„Wir steuern auf eine Lebensmittelversorgung zu, die für normale Leute kaum erschwinglich ist“
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Während viele Menschen in Deutschland die Auswirkungen der miserablen Ampel-Politik unmittelbar im Supermarkt und auf der Stromrechnung bemerken, behauptet der Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): „Leute haben wieder mehr Geld im Portemonnaie. Die Inflation sinkt“. Über diesen törichten und gleichzeitig falschen Satz sprachen Politikchef Ralf Schuler und Kolumnistin Birgit Kelle am Dienstag bei NIUS Live.
„Das ist gezielte Propaganda. Wenn die Inflation sinkt, heißt das nicht, dass die Preise sinken, sie steigen nur langsamer“, erklärt Schuler. Durch eine Energiepolitik, die die Preise stetig in die Höhe treibt, eine verdoppelte LKW-Maut und teureren Agrardiesel müssten die Mehrkosten in der Produktions- und Lieferkette schließlich auf den Verbraucher umgewälzt werden. „Diese schlichten ökonomischen Wahrheiten lernt eigentlich jeder Betriebswirtschaftsstudent im ersten Semester“, kommentiert der NIUS-Politikchef. „Und die Löhne steigen natürlich nach den Inflationszahlen der Vergangenheit“.
„Ich weiß nicht, wann Olaf Scholz das letzte Mal einkaufen war“
Zischen 2021 und 2024 sind die Preise für Grundnahrungsmittel merklich gestiegen. Quark ist 61 Prozent teurer geworden, Olivenöl 103 Prozent und Zucker 75 Prozent. „Wir steuern zu auf eine Lebensmittelversorgung, die für normale Leute kaum erschwinglich ist“, so Birgit Kelle. „Wenn man halbwegs gesund einkaufen will, ist man jetzt schon an der Schmerzgrenze“. Und es gehe dabei nicht einmal um Luxusgüter. Scholz’ Aussage stehe sinnbildlich für eine Politiker-Kaste, die den Bezug zur Realität komplett verloren hat, findet die Kolumnistin. „Ich weiß nicht, wann Olaf Scholz das letzte Mal einkaufen war. Ob er weiß, was ein Liter Milch kostet“.
„60 Prozent der Menschen gehen mit einer schwarzen null raus, wenn es gut läuft“, ergänzt Schuler. Für das Sparkonto bleibe nichts übrig und sobald eine außerplanmäßige Besorgung, wie ein neuer Kühlschrank hinzukomme, würde es für viele finanziell eng. „Die Lebensmittelpreise sind entscheidend, weil an den Mietpreisen können sie nichts ändern“. Die Mehrheit müsse daher im Supermarkt auf die Preise achten. „Für die ist das ein Schlag ins Gesicht“, so Schuler über Scholz’ ignoranten Satz. Birgit Kelle sieht außerdem „sozialen Sprengstoff“ in der Thematik. Wenn weiterhin Milliarden in Form von Bürgergeld für Menschen ausgegeben würde, die nicht arbeiten, während diejenigen, die morgens aufstehen, sich nicht einmal mehr Quark und Butter leisten können, führe das zu Neiddebatten in der Gesellschaft und letztlich zur „Eskalation“, ist die Autorin überzeugt.
Die ganze Sendung NIUS Live:
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