an der TU Dortmund vorübergehend geschlossen werden musste, nachdem Muslime dort eine Trennwand zwischen Männern und Frauen errichtet hatten.
Schon damals beschreibt Schmidt in ihrem Artikel: „Muslimische Studenten breiteten sich mit Gebetsteppichen im Raum aus, stellten eine Wand auf, um Frauen und Männer zu trennen. Andere Studenten fingen an, den Raum zu meiden.“
Doch auch an anderen Universitäten sorgten die „Räume der Stille“ bereits für Schwierigkeiten. So forderten Muslime an der Universität Hannover bereits mehrmals die Trennung von Frauen und Männern beim Gebet. An der technischen Universität Berlin kam es zu Problemen, weil Muslime statt dem „Raum der Stille“ die Turnhalle für ihr Freitagsgebet nutzten, wobei oft mehrere hundert Menschen zusammenkamen.
An der Hochschule Bochum mussten 2012 sogar Polizei und Verfassungsschutz eingreifen, weil der Salafist und mutmaßliche Leibwächter von Osama bin Laden, Sami A., heimliche islamistische Treffen im „Raum der Stille“ abhielt. Auch hier musste der universitäre Gebetsraum vorübergehend geschlossen werden und der damalige Präsident der Hochschule Bochum, Prof. Dr. Martin Sternberg, musste gegenüber der Presse zugeben: „Das Experiment ist gescheitert“.
„Raum der Stille“ ist nicht genug
Doch es geht auch anders. An vielen Universitäten weigern sich Muslime aufgrund der fehlenden Geschlechtertrennung den „Raum der Stille“ überhaupt zu nutzen und weichen beispielsweise auf Universitätsbibliotheken aus, wo sie durch ihre Gebetsrufe andere belästigen.
So ging vergangenes Jahr beispielsweise ein Video von betenden Muslimen der Universität Essen auf Social Media viral, in dem muslimische Studenten ohne Schuhe und mit ausgebreiteten Gebetsteppichen zwischen Bibliotheksregalen beteten.
Allahu Akbar-Rufe statt „Diversity“
Auch an der Fachhochschule Aachen scheint der „Raum der Stille“ vielen muslimischen Studenten nicht zu reichen. Trotz des Zettels, der zur Geschlechtertrennung aufruft, beten viele Muslime unter der Treppe des Treppenhauses am Campus Eupener Straße. Laut Augenzeugen würden einige dabei außerdem laut „Allahu Akbar“ rufen.

Im Flur statt im „Raum der Stille“: Muslime an der Fachhochschule Aachen beten unter „Allahu Akbar“-Rufen unter einer Treppe im Universitätsgebäude.
Doch obwohl sich viele Studenten durch die Gebetspraktiken der muslimischen Studenten an der Fachhochschule Aachen eingeschüchtert fühlen, fördert die Hochschule, die auf ihrer Website mit „Diversity“ wirbt, die muslimische Studentenschaft stark. So veranstaltete die Universität im vergangenen Jahr sogar ein „Gemeinsames Fastenbrechen“ im muslimischen Fastenmonat Ramadan, welches durch das Auswärtige Amt gefördert wurde.

In der Fachhochschule Aachen haben muslimische Veranstaltungen eine hohe Priorität.
Und auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Fachhochschule Aachen sieht kein Fehlverhalten durch die muslimischen Studenten. So schreibt der Studierendenausschuss, der offiziell die Aufgabe hat, die Belange aller Studenten zu vertreten und sich für die Besserung von Studienbedingungen einzusetzen, in einer Stellungnahme zur Problematik der Nutzung des Raums der Stille:
„Doch wird indirekt die Behauptung aufgestellt, dass muslimische Studierende die Räumlichkeiten eines Raumes der Stille ausschließlich für sich selbst beanspruchen würden. Dies kam nie in der vorherigen Diskussion auf und zeigt weiterhin, dass den muslimischen Studierenden pauschal negatives Verhalten zugeschrieben wird.“
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