Wie der Hamburger Hauptbahnhof zum Kriminalitäts-Hotspot wurde
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Deutsche Hauptbahnhöfe werden zunehmend unsicherer. Das sagen Polizeivertreter – und das geht auch aus offiziellen Zahlen hervor. Nun zeigt eine Antwort auf eine kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Martin Hess, die NIUS vorliegt, wie der Hauptbahnhof in Hamburg zu einem Kriminalitätshotspot wurde. Zahlen von Gewalt- und Eigentumsdelikten haben sich dort innerhalb von vier Jahren massiv erhöht, ausländische Tatverdächtige sind bei den Delikten überrepräsentiert.
Demnach erhöhte sich die Zahl von Gewaltdelikten (zum Beispiel Körperverletzung) von 566 (2019) auf 720 (2023); die Zahl von Eigentumsdelikten (etwa Diebstahl, Raub) von 1735 (2019) auf 2954 (2023); die Zahl von Sachbeschädigungen (zum Beispiel vorsätzliche Beschädigung) von 75 (2019) auf 159 (2023); die Zahl von Sexualdelikten (etwa Missbrauchsfälle) von 14 (2019) auf 20 (2023) und die Zahl von Betäubungsmitteldelikten (alle Vorfälle im Zusammenhang mit Drogen) von 140 (2019) auf 277 (2023). Heißt: In allen Deliktarten ist der Hamburger Hauptbahnhof in den vergangenen fünf Jahren krimineller und somit unsicherer geworden. Die Zahlen gehen auf die polizeiliche Eingangsstatistik der Bundespolizei (PES BPOL) zurück.
Ebenfalls auffällig: Die Zahl nicht-deutscher Tatverdächtiger ist massiv überrepräsentiert. Während Ausländer etwa 17 Prozent der deutschen Bevölkerung und rund 20 Prozent der Bevölkerung Hamburgs ausmachen, stellen sie die Tatverdächtigen von (fast) 50 Prozent der Eigentums- und Sexualdelikte sowie 40 Prozent der Gewaltdelikte.

Eine Polizeistreife patroulliert durch den Hamburger Hauptbahnhof.
Ist die Zahl tatsächlich noch höher – weil deutsche Tatverdächtige Migrationshintergrund haben?
Besonders häufig in der Kriminalitätsstatistik vertreten: Afghanen und Polen. Die beiden Länder finden sich 2023 an der Spitze, etwa bei Gewaltdelikten (insgesamt 40 durch Polen, 28 durch Afghanen verübt), Eigentumsdelikten (238 durch Polen verübt) und Sexualdelikten vorne. Der Hauptbahnhof in Hamburg gilt dabei als Magnet für Obdachlose, speziell aus Osteuropa, die in der Nähe kampieren – und immer wieder für Probleme sorgen.
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Ebenfalls schockierend: In der Anfrage wollte der AfD-Innenpolitiker Hess wissen, wie sich die Messerkriminalität über die Jahre entwickelt hat. Während 2018 die Polizei auf insgesamt acht Vorfälle kam, bei denen ein Messer aktiv eingesetzt wurde, waren es 2023 zwölf. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres sind es bereits 17 Vorfälle dieser Art, davon zehn mit nicht-deutschen Tatverdächtigen (guineisch, afghanisch, syrisch, nigerianisch, irakisch, ukrainisch und moldauisch).
„Die Kriminalität am Hamburger Hauptbahnhof explodiert – aber nicht nur dort, sondern überall in Deutschland“, teilte der erste parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion aus Hamburg, Bernd Baumann, mit. „Der Anteil nicht-deutscher Täter ist dabei weit überproportional. Dazu kommen noch viele Täter mit Migrationshintergrund, die statistisch gar nicht ausgewiesen werden. Wer als Bürger diese ganze Entwicklung stoppen will, hat nur eine Möglichkeit: Er muss endlich aufhören, jene Parteien zu wählen, die für diese Politik verantwortlich sind.“

Der AfD-Politiker Bernd Baumann kandidierte in Hamburg für den Bundestag.
Auch am Berliner Hauptbahnhof ist die Zahl der von der Polizei registrierten Diebstähle, Gewalttaten und Drogendelikte in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. So wuchs die Zahl der erfassten Eigentumsdelikte, also vor allem Diebstähle, von 838 (2019) auf 1382 (2023). Im ersten Halbjahr 2024 waren es bereits 713 Taten, die angezeigt wurden. Bei den Gewalttaten gab es einen Anstieg von 228 im Jahr 2019 auf 620 im vergangenen Jahr und 384 im ersten Halbjahr 2024. Ähnliche Beobachtungen treffen Beamte in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.
„Die Verrohung geht weiter, die Angriffslust auf Einsatzkräfte nimmt zu“, sagte der Polizeigewerkschaft Heiko Teggatz von der Deutschen Polizeigewerkschaft angesichts der steigenden Kriminalität jüngst in der Tagesschau. „Ich habe schon vor drei Jahren 10.000 zusätzliche Stellen gefordert, damit wir der wachsenden Aufgaben und der Gewaltbereitschaft Herr werden.“ Im Juli 2023 sorgte der Fall eines Mannes mit Waffenkoffer für Aufsehen, den Polizisten mit einem Waffenkoffer am Hauptbahnhof in Hamburg festnahmen, in dem sich Macheten, Messer und ein Beil befanden. Bei dem Mann handelte es sich um einen polizeibekannten Deutsch-Afghanen. Kürzlich sorgten Vorfälle wie ein schwerer Angriff eines Asylbewerbers auf einen Mann im Bahnhof in Uelzen (Niedersachsen) und die Tötung durch Kopfschuss am Frankfurter Hauptbahnhof für bundesweite Empörung.
In beiden Fällen waren die Täter nicht-deutsch (marokkanisch und türkisch).

Der Bahnhof in Uelzen wurde erst im Juli zum Schauplatz schwerer Gewalt eines Marokkaners, der einen 55-Jährigen die Treppe herunterstieß.
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