„Zerstörerische Kraft, die Morde, Gewalt und Hass vorantreibt, und die nennt sich Islam“: Linke wütend über Kritik von Böhmermann-Kumpel Olli Schulz
Ein Beitrag von
ZDF-Clown Jan Böhmermann und der Musiker Olli Schulz, die gemeinsam den Podcast „Fest & Flauschig“ betreiben, sind seit einigen Wochen die Buhmänner der linken Szene – der sie ja eigentlich selbst angehören. Der Grund: Ihre Haltung zu Israel und der Hamas. Nun hat ein Blogger Passagen eines Briefs veröffentlicht, der von Olli Schulz stammen soll, und in dem dieser mit dem Islam hart ins Gericht geht.
„Am Ende sehe ich vor allem eine zerstörerische Kraft, die Morde, Gewalt und Hass vorantreibt und die nennt sich Islam. Sei es die Hamas, der IS und unzählige andere radikale Splittergruppen, die Schwule verfolgen, Frauen unterdrücken und Menschen abschlachten, die anders denken. Das sind nicht meine Werte. Warum soll ich Verständnis für eine Religion haben, die schweigend dieses Massaker rechtfertigt?“, heißt es in der Textpassage, die der Blogger Jonathan Peaceman zitiert, und die ihm zufolge bereits am 13. Oktober 2023 geschrieben wurde, also nur wenige Tage nach dem Massaker des 7. Oktober, bei dem in Israel 1200 Menschen grausam getötet und 250 nach Gaza verschleppt wurden.
Hamas-Angriffe seien „im Kontext israelischer Unterdrückung zu sehen“
Die E-Mail, erklärt Peaceman, sei eine Antwort an einen Hörer von Schulz‘ Podcast, der ihn darum gebeten habe, die Hamas-Angriffe „im Kontext israelischer Unterdrückung zu sehen und sich für ‚Humanität und Menschenrechte‘ einzusetzen.“

Der Instagram-Post des Bloggers.
Der Hörer schrieb: „Man kann den Terror der Hamas verurteilen UND gleichzeitig das Streben nach Selbstbestimmung des palästinensischen Volks unterstützen“. In seiner Antwort-Mail erkläre Schulz, dass die israelische Politik zwar falsch sei, dies jedoch nicht die Angriffe des 7. Oktobers rechtfertige. Laut Peaceman soll die Antwort von einer privaten Mail-Adresse gesendet worden sein, nachdem der Fan an Schulz‘ offizielle Adresse geschrieben hatte. Die „technische Echtheit“ der E-Mail habe er sichergestellt, so Peaceman. Anfragen des Bloggers zu einer Stellungnahme ließ Schulz bislang unbeantwortet, ebenso eine NIUS-Anfrage. Auch Peaceman selbst wollte sich auf unsere Anfrage hin nicht äußern.
Antisemitisches Festival abgesagt
Vor zwei Wochen war bereits Jan Böhmermann bei seiner eigenen Szene in Ungnade gefallen. Der Moderator, der sich im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) als Kurator einer Reihe zu „politischen, gesellschaftlichen und juristischen Fragen der Gegenwart“ inszenierte, hatte zu einem Festival unter anderem den türkischstämmigen Rapper Chefket (Şevket Dirican) für den 7. Oktober – den Jahrestag des Hamas-Angriffs – eingeladen.

Stets geliebt, nun verhasst: ZDF-Satiriker und Polizistensohn Jan Böhmermann hat nun die eigene Bubble gegen sich.
Nachdem NIUS publik machte, dass Chefket (aber auch die ebenfalls gebuchte Rapperin Ebow) Landkarten von Palästina ohne Israel verbreiteten, Texte schrieben, die den „Zionismus“ als „Rassismus“ gleichsetzten, den palästinensischen Widerstand verherrlichten und sich mit Lina E. solidarisierten, reagierte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.
Kapitulation vor dem „falschen“ Druck
Der CDU-Politiker stellte darauf zur Diskussion, ob das HKW wirklich Antisemiten eine Bühne bieten wolle. Böhmermann und das Haus der Kulturen der Welt lenkten ein, luden die judenfeindlichen Künstler aus, sagten das Konzert ab. Die Kapitulation vor dem „falschen“ Druck werteten seine damaligen Anhänger als Todsünde.
Die Rapperin Nura, mit 429.000 Instagram-Followern eine der einflussreichsten Stimmen der migrantischen Jugendkultur, ballert in einem viralen Video verbal direkt auf Böhmermann und Olli Schulz los. In einem zwei Minuten langen Rant, der vor unterdrückter Wut nur so trieft, wirft sie den beiden vor, sie und andere Demonstranten als „antisemitisch“ zu diffamieren, während sie friedlich für Palästina protestierten und von der Polizei verprügelt würden.
Lesen Sie auch: Die schlimmste Woche im linken Leben des Jan Böhmermann
Mehr NIUS:
Erste islamische Fakultät Europas in Münster gegründet
Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
Party-Patriotismus zur WM: „Deutschlandflaggen sind hier verboten“
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Mehr NIUS:
Land Bayern plant Queer-Aufklärung mit Dschihad-Fans
Warum in Chemnitz so viel Crystal Meth im Abwasser ist
Der Heroin-Chic ist zurück: Warum der Diversity-Wahn nichts am Schönheitsideal geändert hat
Mannheim, Göttingen, Hannover und Magdeburg fördern Vereine mit Puppy-Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Euro
„Macht das Maul auf!“: Dieter Bohlen über Meinungsfreiheit, Krieg und Xavier Naidoo
Burgerladen wird angefeindet, weil er kein Halal-Fleisch verkauft
„Du schreibst zum Beispiel auch mehr Hassmails bei Hitze“: Moderator Eckart von Hirschhausen drückt der WM seine Klima-Agenda auf
Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare